Nach dem letzten Lockdown kehren die KiTas jetzt (je nach Inzidenzlage vor Ort) zum Regelbetrieb zurück und damit auch die Kinder und Eltern, die nicht in die Notbetreuung durften. Wie kann dieses „Wiederankommen“ von Fachkräften nun gut begleitet werden? Diese Frage stand im Fokus eines Vortrags von Anne Kuhnert im Rahmen der kostenlosen nifbe-Vortragsreihe „KiTa in Corona-Zeiten“. Moderiert wurde die Veranstaltung von den nifbe-Transfermanager*innen Valeria Ege und Sandra Köper-Joksch.

Kostenloses Webinar | 25.03.2021, 15:00-16:00 Uhr


Seit Mitte März 2020 mussten sich, zum Großteil gezwungenermaßen, Fort- und Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte in ihren Formaten, Strukturen und Abläufen verändern und den pandemischen Begebenheiten anpassen. Auch wenn nicht alle Akteur:innen in der pädagogischen Erwachsenenbildung aufjubelten, so sahen dennoch Viele die entscheidenden Vorteile in den neuen digitalen Möglichkeiten.
„Wie geht es weiter mit dem „Gute KiTa-Gesetz?“ Diese Frage stand im Fokus der digitalen Frühjahrstagung der BAG-BEK und die Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Tina Friederich freute sich über die mit über 170 Teilnehmer*innen aus allen Ebenen der frühkindlichen Bildung „tolle Resonanz“. Sie unterstrich, dass es „jetzt an der Zeit ist konkret nach den Zukunftsplanungen zu fragen“, aber auch gleichzeitig noch einmal den Blick zurückzuwerfen sowie eine erste Zwischenbilanz des „Gute KiTa-Gesetzes“ zu ziehen.

Studie und Konferenz verdeutlichen hohe Arbeitsbelastung von Beschäftigten in der Sozialen Arbeit und warnen vor Deprofessionalisierungs-Tendenzen

Beschäftigte in der Sozialen Arbeit sind durch die Corona-Krise noch deutlich mehr belastet als sie es ohnehin schon vor der Pandemie waren. Das hat eine Studie der Hochschule Fulda in Zusammenarbeit mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ergeben. Befragt wurden hierzu mehr als 3.000 Beschäftige in sozialen Berufen wie beispielsweise Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Beschäftigte in der Altenpflege, in der Jugendarbeit, in Betreuungseinrichtungen und zahlreichen anderen Arbeitsfeldern.
Vor wenigen Minuten ist die Landtagsdebatte zum KiTaG zu Ende gegangen und ein zusätzlicher Stufenplan für die dritte Fachkraft scheint jetzt realistisch.

In der Landtagsdebatte verwiesen Kultusminister Grant Hendrik Tonne und der bildungspolitische Sprecher der SPD, Stefan Politze, auf das bisher Erreichte wie den massiven Platzausbau, die Fachkräftegewinnung und die Beitragsfreiheit. Tonne sprach von einer „hohen Priorität“ der Regierung für die frühkindliche Bildung und sah das NKiTaG als ein „Baustein“ und eine „tragfähige Grundlage“ für das zur Zeit Machbare. Als mittelfristige Perspektive kündigten sie aber auch einen „Stufenplan für die 3 KiTa-Kraft“ an, der im Kultusausschuss zusammen mit einem entsprechenden Entschließungsantrag vorgelegt werden soll.

Kostenloses Veranstaltungsprogramm


Das „Konzept Medienkompetenz in Niedersachsen“, das aktuell bis 2025 fortgeschrieben wird, sieht vor, Eltern in ihrer Erziehungskompetenz in Medienfragen zu stärken. Mit einer Kooperation zwischen dem Niedersächsischen Sozialministerium, der Niedersächsischen Landesmedienanstalt und der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen haben sich drei Akteure im Bereich des Jugendmedienschutzes versammelt, die gemeinsam die Medienerziehung in Familien stärken möchten. Unter dem Projekttitel „Digitale Welten – Was nutzt Ihr Kind“ wurden Referent*innen geschult und Materialien für die medienpädagogische Elternarbeit entwickelt.

Positionspapier beschreibt notwendige Schritte

„Ein Jahr Pandemie hat deutlich gemacht, dass mit dem Ausbau der Kindertagesbetreuung keine Weiterentwicklung der strukturellen Bedingungen erfolgt ist. Wie durch ein Brennglas zeigt sich der Handlungsbedarf. Die nächsten Jahre werden entscheidend für uns alle sein“, mahnt Clemens Bieber, Vorsitzender des KTK-Bundesverbandes.

Neuer Quartalsbericht erschienen

Nach ersten Zwischenergebnissen der Corona-KiTa-Leitungsbefragung werden Schutz- und Hygienemaßnahmen zunehmend strenger in den Kitas umgesetzt. Hierauf lassen Daten aus einer Befragung der Kita-Leitungen im Zeitraum Oktober 2020 bis Januar 2021 schließen. So konnten viele Kitas beispielsweise die Reduzierung von Kontaktmöglichkeiten durch noch konsequentere Gruppentrennungen, definierte Laufwege oder vereinbarte Zugangsbeschränkungen für Eltern beim Bringen und Abholen stetig verbessern. Um das Risiko einer Tröpfchen- und Aerosolübertragung zu reduzieren, wurde weiterhin unter anderem regelmäßig gelüftet.

100 Studierende der Studiengänge Kindheitspädagogik, Soziale Arbeit, ELP und Bildungswissenschaften sowie Lehrende und Mitarbeitende an der Fakultät für Soziales und Gesundheit der HAWK Hildesheim wenden sich mit einem Aufruf zur Qualitätssicherung und -entwicklung in Krippen an die Öffentlichkeit und an die Landesregierung.

Diskussion mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne zeigt Perspektiven für Qualitätsverbesserung auf


Aufgrund der massiven Kritik an der Entwurfsfassung für ein neues KiTaG (s.a. hier) hat die SPD-Fraktion jetzt zusammen mit Kultusminister Grant Hendrik Tonne zu einem offenen Expert*innen-Austausch eingeladen. „Die Jüngsten sind uns etwas wert“ unterstrich Stefan Politze als bildungspolitischer Sprecher einführend und erhoffte sich „einen konstruktiven Austausch zum Wohle der Frühkindlichen Bildung in Niedersachsen“.