Studie gibt Empfehlungen


Durch den quantitativen Ausbau an Plätzen der Kindertagesbetreuung in Folge des im Jahr 2013 eingetretenen Rechtsanspruchs auf Kindertagesbetreuung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, aber auch der erweiterten Öffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen sowie neuer struktureller und konzeptioneller Anforderungen – z. B. die Orientierung zu Familienzentren – wird derzeit versucht, das Platzangebot in der Kindertagesbetreuung bedarfsgerecht zu erweitern.

Aktuelle Daten zu Personal, Arbeit und Ausbildung in der Kindertagesbetreuung


Steigende Beschäftigungszahlen, größer werdende Einrichtungen und Teams, vielfältigere pädagogische Aufgaben: Die Frühe Bildung hat sich zu einem relevanten Teilarbeitsmarkt entwickelt, der weiter expandiert. Gleichzeitig erhält mit dem anhaltenden Kita-Ausbau die Frage nach dem Personal neue Brisanz: Wie kann es gelingen, genügend Nachwuchs für eine Ausbildung und eine Tätigkeit in der Kindertagesbetreuung zu gewinnen und frühpädagogische Fachkräfte längerfristig an das Arbeitsfeld zu binden
Das nifbe trauert um einen seiner Gründungsväter und um den langjährigen Vorstand Dr. Johannes Hartkemeyer. Er ist nach schwerer Krankheit am 15. Juli im Alter von 69 Jahren verstorben.
Wie sich Qualität in der Kindertagesbetreuung kontrollieren lässt, was gute Erzieherinnen und Erzieher auszeichnet und warum es die Entwicklungspsychologin Margarita Stolarova für notwendig hält, frühpädagogische Fachkräfte deutlich besser zu bezahlen.

  • DJI Impulse: Frau Stolarova, woran können Sie eine gute Kita erkennen?

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©Michael Latz
Dr. Margarita Stolarova: Als Mutter kann ich das schnell und eindeutig beantworten: Dort, wo sich meine Kinder wohlfühlen, wo sie gesehen werden und wo sie gerne hingehen, dort, wo sie sich entfalten und entwickeln können, ist eine gute Kita. Als Wissenschaftlerin fällt mir eine eindeutige Antwort hingegen schwerer. Denn in der Forschung wird heftig darüber gestritten, welche Kriterien eine gute Kita erfüllen muss und wie man diese erfassen, kontrollieren und optimieren kann. Wichtig ist: Wie wird das Kind begrüßt? Wie spricht die Erzieherin oder der Erzieher mit den Eltern? Ist die Atmosphäre im Gruppenraum angenehm und gelassen? Was passiert in den unausweichlichen Stresssituationen? Gibt es Rückzugsmöglichkeiten? Werden die Kinder mit ihren Interessen und Bedürfnissen wahr- und ernstgenommen – oder müssen sie funktionieren? Die Qualifikation des Personals ist deshalb aus meiner Sicht wesentlich. Gute Erzieherinnen und Erzieher behandeln Kinder respektvoll, unterstützen sie, sind ihnen zugewandt und lassen ihnen ihre Freiheiten.

Deutsches Kinderhilfswerk und Land Niedersachsen fördern Projekte zur Kinder- und Jugendbeteiligung mit 60.000 Euro

Das Deutsche Kinderhilfswerk und das Land Niedersachsen rufen zu Bewerbungen für ihren gemeinsamen Fonds zur Stärkung der Kinderrechte und Beteiligung von Kindern in Niedersachsen auf. Dafür stellen das Deutsche Kinderhilfswerk und das Land Niedersachsen in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 60.000 Euro bereit. Ziel des Förderfonds "Kinder stärken" ist es, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Insbesondere soll Kindern die Beteiligung an sie betreffenden gesellschaftlichen Entscheidungen ermöglicht werden. Die beantragten Projekte müssen bis Mitte Februar 2020 abgeschlossen werden. Die Projektförderung beträgt im Regelfall bis zu 5.000 Euro, im besonders begründeten Einzelfall sind Förderungen bis zu 10.000 Euro möglich.

Ergebnisse zeigen Nachholbedarf in Ausbildung und Studium auf


Was lernen Kinder in der Kita und der Schule zum Thema Ernährung? In welchen Fächern findet das Thema Platz? Und wie sind Lehrkräfte und pädagogisches Personal auf diese Aufgabe vorbereitet? Zu diesen und weiteren Fragen hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Studie "Ernährungsbezogene Bildungsarbeit in Kitas und Schulen" in Auftrag gegeben. Diese wurde heute in Berlin von Bundesministerin Julia Klöckner vorgestellt.

Internationales Weiterbildungsprogramm „Inklusive Bildung“ der Stiftung Universität Hildesheim


Das Internationale Weiterbildungsprogramm „Inklusive Bildung“ der Stiftung Universität Hildesheim präsentiert sich ab sofort in neuem „inhaltlichen Design“.

DJI-Zwischenbilanz zum Ausbau der Frühen Bildung in Deutschland


Aufgrund von Geburtenanstieg, Zuwanderung und steigender Nachfrage werden bis zum Jahr 2025 zusätzlich etwa 740.000 Betreuungsplätze für Kinder bis zur Einschulung benötigt, zeigen Berechnungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI). Damit werden in den kommenden Jahren mehr neue Plätze gebraucht als im vergangenen Jahrzehnt bereits erfolgreich geschaffen wurden. Gleichzeitig wollen Bund, Länder und Kommunen die Qualität der Betreuungsangebote erhöhen.
Der Paritätische Gesamtverband bietet in seiner Mediathek einen umfangreichen Schwerpunkt zur Partizipation und Demokratiebildung in der Kindertagesbetreuung. Geboten werden Videos, Dokumentationen und praktische Arbeitshilfen. Die Mediathek richtet sich an Erzieher*innen und Kindertagespflegepersonen, die umfassende Informationen suchen.

Kostenlose Arbeitshilfe für Kommunikation mit Eltern


„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – diese Erfahrung machen viele pädagogische Fachkräfte in den Kitas, wenn sie mit Eltern sprechen. Das Bundesfamilienministerium hat deshalb ein Bildbuch mit vielen Zeichnungen von alltäglichen Situationen in der Kita herausgegeben, das pädagogische Fachkräfte bei der Kommunikation mit Eltern unterstützt - auch wenn es sprachliche Hürden gibt.