Für Niedersachsen und Bremen hat sich jetzt ein neuer KiTa-Fachkräfteverband gegründet. Er will sich für bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten einsetzen. Hauptziel des Verbandes ist es auch, den pädagogischen Fachkräften eine Stimme zu geben und diese gebündelt, sowie fachlich untermauert, in die Gesellschaft und Politik
zu tragen.

Die Frage nach der (oftmals gravierend eingeschränkten) Partizipation von Kindern oder auch Eltern zog sich wie ein roter Faden durch die Corona-Pandemie und muss jetzt noch einmal genau in den Blick genommen werden - nicht zuletzt, weil das Mitreden, Mitentscheiden und Mithandeln der Kinder in der KiTa auch die entscheidende Grundlage für die Demokratiebildung ist. Kinder müssen Demokratie von Anfang an in ihrer KiTa leben und erleben, um sich später zu mündigen, toleranten und verantwortungsvollen Erwachsenen entwickeln zu können.
Die Bundestagswahl rückt näher, die Parteien bereiten sich auf die heiße Phase des Wahlkampfs vor. Die neue Bundesregierung wird für viele gesellschaftliche Themen entscheidende Impulse für die nächsten Jahre setzen. Bildungsthemen stehen nicht zuletzt durch die Erfahrungen der Corona-Pandemie für viele Wähler*innen ganz oben auf der Agenda. Der frühkindlichen Bildung wird jedoch oft im Vergleich mit anderen Bildungseinrichtungen nur ein geringer Stellenwert beigemessen. Dabei reichen die positiven Effekte frühkindlicher Förderung bis ins Erwachsenenalter, die Zeit in der Kita legt die Basis für den späteren Erfolg in der Schule.

Ein Diskussionsbeitrag von Nina Weimann-Sandig, Silvia Hamacher und Katja Belenkij


Die Corona-Pandemie konfrontiert uns mit gesellschaftlichen Herausforderungen und politischen Entscheidungen, die mit zunehmender Länge gerade mit Blick auf das Wohl von Kindern und Familien immer mehr Fragen aufwerfen. Im Rahmen einer Veranstaltung im Januar 2021 befassten sich auf Einladung der Ev. Akademie Sachsen, der FH Erfurt und der Ev. Hochschule Dresden, über 110 Fachkräfte aus der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) mit diesen sozialen Auswirkungen. Die zentrale Erkenntnis: Corona fungiert als Spiegel und Verstärker von Krisenelementen, die sich bereits vor der Pandemie abgezeichnet hatten. Zwei zentrale Thesen wurden von Wissenschaftler*innen und Fachkräften übereinstimmend postuliert:

Studie mit erschreckenden Ergebnissen

In KiTas arbeiten viele pädagogische Fachkräfte aufgrund des zunehmenden Personalmangels am Rande ihrer Belastungsgrenzen. Dadurch fällt es ihnen manchmal schwer, feinfühlig mit den Kindern umzugehen. Es kann sogar zu verletzendem Verhalten kommen. Prof. Dr. Regina Remsperger-Kehm sowie ihre Kollegin Prof. Dr. Astrid Boll haben nun gemeinsam eine Studie zum Thema „Verletzendes Verhalten in Kitas“ veröffentlicht. Ihre Ergebnisse zeigen die verschiedenen Ausprägungen von verletzendem Verhalten und vor allem die Schwierigkeiten der Fachkräfte, einen Ausweg aus den entsprechenden Konfliktsituationen zu finden. Damit einher gehen bildungs- und gesellschaftspolitische Ansatzpunkte, wie sich solche Situationen vorbeugen ließen.
Pädagogische Fachkräfte für die frühe Bildung sind auf dem Arbeitsmarkt stark nachgefragt. Wer sich über die Möglichkeiten der Ausbildung und den direkten Berufseinstieg in das Arbeitsfeld der Erzieherinnen und Erzieher informieren möchte, findet online eine Fülle von Informationen und verliert schnell den Überblick.
Der Verein für frühe Mehrsprachigkeit (fmks) bietet im Rahmen seiner Veranstaltungsreiohe "Mehrsprachigkeit als Chance" zwei kostenlose digitale Veranstaltungen zum biografischen und kreativen Schreiben sowie zu mehrsprachigen  Kamishibai an.
Der Monatsbericht Juli 2021 der Corona-KiTa-Studie widmet sich u. a. den Themen des Familienklimas aus Elternsicht während der Pandemie, der Impfquote unter den Kita-Beschäftigten sowie den Eckdaten aus der Erhebungsphase der COALA-Studie. Nachfolgend finden Sie einen Auszug der Highlights des Monatsberichts Juli 2021.

RAG-Stiftung und die Stadt Gelsenkirchen veröffentlichen Handreichung für pädagogische Fachkräfte in KiTas


Jedes Kind hat ein Grundrecht auf Bildung von den ersten Lebensjahren an – unabhängig von sozialer Herkunft und finanziellen Ressourcen der Eltern. Die Realität zeigt jedoch, dass in Deutschland so sehr wie in kaum einem anderen Land der Europäischen Union der Bildungserfolg von der sozialen Herkunft, insbesondere dem Bildungsgrad der Eltern, abhängt. Kindertageseinrichtungen kommt daher als erste Station auf dem Bildungsweg eine besondere Bedeutung zu. Schon dort muss es gelingen, dass insbesondere von Armut betroffene Kinder unterstützt werden und sie ihre Stärken und Talente entfalten können.

Eine DIW-Studie zeigt Stimmungsbild bei Erzieher*innen


Wie bewerten ErzieherInnen ihre Arbeit selbst, wie stark sind sie belastet und wie zufrieden mit ihrer Arbeit? Diesen Fragen geht eine neue DIW-Studie auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) nach. Dabei wird ein Vergleich mit anderen Berufsgruppen angestellt – Berufen, die entweder ebenfalls soziale Dienstleistungen anbieten oder vergleichbare Ausbildungsniveaus haben und in denen überwiegend Frauen tätig sind.