Neue Erkenntnisse aus der Corona-KiTa-Studie

Das Deutsche Jugendinstitut und das Robert Koch-Institut haben ihren 5. Quartalsbericht zur Corona-KiTa-Studie herausgegeben – unter anderem mit spannenden Ergebnissen zur Art und Häufigkeit pädagogischer Aktivitäten während der Pandemie und mit neuen Zahlen zu den Impfquoten des pädagogischen Personals sowie zu den seit Juli deutlich steigenden Infektionsraten bei den Kindern.

Deutlich mehr Kinder aus bildungsferneren Familien besuchen eine Kindertageseinrichtung (Kita), wenn die Familie bei der Bewerbung unterstützt wird. Das ist das Ergebnis eines groß angelegten Feldexperiments in Rheinland-Pfalz.
Zum Auftakt der neuen kostenlosen nifbe-Zoom-Reihe „Partizipation und Demokratiebildung in der KiTa“ beleuchtete Prof. Dr. Annedore Prengel die demokratische und partizipative Beziehungsgestaltung in den ersten Jahren und räumte hier „noch viele Baustellen in der Praxis“ ein. Zugleich machte sie deutlich, dass dies ein „unabschließbarer Prozess ist“ und man sich einem Idealzustand immer nur annähern könne. Moderiert wurde der Vortrag und die anschließende gemeinsame Diskussion von den nifbe-Transfermanager*innen Valeria Ege und Gisela Röhling.
Wie hat sich die Arbeit der Fachberatung durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Digitalisierung verändert? Und wie kann dieser Wandel konstruktiv und nachhaltig weiter gestaltet werden? Diese Fragen standen im Fokus des mittlerweile 8. nifbe-Fachtags für niedersächsische Fachberater*innen, der zum zweiten Mal digital stattfand.
Die „jungen“ Kita-Fachkräfteverbände in den Bundesländern haben zum ersten Mal gemeinsam ein Positionspapier verfasst. Hierin werden die wichtigsten Ziele der nächsten Jahre zur Stärkung der frühkindlichen Bildung formuliert. Bis Ende 2025 sollte insbesondere der Personalmangel endlich behoben werden. Voraussetzung dafür muss es sein, dass Bund und Länder dies auch als gemeinsame Aufgabe begreifen und zügig an die Umsetzung gehen.

Bundesprogramm für Sprach-Kitas um 100 Millionen Euro aufgestockt - Gesundheitsschutz und Qualität stehen im Mittelpunkt

In den meisten Bundesländern hat das neue Kita-Jahr begonnen. Viele Kitas und die Kindertagespflege setzen den Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen fort. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ wird mit 100 Millionen Euro aufgestockt.

Eine kostenlose digitale Tagung der "Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit" (BAG-BEK) beleuchtet am Freitag, den 30.09., unter anderem, welche Konsequenzen aus der Corona-Pandemie zu ziehen sind und wie das System KiTa zukünftig krisenfest gestaltet werden kann.

Das nifbe hat zu seinem aktuellen Schwerpunktthema ein Doppel-Set mit Impulskarten für die Demokratiebildung in der KiTa herausgegeben. Ein Set widmet sich dabei grundsätzlich dem Aspekt der Beteiligung von Kindern in der KiTa und das zweite Set legt einen speziellen Fokus auf die Beteiligung in Schlüsselsituationen wie Essen, Schlafen oder Pflegesituationen.
Titelblatt I

Bislang umfassendste Studie weist Entwicklung in der Grundschulzeit nach


Sie gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten des Menschen: Die Fähigkeit, andere zu verstehen. Vielfach wird davon ausgegangen, dass Kinder diese vor allem im Vorschulalter entwickeln. Jetzt ist die bisher umfassendste Studie dazu erschienen, die erstmals in dieser Weise die Entwicklung während der Grundschulzeit erforscht hat. Sie zeigt: Dort setzt sich die Entwicklung wesentlich fort. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an die Bildung in Schulen sowie die Erziehung durch Eltern - denn bestimmte Bausteine dieser Fähigkeit sollten besonders gefördert werden.
Der Verein für frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen (fmks) hat ein kostenlos zum Download angebotenes Buch zur Qualität in zwei- und mehrsprachigen KiTas sowie Wissens- und Methodenkarten rund um das Thema veröffentlicht: