Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Familienzentren im Landkreis Osnabrück feierten rund 120 Gäste aus den kreisangehörigen Kommunen, der Politik sowie Träger und Fachkräfte der Familienzentren mit ihren Kooperationspartnern im Forum Melle. Moderiert wurde die
Veranstaltung von nifbe-Transfermanagerin Sandra Köper-Jocksch.

Seit 2012 fördert der Landkreis Osnabrück den Auf- und Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren. Zusätzlich zur Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder bieten Familienzentren auch Eltern Beratung, Begegnung, Information und Unterstützung an.

Für eine Kita, in der sich alle willkommen und gehört fühlen sollen, ist die Partizipation das A und O und zieht sich durch alle Bereiche und Altersgruppen: Sowohl Kinder als auch Eltern und Fachkräfte können teilhaben und den Einrichtungsalltag selbstbestimmt und aktiv mitgestalten. Um Beteiligung und Mitwirkung in der Kita bewusst zu leben und zu fördern, kommen Leitung und Fachkräfte nicht umhin, mögliche Vorbehalte oder Gewohnheiten abzulegen und Neues auszuprobieren – denn Partizipation ist eine Frage der Haltung.

Es geht darum, Kindern deutlich mehr zuzutrauen, als sich nur ein Lied im Morgenkreis zu wünschen oder die Essensbeilage auszuwählen. Es geht um die Erkenntnis, dass schon die Jüngsten wissen, was sie brauchen und was den Kita-Tag besser machen könnte. Und es geht darum, die Eltern niedrigschwellig über wichtige Abläufe zu informieren, vertrauensvolle Erziehungspartnerschaften aufzubauen und deren Engagement jeglicher Art zu fördern und wertzuschätzen. Nicht zuletzt bedeutet Partizipation auch, dass die Leitung alle Fachkräfte mit ins Boot holt, Entscheidungen im Team trifft, Kolleg:innen die Möglichkeit gibt, Wünsche und Kritik zu äußern und ihnen auch stärkeorientiert wichtige Aufgaben überträgt.

Für all das brauchen Leitungskräfte Geduld, Offenheit und Mut. Denn so unterschiedlich Beteiligung in der Kita aussehen kann, so müssen neue Prinzipien und Prozesse zunächst verinnerlicht werden. Doch wer sich erst einmal auf diesen Weg macht, erkennt früh, dass Partizipation nicht nur für Kinder, Eltern und Fachkräfte eine bereichernde Erfahrung ist, sondern auch zur Weiterentwicklung der Einrichtung beiträgt.

Um die Teilhabe in der KiTa zu stärken, hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung eine Toolbox mit Themenblöcken, Methoden, Reflexionsfragen und Best Practice-Beispielen zusammengestellt. Zur Toolbox geht es hier
Das Bündnis für Kinder und Familien in Niedersachsen spricht sich gegen eine Verlängerung der Not-Verordnung aus zur Aufnahme von aus der Ukraine geflüchteten Kindern aus:

Es besteht Konsens, dass das Kita-System Kindern aus belasteten Lebenssituationen (wie z.B. einer Flucht) zur Seite steht und ihnen den Zugang zur frühkindlichen Bildung ermöglichen möchte. Und es besteht ebenso Konsens, dass das Kita-System bereits seit Jahren über die Maße belastet ist und durch Corona sowie den Fachkräftemangel das Limit der Kapazitäten erreicht ist.

Bündnis Bundesqualitätsgesetz mahnt: „Gute-KiTa-Gesetz“ finanziell absichern und weiterentwickeln!


