Zu teils dramatischen Befunden kommt die neue DKLK-Studie im Hinblick auf die Lage in der institutionellen Kinderbetreuung. Insbesondere die aktuelle Personalsituation gibt dabei Anlass zur „Alarmstufe rot!“ Ziel der seit 2015 unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Haderlein durchgeführten repräsentativen Befragung ist es, ein umfassendes Bild der Eischätzungen und Gefühlslagen von Leitungskräften zu aktuellen Praxisfragen im Feld der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung zu liefern.

Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ fördert vielfältige Ideen


Mehr als 1.000 Angebote unterstützen mittlerweile bundesweit Familien auf dem Weg in die Kindertagesbetreuung. Das zeigt: Die geförderten Standorte im Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ treffen die Bedarfe der Familien in ihrer Region.  
Ab sofort können Träger von Kindertageseinrichtungen ihr Interesse bekunden, wenn sie am Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher – Nachwuchs gewinnen und Profis binden“ teilnehmen und eine Förderung von 37.440 Euro pro Auszubildender oder Auszubildendem erhalten möchten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das Onlineverfahren dafür gestartet.
Das Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Kitas (kogeki) bietet in Niedersachsen vier kostenlose Regionale Dialogwerkstätten an. Bei den halbtägigen Veranstaltungen setzt das kogeki den Schwerpunkt insbesondere auf die Gesundheitsförderung in den einzelnen Regionen Niedersachsens, um regionale Vernetzung und Austausch zu ermöglichen. Die Veranstaltungen bieten Anregungen und Handlungsmöglichkeiten, um den Anforderungen im beruflichen Alltag besser begegnen zu können.

keller4Die ehemalige nifbe-Forschungsstellenleiterin und emeritierte Prof. Dr. Heidi Keller ist von der international renommierrten Society for Research in Child Development für ihr Lebenswerk und „für herausragende Beiträge zum Verständnis internationaler, kultureller und kontextueller Diversität in der kindlichen Entwicklung“ geehrt worden.

Im nifbe stand für Heidi Keller insbesondere die systematische Analyse kultureller Einflüsse auf frühkindliche Entwicklungs – und Bildungsprozesse im Fokus (s.a. hier: Forschungsstelle Entwicklung, Lernen und Kultur)
Studien untersuchen Auswirkungen der elterlichen Bildung auf die langfristige Lebenserwartung ihrer Kinder und psychische Gesundheit im Erwachsenenalter. Ziel sollte sein, Gesundheit unabhängiger von Bildung der Eltern zu machen. Quantitativer und qualitativer Ausbau von außerfamilialen Bildungs- und Betreuungsmöglichkeiten könnte helfen.
Ein Interview zum "Aktionstag Klischeefreie Vielfalt" mit dem KiWin-Team der Hochschule Magdeburg-Stendal gemeinsam mit Kinderstärken e.V..

WiFF-Studie gibt Einblicke


Frühpädagogische Fachkräfte und Kinder in Kindertageseinrichtungen befinden sich in einem dynamischen Interaktionsgeschehen. Kernaufgabe der Fachkräfte ist es, in diesem Prozess immer wieder sensibel auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Diese Tätigkeit kann von ihnen als erfüllend oder auch als Quelle von Stressgefühlen wahrgenommen werden.
39% der Kita-Leitungen und 37% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine berufsbezogene Weiterbildung besuchen, übernehmen dafür selbst Kosten oder investieren ihre Freizeit – teilweise sogar beides. Dies zeigen Ergebnisse einer Fachkräftebefragung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).
Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft zu Bewerbungen um eine Förderung im Rahmen des Mikroförderfonds „Frühkindliche Demokratiebildung" auf. Mit diesem Sonderfonds unterstützt das Deutsche Kinderhilfswerk die Beschaffung von Praxismaterialien sowie die Inanspruchnahme von Teamfortbildungen. Ziel ist es dabei, frühkindliche Beteiligung, vielfaltsbewusste Arbeit, Demokratie- und Kinderrechtebildung in Kindertageseinrichtungen zu fördern. Anträge können Kindertagesstätten, frühkindliche Kindertagespflegeeinrichtungen und sonstige Einrichtungen des frühkindlichen Bildungsbereichs stellen. Bewerbungen sind bis zum 30.04.2019 möglich. Die Mikroförderung beträgt bis zu 1.500 Euro.