Die Rechte der Kinder und ihre Partizipation sind in der Corona-Pandemie immer wieder aus dem Blick geraten und teilweise auch völlig ausgehebelt worden. Worauf ist in der KiTa und auch gesamtgesellschaftlich daher zu achten und wo muss man gegensteuern? Diese Fragen beantwortete Prof. Dr. Jörg Maywald im Rahmen der kostenlosen digitalen nifbe-Vortragsreihe „KiTa in Corona-Zeiten“. Moderiert wurde die Veranstaltung mit rund 400 Teilnehmer*innen von den nifbe-Transfermanagerinnen Inga Doll und Sandra Köper-Jocksch.
Auch nach den Osterferien werden in Niedersachsen die gültigen Regelungen für Öffnungs- und Schließungsszenarien von Kitas und Schulen fortgeschrieben. Neu hinzu kommt die Testpflicht im Schulbereich mittels Laien-Selbsttests zu Hause. Zudem werden die Testmöglichkeiten für das Personal im Bereich der frühkindlichen Bildung von einem Test auf zwei Selbsttests erweitert werden.

Wissenschaftliche Einordnung bisheriger Erkenntnisse

Wie verlaufen Covid-19-Erkrankungen bei Kindern und welche Rolle spielen diese im Infektionsgeschehen? Diese Frage ist gerade auch im Hinblick auf die Schließung oder Öffnung von KiTas zentral und die wissenschaftliche Erkenntnislage scheint derzeit widersprüchlich. In einem Info-Brief geht der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags jetzt auf eine Auswahl verschiedener Datenerhebungen bzw. Auswertungen zum Infektionsgeschehen bei Kindern ein und verweist auf zugrundeliegende wissenschaftliche Arbeiten.

Was zur Zeit schief läuft und wie die Rahmenbedingungen für KiTa  besser werden können

Seit vielen Jahren steigen die Anforderungen an die Arbeit von Fachkräften in der KiTa steil an und die Rahmenbedingungen halten nicht entsprechend Schritt. Die Corona-Pandemie hat noch einmal wie unter einem Brennglas gezeigt, dass das System KiTa auf Kante genäht ist und die (Belastungs-) Situation noch weiter verschärft. Wie kommen wir nun endlich zu besseren Rahmenbedingungen? Dieser Frage stellte sich die ver.di-Bundesreferentin und excellente Kennerin des KiTa-Feldes Dr. Elke Alsago im Rahmen der kostenlosen nifbe-Vortragsreihe „KiTa in Corona-Zeiten“. Moderiert wurde die Veranstaltung von den nifbe-Transfermanager*innen Gisela Röhling und Jörg Hartwig.
KorczakJanusz Korczak gilt als einer der bedeutendsten Pädagog*innen des letzten Jahrhunderts und als Wegbereiter der Kinderrechte und der Partizipation von Kindern. Heute sind den meisten pädagogischen Fachkräften jedoch nur noch eine wenige Zitate wie das „Recht des Kindes auf den heutigen Tag“ oder das „Recht des Kindes, das zu sein, was es ist“ bekannt - und Korczaks Leben, seine umfangreichen pädagogische Arbeiten und seine konkreten Praxisansätze bleiben im Nebel des Vergessens. Mit einer Monographie eröffnet die Frühpädagogin Irit Wyrobnik nun neue Perspektiven auf das Leben und Werk Korczaks und beleuchtet insbesondere auch, inwiefern seine Pädagogik heute noch aktuell für die Arbeit in den KiTas ist.

Positionspapier des didacta-Verbandes mit Forderungen und fachlichen Begründungen


Kinder wachsen mit digitalen Medien auf. Sie suchen gemeinsam mit ihren Eltern im Internet nach Ideen für das nächste Bastelprojekt, streamen mit ihnen den neuesten Animationsfilm oder hören eine spannende Kinderpodcastgeschichte, die jede Woche erscheint. Obwohl der Alltag vieler Kinder maßgeblich von der Digitalisierung geprägt ist, bleiben ihnen Funktionsweisen und Nutzungsmöglichkeiten technischer Geräte oft verborgen.

Studie und Online-Diskussion von InDiPäd zeigen Handlungsbedarfe und Erfordernisse auf

Die CoVid-19 Pandemie hat gesellschaftliche Fragen aufgeworfen, die an sich weder neu noch innovativ waren. Nachfragen und Impulse hinsichtlich einer sukzessiven Digitalisierung von Bildungsangeboten waren auch schon vorher erkannt und benannt worden. Die Umsetzung dieser Ideen und Impulse kam jedoch nur zögerlich voran und entsprach eher dem Motto: ‘Never change a running system!’ - Warum bestehende Formate und Strukturen in der Erwachsenenbildung verändern, wenn doch das System reibungslos funktioniert?!

Mehr als 100 Organisationen richten Appell an die Politik


Ein breites Bündnis von mehr als 100 Organisationen fordert in einem gemeinsamen Appell die Bundestagsfraktionen und die Bundesländer auf, sich bis zur Sommerpause auf ein Gesetz zur Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz zu einigen, das den Ansprüchen der UN-Kinderrechtskonvention gerecht wird. Der Aufruf „Kinderrechte ins Grundgesetz – aber richtig!“, der anlässlich der für morgen angesetzten 1. Lesung im Bundesrat veröffentlicht wurde, kritisiert den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf als unzureichend, da er keine Stärkung der Kinderrechte bedeutet.

Forcierte Teststrategie angekündigt

In Niedersachsen bleibt es auch nach den Osterferien zunächst beim Status Quo für Kitas und Schulen: Präsenzunterricht im Wechselmodell („Szenario B") und Kinderbetreuung in Regelgruppengröße ohne Gruppenmischung sind dann möglich, wenn die Infektionslage es zulässt.
Der Deutsche Kitaverband kritisiert die Entwurfsfassung des neuen Niedersächsischen KiTaG, die jetzt in den Kultusausschuss eingebracht werden soll. In einem Positionspapier heißt es u.a.:

"Der vom Kultusministerium eingebrachte Entwurf zur Neugestaltung des Kitagesetzes greift zu kurz und wird den aktuellen und zukünftigen Anforderungen eines modernen Kitabetriebs nicht gerecht. Eine Verbesserung von Qualitätsstandards oder des Personalschlüssels ist nicht in Sicht. So kann eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung nicht sichergestellt werden – die wichtige frühkindliche Bildung bleibt auf der Strecke.