Anlässlich des Weltkindertages am 20. September 2017 fordert Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern: „Leider werden die Interessen und Rechte von Kindern noch nicht überall in Deutschland ausreichend beachtet. Deshalb will ich mich weiter dafür einsetzen, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. Der Schutz und die Förderung ihrer Rechte, die besondere Berücksichtigung ihres Wohls bei jedem staatlichen Handeln und die Pflicht, Kinder und Jugendliche zu beteiligen, wenn es um sie geht, gehören dorthin, wo die grundlegenden Werte unseres Zusammenlebens geregelt sind.“

Anlässlich des Weltkindertages machen zahlreiche Initiativen in ganz Deutschland auf die Kinderrechte aufmerksam. In diesem Jahr werden mit dem Motto „Kindern eine Stimme geben“ die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern in den Mittelpunkt gestellt: Gemäß der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen haben alle Kinder das Recht auf Mitbestimmung, wenn es um ihre Belange geht.

„Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen ist eine große gesellschaftliche Errungenschaft. Sie gibt die Richtung vor: Parlamente, Verwaltungen und Gerichte müssen die Interessen von Kindern und Jugendlichen als einen vorrangigen Gesichtspunkt berücksichtigen“, erklärt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley.

Der Weltkindertag wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen 1954 ins Leben gerufen, um die Rechte der Kinder zu stärken. Über 140 Staaten begehen den Weltkindertag, um auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen. Bereits vor 25 Jahren unterzeichnete Deutschland die VN-Kinderrechts-konvention. Die UN-Kinderrechtskonvention enthält mit ihren 54 Artikeln spezifische Rechte zum Schutz, zur Förderung und zur Beteiligung von Kindern.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 120 Veröffentlicht am 19.09.2017; http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/weltkindertag--kinderrechte-im-grundgesetz-verankern-/119626


Anlässlich der Vorstellung des Konzeptes für ein nach Einkommen und Anzahl der Kinder gestaffeltes „Neues Kindergeld“ durch die Bundesfamilienministerin fordern AWO und ZFF die Bekämpfung von Kinderarmut entschieden anzugehen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen wird den Rechtsweg gegen die Arbeitsbelastung von Grundschullehrkräften beschreiten.

Zum vierten Mal lud das nifbe am 31.08.2017 die niedersächsischen Kita-Fachberatungen zu einem gemeinsamen Fachtag ein. Mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter vieler Träger sowie freie Fachberatungen waren der Einladung ins Freizeitheim Ricklingen in Hannover gefolgt.

Der Ausbau von Kitas und Kindertagespflege in den vergangenen Jahren war ein großer Erfolg. Aber nach wie vor gibt es große Unterschiede bei der Qualität der Angebote. „Ich werde mich für mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung einsetzen. Eltern und Kinder haben ein Recht auf gute Angebote. Die Weichen wurden dafür bereits mit dem Qualitätsprozess von Bund und Ländern in die richtige Richtung gestellt. Ein Qualitätsentwicklungsgesetz ist jetzt der nächste Schritt", sagt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley. „Dazu gehört, dass der Bund dauerhaft mehr Mittel für die Verbesserung der Qualität von Kitas zur Verfügung stellt. Wir müssen vor allem für bessere Arbeitsbedingungen von Erzieherinnen und Erziehern sorgen und ihren Beruf attraktiver machen. Klar ist: Qualität kostet Geld, aber nirgendwo sonst ist unser Geld besser angelegt. Gute Kitas schaffen gute Chancen für alle Kinder.“

Schulen laufen Gefahr, migrationsgesellschaftliche Ungleichheit fortzuschreiben oder gar zu fördern. Eine Studie der Universität Bremen und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat sich der Frage gewidmet, ob auch die Schule in der Migrationsgesellschaft angekommen ist und die Grundlagen der Lehrerbildung geprüft. Das Ergebnis: Die heute ausgebildete Generation von Lehrern wird nur unzureichend für Differenzsensibilität und Kritik an Diskriminierung qualifiziert.

