kinder achtsam und beduerfnisorientiert begleiten in krippe kita und kindertagespflege 978 3 451 38930 6 69762Nicht weniger als den Bildungs- und Erziehungsauftrag neu definieren möchten die Kindheitspädagog*innen und Bloggerinnen Lea Wedewardt und Kathrin Hohmann mit ihrem Ansatz der achtsamen und bedürfnisorientierten Begleitung von Kindern in der KiTa. Ziel ist ein gleichwürdiges Miteinander in der KiTa, in der auch schwierige Situationen ohne Manipulation, Strafen oder Belohnung gemeistert werden.

Häufige Gefährdung der Aufsichtspflicht  als Folge

„40 Prozent der Kitaleitungen geben an, dass sie in mehr als einem Fünftel der Zeit wegen Personalunterdeckung ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen können", so Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), anlässlich der Veröffentlichung der DKLK-Studie 2021.
Mit einer kostenlosen Impulsreihe möchte das IRC Deutschland Fachkräften aus Kita und Schule die Möglichkeit geben, in kurzen interaktiven Einheiten praktische Anregungen für die pädagogische Arbeit zum Thema Achtsamkeit zu erhalten.
Trotz massivem Kita-Ausbau zeigt sich seit Jahren dasselbe Bild: Im Westen gibt es zu wenig Plätze und im Osten betreut eine Fachkraft zu viele Kinder. Dieses doppelte Ost-West-Gefälle können Bund und Länder innerhalb der kommenden zehn Jahre weitgehend auflösen, wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Notwendig sind insbesondere mehr Erzieher:innen.
Für Niedersachsen und Bremen hat sich jetzt ein neuer KiTa-Fachkräfteverband gegründet. Er will sich für bessere Rahmenbedingungen in Kindertagesstätten einsetzen. Hauptziel des Verbandes ist es auch, den pädagogischen Fachkräften eine Stimme zu geben und diese gebündelt, sowie fachlich untermauert, in die Gesellschaft und Politik
zu tragen.

Die Frage nach der (oftmals gravierend eingeschränkten) Partizipation von Kindern oder auch Eltern zog sich wie ein roter Faden durch die Corona-Pandemie und muss jetzt noch einmal genau in den Blick genommen werden - nicht zuletzt, weil das Mitreden, Mitentscheiden und Mithandeln der Kinder in der KiTa auch die entscheidende Grundlage für die Demokratiebildung ist. Kinder müssen Demokratie von Anfang an in ihrer KiTa leben und erleben, um sich später zu mündigen, toleranten und verantwortungsvollen Erwachsenen entwickeln zu können.
Die Bundestagswahl rückt näher, die Parteien bereiten sich auf die heiße Phase des Wahlkampfs vor. Die neue Bundesregierung wird für viele gesellschaftliche Themen entscheidende Impulse für die nächsten Jahre setzen. Bildungsthemen stehen nicht zuletzt durch die Erfahrungen der Corona-Pandemie für viele Wähler*innen ganz oben auf der Agenda. Der frühkindlichen Bildung wird jedoch oft im Vergleich mit anderen Bildungseinrichtungen nur ein geringer Stellenwert beigemessen. Dabei reichen die positiven Effekte frühkindlicher Förderung bis ins Erwachsenenalter, die Zeit in der Kita legt die Basis für den späteren Erfolg in der Schule.

Ein Diskussionsbeitrag von Nina Weimann-Sandig, Silvia Hamacher und Katja Belenkij


Die Corona-Pandemie konfrontiert uns mit gesellschaftlichen Herausforderungen und politischen Entscheidungen, die mit zunehmender Länge gerade mit Blick auf das Wohl von Kindern und Familien immer mehr Fragen aufwerfen. Im Rahmen einer Veranstaltung im Januar 2021 befassten sich auf Einladung der Ev. Akademie Sachsen, der FH Erfurt und der Ev. Hochschule Dresden, über 110 Fachkräfte aus der Frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) mit diesen sozialen Auswirkungen. Die zentrale Erkenntnis: Corona fungiert als Spiegel und Verstärker von Krisenelementen, die sich bereits vor der Pandemie abgezeichnet hatten. Zwei zentrale Thesen wurden von Wissenschaftler*innen und Fachkräften übereinstimmend postuliert:

Studie mit erschreckenden Ergebnissen

In KiTas arbeiten viele pädagogische Fachkräfte aufgrund des zunehmenden Personalmangels am Rande ihrer Belastungsgrenzen. Dadurch fällt es ihnen manchmal schwer, feinfühlig mit den Kindern umzugehen. Es kann sogar zu verletzendem Verhalten kommen. Prof. Dr. Regina Remsperger-Kehm sowie ihre Kollegin Prof. Dr. Astrid Boll haben nun gemeinsam eine Studie zum Thema „Verletzendes Verhalten in Kitas“ veröffentlicht. Ihre Ergebnisse zeigen die verschiedenen Ausprägungen von verletzendem Verhalten und vor allem die Schwierigkeiten der Fachkräfte, einen Ausweg aus den entsprechenden Konfliktsituationen zu finden. Damit einher gehen bildungs- und gesellschaftspolitische Ansatzpunkte, wie sich solche Situationen vorbeugen ließen.
Pädagogische Fachkräfte für die frühe Bildung sind auf dem Arbeitsmarkt stark nachgefragt. Wer sich über die Möglichkeiten der Ausbildung und den direkten Berufseinstieg in das Arbeitsfeld der Erzieherinnen und Erzieher informieren möchte, findet online eine Fülle von Informationen und verliert schnell den Überblick.