Das Bündnis Bundesqualitätsgesetz aus Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und dem Bundesverband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) mahnt an, das Gute-Kita-Gesetz weiterhin durch Bundesgelder finanziell abzusichern und dringend weiterzuentwickeln. Es begründet seine Forderung damit, dass die Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung verbessert werden müssten.
9783837931457In den KiTas häufen sich die Klagen über Kinder mit herausforderndem Verhalten, durch das Fachkräfte an ihre Grenzen kommen und sich gestresst oder ohnmächtig fühlen. Doch jedes Verhalten hat seinen Sinn und lässt auch ein Bedürfnis dahinter erkennen - Klaus Kokemoor zeigt in seinem neuen Buch, wie man diesem Sinn und Bedürfnis durch die Marte-Meo-Videomethode auf die Spur und im KiTa-Alltag mit den Kindern zu ressourcenorientierten Lösungen und einer konstruktiven Kommunikation mit den Eltern kommen kann.
Auf der Abschlusstagung zur Förderrichtlinie „Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung“ vom 19./20. Mai 2022 wurden in einem Podiumsgespräch die Handlungs- und Forschungsbedarfe im Feld der frühkindlichen Bildung für die kommenden Jahre diskutiert. Die Forderungen der Diskutant*innen sind jetzt in einem Thesenpapier verschriftlicht, das zunächst zentrale Forschungsdesiderata identifiziert, um anschließend Perspektiven für die Qualitätsentwicklung des gesamten Systems der frühen Bildung aufzuzeigen.
Digitale Medien faszinieren Kinder von klein auf. Sie erleben Smartphones und Tablets in der Familie genauso wie in der Öffentlichkeit. Beim Eintritt in die Kita verfügen viele Kinder bereits über Erfahrungen mit digitalen Medien. Daher ist es eine wichtige Aufgabe von Kindertageseinrichtungen, Kinder schon sehr früh entwicklungsangemessen im kreativen Umgang von digitalen Medien zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, sich in einer komplexen Medienwelt zurechtzufinden. Kinder können in der Kita das kreative Potential digitaler Medien, die viele neue Ausdrucks­- und Gestaltungsmöglichkeiten bieten, in einem risikofreien Rahmen aktiv und kooperativ mit anderen Kindern kennenlernen.
Die Entwicklung des Bildungswesens war in den vergangenen zwei Jahren maßgeblich von der Corona-Pandemie geprägt. Das wird auch im jetzt veröffentlichten 9. nationalen Bildungsbericht "Bildung in Deutschland 2022" deutlich. Unter anderem wurden die digitalen Bildungsangebote enorm ausgebaut, ohne den Wegfall von Präsenzformaten überall ersetzen zu können. Zugleich ergaben sich große Zusatzbelastungen für Familien, Lernende und die pädagogischen Fachkräfte. Das Bildungspersonal steht auch im Mittelpunkt des Schwerpunktkapitels des Berichts. Wichtige Befunde: Der Bedarf an Qualifizierung steigt, und vor allem im Kita- und Schulbereich fehlt Personal.
Im Interview mit Karsten Herrmann stellt Niels Espenhorst, Referent für Kindertagesbetreuung, die zentralen Ergebnisse aus dem Kita-Bericht 2022 des Paritätischen Gesamtverbandes vor. Der Bericht zeigt, dass das KiTa-System am Limit und darüber hinaus ist und dass dringender Handlungsbedarf besteht. Für den Bericht waren bundesweit knapp 1.200 Fachberater*innen, Leitungs- und Fachkräfte befragt worden.

Noch bis zum 29. Juli Bewerbung einreichen


 Das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung rufen gemeinsam mit weiteren Partnern bundesweit Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung auf, sich um den Deutschen Kita-Preis zu bewerben. Dafür haben sie die Einreichungsfrist verlängert. Interessierte können noch in den nächsten sechs Wochen, bis zum 29. Juli, ihre Bewerbung einreichen. Und das geht ganz einfach in drei Schritten: 1. Registrieren unter www.deutscher-kita-preis.de/bewerbung, 2. Motivationsfragen beantworten und 3. Bewerbung abschicken. Alle Teilnehmenden haben die Chance auf Preisgelder in Höhe von 25.000 oder 10.000 Euro. Insgesamt ist der Deutsche Kita-Preis mit 130.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ vergeben.