Besucht ein Kind aus einer nach Deutschland geflüchteten Familie hierzulande eine Kindertageseinrichtung (Kita), ist vor allem die Mutter deutlich besser in die Gesellschaft integriert. Unter anderem spricht und versteht sie besser Deutsch, hat eine höhere Arbeitsmarktorientierung und vermisst ihr Heimatland weniger.

Teilnehmende für Interviews gesucht


Im Rahmen einer Interviewstudie interessiert sich die WiFF für die individuelle Sicht und den persönlichen Berufsweg von Fachkräften in Kitas. Dazu suchen wir Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, gerne auch mit der Qualifikation Kinderpflege und Sozialassistenz, die über ihren Berufsweg Auskunft geben möchten. Die Befragung und die Auswertung erfolgen anonym. Alle Daten werden von uns streng vertraulich behandelt. Die Interviews dauern etwa sechzig bis neunzig Minuten und können bei den Befragten vor Ort geführt werden. Wir freuen uns, wenn Sie uns von Ihrem beruflichem Werdegang erzählen!


Infoblatt_Befragung_Berufswege_Kitas.pdf


Quelle: Presseinfo WiFF

DJI-Dossier zeigt Tätigkeits- und Kompetenzprofile auf


Angesichts des Mangels an frühpädagogischen Fachkräften suchen Einrichtungsträger, aber auch die Steuerungsinstanzen auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene nach Strategien, die Attraktivität des Berufsfelds der Kindertagesbetreuung zu steigern. Ein Ansatzpunkt, die Gewinnung und Bindung von Fachkräften zu verbessern, liegt in passgenauen Führungs-, Fach- und Projektkarrieren für frühpädagogische Fachkräfte.

Neue Förder-Richtlinie tritt in Kraft


Ab dem 1.Januar 2020 stehen für Träger von Kindertageseinrichtungen rund 360 Millionen Euro für Qualitätsverbesserungen bereit. Die entsprechende „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Verbesserung der Qualität in Kindertagesstätten und zur Gewinnung von Fachkräften" (RL Qualität in Kitas) ist vom Niedersächsischen Kultusministerium jetzt in Kraft gesetzt worden und die örtlichen Träger können die Mittel aus dieser Richtlinie ab sofort beantragen. Damit wird ein Großteil der Gelder aus dem „Gute-Kita-Gesetz" des Bundes (526 Millionen Euro für Niedersachsen) in qualitätssteigernde Maßnahmen investiert.

Sie sehen für sich dennoch hohen Weiterbildungsbedarf und wünschen sich mehr gesellschaftliche Anerkennung

Deutschlands Fachkräfte in der Kinderbetreuung sind vergleichsweise gut für ihre Arbeit ausgebildet, sehen aber Bedarf für mehr Weiterbildung, um besonderen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu gehört etwa der Umgang mit Kindern mit besonderem Förderbedarf oder mit Kindern, die zu Hause kein oder kaum Deutsch sprechen. Zudem wünschen sie sich mehr gesellschaftliche Anerkennung für ihre Arbeit. Leitungskräfte üben häufig ihre anspruchsvolle Tätigkeit aus, ohne für die Verwaltung oder Teamleitung in einer Kinderbetreuungseinrichtung ausgebildet zu sein. Dies zeigt eine neue OECD-Studie zur frühkindlichen Bildung.

208 Prämierungen, darunter 13 aus Niedersachsen

Mehrsprachige Vorlesewoche, Wörterwerkstatt, Kinder-Medien-AG oder Bilderbuchnachmittag in der Bibliothek: Für ihren herausragenden Einsatz in der frühkindlichen Leseförderung erhalten 208 Kindergärten das Gütesiegel Buchkindergarten. 820 Kindergärten aus ganz Deutschland haben sich für das Gütesiegel beworben. Alle ausgezeichneten Einrichtungen sind unter www.guetesiegel-buchkindergarten.de/Ausgezeichnet abrufbar.
Wie viele Wörter kennt ein Kind? Und wie entwickelt sich seine Sprache in den ersten Lebensjahren? Diese Fragen interessieren nicht nur die Eltern von Kleinkindern und pädagogische Fachkräfte, sondern auch die Forschung. Vor diesem Hintergrund haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Göttingen und Oslo die App „Babylex“ entwickelt, mit der sich die frühe Entwicklung des Wortschatzes von Kleinkindern verfolgen lässt.
Unter dem Titel „Es ist nicht nur das Geld, das fehlt.....“ wurden auf einer nifbe-Fachtagung in Osnabrück die gravierenden Auswirkungen der Armut auf die soziale, emotionale, kognitive oder gesundheitliche Entwicklung der Kinder beleuchtet sowie konkrete pädagogische Handlungsoptionen vorgestellt, um die (aktive) Teilhabe von Kindern mit sozialer Benachteiligung zu gewährleisten und mögliche Entwicklungsrisiken zu kompensieren.

Ministerin Giffey: Gelungener Start der Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher


Gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte in ausreichend hoher Zahl sind das A und O für eine gute Kinderbetreuung. Deshalb unterstützt das Bundesfamilienministerium zusätzlich zum Gute-KiTa-Gesetz mit dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive Erzieherinnen und Erzieher“ die Länder dabei, mehr Nachwuchskräfte für die frühkindliche Bildung zu gewinnen und bereits ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher im Beruf zu halten – Motto: „Nachwuchs gewinnen, Profis binden“.
9783779939764 175Gerd E. Schäfer ist in der Frühpädagogik ein Mann der ersten Stunde und hat die Diskussion über frühkindliche (Selbst-) Bildungsprozesse über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgeprägt. Mit 77 Jahren hat er jetzt ein voluminöses Alterswerk vorgelegt, in dem er seine bisherigen Ansätze weiterdenkt und ergänzt.

Seinen „Entwurf einer Praxis und Theorie der frühen Kindheit“ stellt er unter den besonderen Fokus der zunehmenden individuellen, sozialen und kulturellen Vielfalt in der KiTa. Grundsätzlich zielt er auf ein Bildungsverständnis ab, „das nicht von vornherein auf einem Widerspruch aufbaut“ – nämlich einerseits die Selbstständigkeit der Kinder zu propagieren, sie aber andererseits fördern und bestimmte Kompetenzen vermitteln zu wollen und letztlich ihr Lernen „auf einem Nachdenken dessen auf[zu]bauen, was Erwachsene gedacht haben.“ Bildung versteht der Erziehungswissenschaftler dabei weder als einen rein individuellen Prozess des Kindes noch als einen rein sozialen Konstruktionsprozess, sondern „als Interaktionsprozess zwischen Kind, sozialen Beziehungen und kulturellen Bedingungen“.