Insgesamt 130.000 Euro Preisgelder / über 1.200 Kitas und Initiativen hatten sich beworben


Ausgezeichnet haben jetzt das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit weiteren Partnern fünf Kitas und fünf lokale Bündnisse für frühe Bildung aus ganz Deutschland im großen Finale des Deutschen Kita-Preises. Aus über 1.200 Bewerbungen konnten sich 20 Finalisten qualifizieren, die in einem mehrstufigen Prozess ausgewählt wurden. Anfang Juni hat dann eine 17-köpfige Jury aus Wissenschaft, Fachpraxis, Gewerkschaften, Politik und Eltern die zehn Preisträger des Deutschen Kita-Preises 2021 ausgewählt.
Die jetzt erschienene Studie „Beteiligung von Kindern im Kita-Alltag“ (BiKA) nimmt das Kinderrecht auf Partizipation unter die Lupe und untersucht die Qualität in der Kindertagesbetreuung mit Fokus auf die Beteiligung von Kleinkindern. Mit Fokus auf die Jüngsten wurden im Krippenbereich per Video aufgezeichnete Situationen analysiert und die pädagogischen Fachkräfte und Eltern zu ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Einschätzungen befragt. Die videografierten und näher untersuchten Szenen sind Schlüsselsituationen im Kita-Alltag: Spielsituationen, dialogische Buchbetrachtungen und das gemeinsame Essen.
Zum Scheitern des Koalitionsvorhabens, Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern, erklärt das Aktionsbündnis Kinderrechte (Deutsches Kinderhilfswerk, der Kinderschutzbund, UNICEF Deutschland, in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind):
"Das Scheitern der Verhandlungen über die Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz ist ein herber Dämpfer für die Kinder, Jugendlichen und Familien unseres Landes, die in den vergangenen Monaten ohnehin schon wenig Unterstützung erfahren haben. Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, dass Kinderrechte bisher zu häufig übergangen werden.
In der heutigen Landtagssitzung hat Niedersachsen Kultusminister Grant-Hendrik Tonne auch Stellung zur (dualisierten) Ausbildung und zur Fachkräftegewinnung bezogen und sagte:  "Dualisierte Ausbildungen können dazu beitragen, dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Sie sind einer von mehreren Bausteinen. Es bedarf zahlreicher Schritte, die in unserem Niedersachsenplan „Mehr Fachkräfte für die Kita!" festgelegt sind und erfolgreich umgesetzt werden."
In der heutige Landtagssitzung hat Niedersachsens Kultusminister Grant-Hendrik Tonne noch einmal Stellung zu Verankerung der Dritten Fachkraft im NKiTaG Stellung bezogen und seine Pläne ausgeführt. Grundsätzlich unterstrich er jedoch zunächst, dass „die frühe Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege die Grundlage für die gesamte Bildungsbiographie eines Menschen bildet“. Oberste Priorität habe daher eine „umfassende Teilhabe an frühkindlicher Bildung“.
Kinder haben ein Recht auf Gehör und Beteiligung und wissen eigentlich am Besten, was sie in der KiTa gebrauchen, um sich wohl zu fühlen. Doch nur selten wird ihre Perspektive bei der Qualitätsentwicklung von KiTas einbezogen. Wie das systematisch geschehen kann, zeigte Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann im Rahmen der kostenlosen nifbe-Vortragsreihe „KiTa in Corona-Zeiten“ auf. Moderiert wurde die Veranstaltung von den nifbe-Mitarbeiterinnen Meike Sauerhering und Gerlinde Schmidt-Hood.
Die Entwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung ist dem Paritätischen Gesamtverband ein wichtiges Anliegen. Mit dem sogenannten Gute-KiTa-Gesetz hat der Bund einen ersten Beitrag dazu geleistet. Damit es jedoch nicht dabei bleibt, erhebt der Paritätische Gesamtverband welche Bedarfe in den Kindertageseinrichtungen hinsichtlich der qualitativen Weiterentwicklung bestehen.

Koalition verabschiedet Stufenplan

In Niedersachsen wird eine Verbesserung beim Fachkraft-Kind-Schlüssel in Kindergartengruppen gesetzlich festgeschrieben. Darauf haben sich die Landesregierung und die Koalitionsfraktionen SPD und CDU geeinigt. Demnach wird der Entwurf des „Niedersächsischen Gesetzes über Kindertagesstätten und Kindertagespflege" (NKiTaG) um einen verbindlichen Einstieg in die 3. Kraft in Kindergartengruppen erweitert. Hierzu hat man sich auf einen Fünfstufenplan verständigt, wobei die Stufen 1 und 2 gesetzlich verankert werden und die Stufen 3 - 5 in einem Entschließungsantrag beschrieben werden.
Der Verein "Mittendrin Hannover e.V." bittet um Unterstützung, um die Inklusion und das Recht auf einen integrativen/inklusiven Kindergartenplatz doch noch im NKiTaG zu verankern:
Die niedersächsische Landesregierung engagiert sich auch in den Jahren 2021 und 2022 weiterhin für die Qualifizierung von Praxismentorinnen und Praxismentoren und bietet kostenfreie Weiterbildungen an.