Handlungsstrategien zur Minderung von Kinderarmut zu entwickeln ist ein drängendes Thema für viele Einrichtungen in kindheitspädagogischen Handlungsfeldern, ob Kindertageseinrichtung, soziale Dienste, Schulsozialarbeit. Konzepte der Resilienz – Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit stärken – erhalten dabei momentan viel Aufmerksamkeit. Sind sie geeignet, um Armutslagen pädagogisch zu begegnen?

96% der Mittel für Qualitätsverbesserungen


Der Bund unterstützt das Land Niedersachsen bei der Qualitätsverbesserung in Kitas und der Entlastung der Eltern bei den Gebühren mit rund 526 Millionen Euro bis 2022. Die entsprechende Vereinbarung unterzeichneten heute Ministerpräsident Stephan Weil und Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in Anwesenheit von Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Es ist der vierte Vertrag zwischen dem Bund und einem Bundesland zur Umsetzung des Gute-KiTa-Gesetzes.

"Beobachten und Dokumentieren nach Marte Meo" als Schwerpunkt


Der Weg zur „Konsultationskita" ist anspruchsvoll, aber lohnenswert: Kindertagesstätten, die sich pädagogisch weiterentwickeln und an einer Qualifizierungsmaßnahme teilnehmen, können das Qualitätszertifikat zur „Konsultationskita" erwerben. Die so ausgezeichneten Kindertageseinrichtungen geben Ihre Kompetenzen wiederum durch Beratungs- und Hospitationsangebote an andere Kitas weiter. Dieser Konsultationsprozess ist ein Erfolgsmodell: mit dem heutigen Tage gibt es bereits elf „Konsultationskitas" und fünf Konsultationsverbünde aus Kindergarten und Grundschule in Niedersachen.

Gemeinsame Erklärung der Bündnispartner*innen „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“

Mehr als 50 Einrichtungen, Verbände, Träger, Initiativen, Fach- und Hochschulen, Gewerkschaften sowie Fachpresse haben sich zum Bündnis „Klischeefreie Vielfalt in Kitas“ zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie für den 05.06.2019 einen bundesweiten Aktionstag organisiert. Durch verschiedene Aktionen machen die Bündnispartner*innen an diesem Tag darauf aufmerksam, welchen wertvollen Beitrag Kindertageseinrichtungen für eine heterogene vielfältige Gesellschaft leisten und wie Erzieher*innen diese anspruchsvolle Arbeit umsetzen.

Kabinett ebnet Weg für das „Gute-Kita-Gesetz" in Niedersachsen - 526 Millionen Euro für Qualität und Teilhabe in der Kindertagesbetreuung


Die Niedersächsische Landesregierung hat dem Vertrag zwischen dem Land und dem Bund über das „KiTa-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz - KiQuTG" („Gute-Kita-Gesetz") zugestimmt. Mit diesem Gesetz stellt der Bund über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Ländern bis Ende 2022 rund 5,5 Milliarden Euro für Maßnahmen zur Förderung von Qualität und Teilhabe in der Kindertagesbetreuung zur Verfügung. Auf Niedersachsen entfallen rund 526 Millionen Euro für den genannten Zeitraum.

18. Göttinger Kongress für Erziehung und Bildung: Vielfalt in KiTa und Schule am 8. und 9. November 2019


Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Kitas, in die Kindertagespflege und die Schulen. Eine Vielfalt an Entwicklungsbedürfnissen stellt Erzieher*innen und Lehrer*innen vor neue Aufgaben. Wie auch immer die Alltagssituation einer Kita, einer Schule oder in der Kindertagespflege aussehen mag, es kommt entscheidend darauf an, ob es den Pädagog*innen gelingt, eine empathische Beziehung zu den Kindern / Schüler*innen aufzubauen. Sie sollten spüren, dass sie wahrgenommen und in ihrer Würde geachtet werden.

Bundesweite Tagung bringt Schub für Professionalisierungsprozess


Unter dem Titel „Zukunft Fachberatung“ wurden auf einer zweitägigen Fachtagung in Kassel von rund 140 Teilnehmer*innen aus allen 16 Bundesländern das professionelle Selbstverständnis von Fachberatung sowie Strategien der bundesweiten Vernetzung, Organisation und „Selbstermächtigung“ diskutiert. Grundlage dafür bildete ein von der Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit e.V. (BAG BEK) in einem langen Beteiligungsprozess entwickeltes Positionspapier zum „Selbstverständnis von Fachberatung“. Die Tagung wurde gemeinsam von der BAG BEK, dem Deutschen Verein, nifbe und ver.di ausgerichtet.

Prof. Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin übernimmt Leitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)


Fuchs Rechlin 3 01„Kindertageseinrichtungen haben enorm an Bedeutung gewonnen. Sie sind nicht nur erster institutioneller Bildungsort für die Jüngsten, sondern auch eine zunehmend wichtige Stütze für Familien. Damit wachsen die Erwartungen an die Fachkräfte“, sagt Professorin Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin, die am 15. Mai 2019 die Leitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) übernimmt. In dieser Position verantwortet sie die strategische Weiterentwicklung des Projekts, die Konzeption der empirischen Studien sowie die personelle und fachliche Leitung des Teams. Dafür kann sie auf ihre große Expertise zurückgreifen: Zu den Arbeitsschwerpunkten der Erziehungswissenschaftlerin zählen Berufsfeld- und Professionsforschung insbesondere im frühpädagogischen Bereich, Strukturqualität in Kindertageseinrichtungen sowie Phänomene und Mechanismen von Bildungsungleichheit in Kitas.

Die Sieger-KiTa kommt aus Eppertshausen, weitere Auszeichnungen gehen nach Erfurt, Mannheim, Titz, Siegburg, Dortmund, Hamburg, Olbersdorf, Hermeskeil, Berlin und Bad Zwischenahn

Auf einem Festakt sind im Berliner Tempodrom jetzt durch Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und die Schirmherrin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Elke Büdenbender die Preisträger des Deutschen KiTa-Preises gekürt worden. Mehr als 1.600 Kitas und Initiativen hatten sich um den Deutschen Kita-Preis 2019 beworben, der mit insgesamt 130.000 Euro dotiert ist. Prominent moderiert wurde die Veranstaltung durch das Schauspieler-Ehepaar Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Barbara Schöneberger hielt eine gewohnt launig-schnoddrige Laudatio für das Bündnis des Jahres.
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Die Finalisten des Deutschen Kita-Preises mit (v.l.n.r.) Christian Berkel, Andrea Sawatzki, Dr. Heike Kahl, Dr. Franziska Giffey, Wassilios E. Fthenakis, Elke Büdenbender © DKJS / F. Schmitt und A. Wendler


Erste Kita erhält Förderurkunde aus dem neuen Bundesprogramm


Gut ausgebildete und ebenso motivierte Fachkräfte in ausreichend hoher Zahl sind das A und O für eine gute Kinderbetreuung. Deshalb unterstützt das Bundesfamilienministerium zusätzlich zum Gute-KiTa-Gesetz mit dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ die Länder dabei, mehr Nachwuchskräfte für die frühkindliche Bildung zu gewinnen und bereits ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher im Beruf zu halten. Heute übergab Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey der AWO-Kita „Spatzennest“ in Strausberg persönlich den ersten Förderbescheid. In allen Bundesländern ist das Interesse am Bundesprogramm immens.