Zwischenablage01Nach langer schwerer Krankheit ist diese Woche unsere ehemalige nifbe-Kollegin und das ehemalige nifbe-Kuratoriumsmitglied Annette Zängle im Alter von 51 Jahren verstorben. Wir werden sie als einen höchst engagierten, lebensmutigen, fröhlichen und kreativen Menschen in Erinnerung halten. Unser Mitgefühl gehört insbesondere ihrer Tochter und ihrem Sohn.

Die Landeselternvertretung der niedersächsischen Kindertagesstätten (Kita LEV) hat unter den Kita-Eltern in Niedersachsen eine Umfrage gestartet und eine hohe Belastung der Eltern während des Lockdowns und der Notbetreuung in KiTas festgestellt. Scharf kritisiert die 1. Vorsitzende auch, dass „Teilhabe an Bildung von Kindern vom Beruf der Eltern abhängt und nicht von deren Recht auf Bildung". Als erfreulich zeigte sich, dass der Kontakt der KiTa-Fachkräfte zu den nicht notbetreuten Kinder zu Hause sich im Vergleich zum ersten Lockdown deutlich verbessert hat.
Die SARS-CoV2-Pandemie hat seit fast einem Jahr (!) Auswirkungen auf alle frühpädagogischen Einrichtungen – und dabei natürlich auf die tägliche Arbeit der Kitaleitungen und Fachkräfte, auf die Familien und die Kinder.
Die Corona-Krise belastet Fachkräfte, Kinder und ihre Eltern gleichermaßen und fordert ihre psychische Widerstandskraft oder auch Resilienz heraus. Was ist diese Resilienz aber genau und wie kann sie in einer Krisensituation gezielt gestärkt werden? Und wie können Erwachsenen den Kindern Sicherheit vermitteln, auch wenn sie selbst erschüttert und belastet sind? Diese Fragen erläuterte Anne Kuhnert im Rahmen der kostenlosen digitalen nifbe-Vortragsreihe „KiTa in Corona-Zeiten“.

Auch Maßnahmen wie Hygienkonzepte und Digitalisierung förderfähig


Mit 94,4 Millionen Euro werden die Kommunen in Niedersachsen bei Investitionen in Kindertageseinrichtungen unterstützt. 64,4 Millionen stehen für Plätze in Krippen und der Kindertagespflege für Kinder unter drei Jahren bereit. Für Kindergärten sind 30 Millionen Euro für zusätzliche Plätze sowie Ausbau-, Umbau-, Sanierungs-, Renovierungs- und Ausstattungsmaßnahmen, wie z. B. Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten, zur Digitalisierung und zur Bewegungs- und Barrierefreiheit, vorgesehen. Die Mittel stammen aus dem 5. Bundesinvestitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung" 2020-2021 und sind aufgrund bundesgesetzlicher Regelung bis zum 30.06.2021 zu binden.
In einem offenen Brief wenden sich KiTa-Fachkräfte aus Niedersachsen mit einem empörten Appell an die Politik und teilen ihr mit, „dass wir nicht länger bereit sind, politisch und wirtschaftlich motivierte Beschwichtigungsphrasen hinzunehmen.“ Sie weisen auf das hohe Infektionsrisiko in KiTas hin und fühlen sich „ausgenutzt und wissentlich einer steigenden Gefahr ausgesetzt. Auch im Szenario C, auch in den Notgruppen.“ Sie fordern daher unter anderem eine prioritäre Impfung und Lüftungsanlagen für die Gruppenräume und geben ihrer Befürchtung Ausdruck, dass die aktuelle Situation dazu führt, „dass in kürzester Zeit noch mehr Leitungen und Erzieher*innen erschöpft und entmutigt aufgeben und diesem Arbeitsfeld den Rücken zukehren.“
Am Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) mit Sitz in Osnabrück ist in einem Drittmittelprojekt zum nächstmöglichen Termin die Stelle eine*r

wissenschaftlichen Mitarbeiter*in
(Entgeltgruppe gemäß Abschluss in Anlehnung an TVL, 50-90%)

befristet bis zum 31.12.2022 zu besetzen.

Verlängerung der Maßnahmen in Kita und Schule bis 14.02.2021

Dreiviertel aller Schülerinnen und Schüler im Distanzlernen, geteilte Lerngruppen in Grundschulen und Abschlussklassen bei Aufhebung der Präsenzpflicht, halbe Kita-Gruppen für Notbetreuung

Die aktuell geltenden Regelungen für Kindertageseinrichtungen und Schulen werden bis Sonntag, 14. Februar 2021, im Grundsatz verlängert. Für den Schulbesuch in Präsenz nach Szenario B in geteilten Klassen wird zudem die Möglichkeit auf reinen Distanzunterricht eingeräumt. Das ist das Ergebnis der Bund-Länder-Beratungen am späten Dienstagabend (19.01.2021) für Niedersachsen, wie das Kultusministerium mitteilt.

Die Bundesregierung hat heute den von der Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Christine Lambrecht, vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur ausdrücklichen Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz beschlossen. Damit setzt sie eine Vereinbarung des Koalitionsvertrags um.
Das Thema Armut spielt in vielen KiTas heute eine zunehmende Rolle. Die Cartoonistin Renate Alf hat das Thema mit spitzer Feder auf's Korn genommen und bringt Situationen im KiTa- Alltag auf den verblüffenden Punkt. Sie regt damit zum Perspektivwechsel und zum Dialog über dieses sensible Thema an:



Nifbe Armut Cartoons A2 querformat Ansicht Seite 1