Schon vor der Covid-19-Pandemie kämpfte ein beträchtlicher Teil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland mit mentalen Problemen und fehlenden Chancen. Dies ist Ergebnis des UNICEF-Berichts zur Lage von Kindern in Deutschland 2021. Der Report unter dem Titel „Kinder – unsere Zukunft!“ warnt vor gravierenden Konsequenzen der Covid-19 Pandemie für das kindliche Wohlbefinden. Die Pandemie verschärft bestehende Probleme und stellt auch Eltern vor große Herausforderungen, ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen.
Ob in Büchern, Filmen, Computerspielen… , überall werden Kinder mit limitierenden Rollenbildern konfrontiert, mit Botschaften, die ihnen vermitteln, wie Jungen angeblich so sind, was Mädchen interessiert, was einen richtigen Mann ausmacht und was typisch sei für eine Frau. Und ganz viele Kinder kommen in diesen Geschichten gar nicht vor, weil sie die „falsche“ Hautfarbe, Herkunft oder Religionszugehörigkeit haben, nur ein Elternteil, das sich um sie kümmert oder weil sie eine Behinderung haben oder einfach nur andere Interessen und Wünsche. Doch „Anderssein“ der eigenen Person oder Familie kann zu Ausschluss und Diskriminierung führen. Deshalb ist es wichtig, die Themen Toleranz und Solidarität, Ausgrenzung und Mobbing, Zugehörigkeit und Normalität mit Kindern in der pädagogischen Praxis aufzugreifen.

Schnelltests, Impfungen, Luftfilter und Hygienekonzepte sichern den Kitabetrieb

Der Deutsche Kitaverband fordert, die Formulierung im Infektionsschutzgesetz (IfSG) anzupassen und die Kitas inzidenzunabhängig bundesweit offenzuhalten. Alleingänge der Bundesländer (vgl. § 28b Absatz 4) bei der Schließung von Kitas sorgen weiter für einen Flickenteppich an Regelungen.
41LbUR13uQL. SY264 BO1204203200 QL40 ML2 Wie geht man in der KiTa oder zuhause mit der Wut und den Aggressionen von Kindern um? Wie kann man Situationen entschärfen, vor denen man oft hilflos steht und aus immer wieder kehrenden Teufelskreisen „Engelskreise“ machen? Dies zeigt Kathrin Hohmann in ihrem Buch „Gemeinsam durch die Wut“ ebenso praxisnah wie wissenschaftlich fundiert auf.
Die Wege in den spannenden und abwechslungsreichen Beruf der Erzieherin oder des Erziehers sind vielfältig. Dabei variiert der Berufseinstieg je nach Bundesland, Schulabschluss, beruflichen Vorerfahrungen und Ausbildungsmodellen. Empfehlenswert ist es deshalb, sich bei Interesse an einer Ausbildung oder einem Studium umfassend zu informieren.

Um dem Fachkräftemangel in Kindertageseinrichtungen zu begegnen und eine breitere Zielgruppe zu erreichen, wurden bundesweit Ausbildungsplätze aufgestockt sowie neue Ausbildungsmodelle entworfen. Hierzu zählt die praxisintegrierte, vergütete Ausbildung (PiA), die durch das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive“ gefördert wird. Die „Expertise zur praxisintegrierten Ausbildung – Überblick, Perspektiven und Gelingensbedingungen“ baut auf bisherigen Ergebnissen der Evaluation des Bundesprogramms „Fachkräfteoffensive“ auf. Das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) an der Evangelischen Hochschule Freiburg stellt in der Expertise die Strukturmerkmale sowie Gelingens- und Hemmfaktoren der PiA vor. Zudem formuliert das ZfKJ Handlungsempfehlungen für die an der PiA beteiligten Akteurinnen und Akteure in Fachschule, Praxis und auf Trägerebene.

Jedes Kind soll Zugang zu einem qualitativ hochwertigen Kindertagesbetreuungsangebot haben. Deshalb unterstützt das Bundesfamilienministerium mit dem Gute-KiTa-Gesetz die Länder bis 2022 mit insgesamt rd. 5,5 Milliarden Euro. Die Länder können dabei sowohl in Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung als auch in die Entlastung der Eltern bei den Gebühren investieren.
Die Rechte der Kinder und ihre Partizipation sind in der Corona-Pandemie immer wieder aus dem Blick geraten und teilweise auch völlig ausgehebelt worden. Worauf ist in der KiTa und auch gesamtgesellschaftlich daher zu achten und wo muss man gegensteuern? Diese Fragen beantwortete Prof. Dr. Jörg Maywald im Rahmen der kostenlosen digitalen nifbe-Vortragsreihe „KiTa in Corona-Zeiten“. Moderiert wurde die Veranstaltung mit rund 400 Teilnehmer*innen von den nifbe-Transfermanagerinnen Inga Doll und Sandra Köper-Jocksch.
Auch nach den Osterferien werden in Niedersachsen die gültigen Regelungen für Öffnungs- und Schließungsszenarien von Kitas und Schulen fortgeschrieben. Neu hinzu kommt die Testpflicht im Schulbereich mittels Laien-Selbsttests zu Hause. Zudem werden die Testmöglichkeiten für das Personal im Bereich der frühkindlichen Bildung von einem Test auf zwei Selbsttests erweitert werden.

Wissenschaftliche Einordnung bisheriger Erkenntnisse

Wie verlaufen Covid-19-Erkrankungen bei Kindern und welche Rolle spielen diese im Infektionsgeschehen? Diese Frage ist gerade auch im Hinblick auf die Schließung oder Öffnung von KiTas zentral und die wissenschaftliche Erkenntnislage scheint derzeit widersprüchlich. In einem Info-Brief geht der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags jetzt auf eine Auswahl verschiedener Datenerhebungen bzw. Auswertungen zum Infektionsgeschehen bei Kindern ein und verweist auf zugrundeliegende wissenschaftliche Arbeiten.