Schule als Lebensraum gestalten


Zu erfolgreichen Bildungsbiografien von Kindern trägt eine gute Zusammenarbeit von Eltern und Lehrkräften maßgeblich bei. Unter dieser Perspektive findet am Dienstag, 24. Oktober 2017, im Gymnasium „In der Wüste“ die Tagung „Schule als Lebensraum. Kooperation zwischen Schule und Eltern am Übergang von GS/Sek.I“ statt. Sie ermöglicht Eltern, Lehrerinnen und Lehrern den Austausch über Faktoren und Konzepte, die zum Gelingen ihrer Kooperation beitragen. Veranstalter sind die Bildungsregionen in Stadt und Landkreis Osnabrück, die Niedersächsische Landesschulbehörde – Regionalabteilung Osnabrück, die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung e.V. (nifbe e.V.).

Die Veranstaltung beginnt mit einem einleitenden Vortrag zum Thema „Das Kind im Zentrum – Zusammenarbeit für eine gelungene Bildungsbiografie“ von Mathias Bartscher (Freiberuflicher Berater und Dozent). Anschließend diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Workshops Fragen der geteilten Bildungs-Erziehungsverantwortung, des Rollenverständnisses von Eltern und Lehrkräften sowie des Umgangs mit Heterogenität. Die Ergebnisse der Tagung sollen in spätere Angebote zur Weiterentwicklung von gelingender Elternmitwirkung und Partizipation in Schulen einfließen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung von Schule als Lebensraum für alle Beteiligten.

Die Tagung findet am Dienstag, 24. Oktober, von 18 bis 21 Uhr im Gymnasium „In der Wüste“, Kromschröderstraße 33, Osnabrück, statt. Die Anmeldung ist möglich über die Homepage www.nifbe.de. Fragen beantwortet Michaela Kruse-Heine unter der E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Deutsche Kita-Preis wird im Frühjahr 2018 Kitas und lokale Bündnisse auszeichnen, die besonders wirksame Arbeit in der frühen Bildung leisten.

Lohnt sich ein Studium der Kindheitspädagogik? Wo arbeiten die studierten Fachkräfte? Werden sie in Kitas gebraucht? Zwei Absolventinnen, eine Erzieherin und eine pädagogische Leitung schildern ihre Sicht. Von Sonja Alberti

Mehr als 50 Professorinnen und Professoren aus den Bereichen frühkindliche Entwicklung, Bildung und Erziehung fordern die Bundesregierung auf, ein Gesetz zur Verbesserung der Qualität in Kita und Kindertagespflege auf den Weg zu bringen:

"Die Forschung zu frühkindlicher Entwicklung und institutioneller Bildung, Erziehung und Betreuung liefert eindeutige Belege: Investitionen in strukturelle Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung führen zu einer verbesserten pädagogischen Qualität und wirken sich förderlich auf kindliche Bildungs- und Entwicklungsverläufe aus. Dieses Wissen ist empirisch abgesichert und gut dokumentiert - jetzt muss es genutzt werden! Die Verantwortung dafür, WIE dies geschieht, liegt nach wie vor in den Bundesländern, bei den Kommunen und Trägern. Dafür, DASS diese Erkenntnisse umgesetzt werden, bedarf es jedoch enormer Ressourcen mit Unterstützung des Bundes. Um allen Kindern unabhängig von Herkunft und Wohnort gleiche Chancen zu ermöglichen, muss jede künftige Bundesregierung sicherstellen, dass auch in finanzschwachen Regionen ein bedarfsgerechter quantitativer und qualitativer Ausbau von Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege ermöglicht wird. Es sollte dabei sichergestellt werden, dass die Mittel tatsächlich in der Kindertagesbetreuung und bei den Kindern ankommen.