Das Spannungsfeld, in dem sich vor allem Grundschullehrkräfte befinden - jedes Kind individuell, seinen Voraussetzungen, Interessen und Ansprüchen gemäß fördern zu wollen und sich gleichzeitig gültigen Standards und Selektionsaufgaben verpflichtet zu fühlen - ist schon länger Gegenstand bildungstheoretischer Diskussion. Über welche Perspektiven, Professionalisierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten verfügt aber die schulische Praxis?
Dieser Herausgeberinnenband ist die konsequente Fortsetzung des Buches „Jedem Kind gerecht werden? Sichtweisen und Erfahrungen von Grundschullehrkräften“ von Claudia Solzbacher, Birgit Behrensen, Meike Sauerhering, Christina Schwer (ebenfalls 2012 im Carl Link Verlag erschienen), in dem unter anderem die Einstellungen und der Umgang niedersächsischer Grundschullehrkräfte mit diesen Herausforderungen untersucht und dargestellt werden.

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit den Positionen von Grundschullehrkräften zum Thema „individuelle Förderung“ und den damit verbundenen Herausforderungen. Es basiert auf quantitativen und qualitativen Daten aus einer Studie der Forschungsstelle Begabungsförderung im Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe), die hier übersichtlich präsentiert und praxisgerecht aufgearbeitet werden. Das Ergebnis ist eine gut strukturierte Darstellung des gegenwärtigen Umgangs mit Heterogenität, den sich daraus ergebenden Anforderungen in niedersächsischen Grundschulen und den hieraus zu folgernden Entwicklungs- und Professionalisierungs-Möglichkeiten.

Auf der einen Seite: Drei- bis sechsjährige Kinder, welche in der Kindertagesstätte spielen und forschen, basteln und konstruieren, fragen und suchen. „Wie kann ich mit den Bauklötzen einen möglichst hohen Turm bauen? Warum schwimmt ein Stück Holz, ein Stück Metall aber nicht? Hat ein Regenwurm Augen, können Fische hören?“


Auf der anderen Seite: ErzieherInnen, die gerne auf diese und ähnliche Fragen eingehen und die Kinder fördern würden, wären da nicht verschiedenste Probleme: „Ich weiss einfach zu wenig Bescheid in Natur und Technik; ich traue mir nicht zu mit den Kindern naturwissen-schaftliche Fragen und Experimente anzugehen; wir haben in unserer Kita kein entsprechendes Experimentiermaterial.“

Aus der Praxis für die Praxis – unter diesem Motto entwickelte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) das vorliegende Praxishandbuch zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten. „Gesundheitsförderung in Kitas berührt Kinder, Eltern und Mitarbeiter gleichermaßen. Mit vereinten Kräften können pädagogische Fachkräfte ihre Kita zu einer gesundheitsförderlichen Lebenswelt entwickeln. Ist die Gesundheitsförderung in Kitas ganzheitlich ausgerichtet und in das Konzept eingebettet, profitieren alle Kinder von nachhaltig verbesserten Bildungs- und Gesundheitschancen“ erläutert die Mitautorin und Schriftleiterin, Dorle Grünewald-Funk, den Ansatz des Praxishandbuchs.

Das reformpädagogisch orientierte Konzept des Offenen Kindergartens (OK) kann auf eine mittlerweile zwanzig Jahre alte Geschichte zurückblicken. Mit welcher Vielfalt und Innovationskraft sich das Konzept in der Praxis weiter entwickelt hat und welche Antworten es auf die komplexen neuen Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bietet, zeigen die OK-Pioniere Gerhard Regel und Uwe Santjer in dem von ihnen herausgegebenen Buch „Offener Kindergarten konkret in seiner Weiterentwicklung“

Gerhard Roth zählt zu den wichtigsten Naturwissenschaftlern in Deutschland und ist seit 1976 Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen. In seinem neuen Buch „Bildung braucht Persönlichkeit“ beleuchtet er aus neurobiologischer und –psychologischer Sicht die Grundbedingungen für ein besseres Lehren und Lernen und unterzieht dabei auch die gängigen Didaktiken einer kritischen Überprüfung.
Roth vertritt die Grundthese, dass Lehren und Lernen jeweils im Rahmen der Persönlichkeit des Lehrenden und Lernenden geschieht und in diesem Sinne von einer Vielzahl von – bewussten und unbewussten, rationalen und emotionalen - Faktoren abhängt. Die kognitive Entwicklung als Grundlage des Erwerbs von Wissen ist für ihn dabei „aufs Engste mit der emotional-motivationalen Entwicklung verknüpft“.
 

Ab dem Jahr 2013 soll in Deutschland jedes Kind bis zu drei Jahren eine Garantie auf einen Platz in KiTa, Krippe oder Tagespflege bekommen. Der quantitative Ausbau ist entsprechend in vollem Gange und die Kleinen und Kleinsten strömen auch schon in die Tagesbetreuung – doch stehen in der Praxis wie in der Aus- und Fortbildung derzeit überhaupt schon qualitativ tragfähige Erkenntnisse und Konzepte für deren bestmögliche Förderung und Begleitung zur Verfügung?

Dieser Frage geht vorliegendes Buch nun nach und beleuchtet dabei wissenschaftliche, bildungspolitische und praktische Perspektiven. So werden zentrale Forschungsergebnisse und Studien zur Betreuungsqualität und deren Effekte, die Herausforderungen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Umsetzung der wissenschaftlichen Grundlagen in die Praxis exemplarisch vorgestellt.

Der für den Schulbereich schon seit längerem hoch gehandelte Begriff der individuellen Förderung bekommt im Zuge der aktuellen Diskussion um Bildungsteilhabe und Chancengerechtigkeit auch in der Elementarpädagogik zunehmende Bedeutung. Trotz der Aktualität bleibt oftmals unklar, was genau mit „individueller Förderung“ gemeint ist und wie diese in den Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird. Die Forschungsstelle Begabungsförderung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) hat sich dieser Frage in einer umfangreichen Studie gewidmet, die unter Beteiligung eines repräsentativen Querschnitts niedersächsischer Kindertagesstätten (Kitas) durchgeführt wurde. Neben einigen theoretischen und praxisorientierten Beiträgen zum Thema lassen sich die Ergebnisse dieser Studie in dem aktuell erschienen Buch des nifbe nachlesen. Damit leistet das Institut einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion, der erstmalig in dieser Form im deutschsprachigen Raum zu finden ist.

Das Buch „Kinderalltag. Kulturen der Kindheit und ihre Bedeutung für Bindung, Bildung und Erziehung“ gibt einen Einblick in kulturelle Muster, die die sozialen Erfahrungen der ersten Lebensjahre prägen. Dabei wird vor allem auf zwei Prototypen fokussiert, deren Gegenüberstellung hilft, „Kultur überhaupt zu erkennen, denn normalerweise fällt uns das Vertraute, das „Normale“ nicht auf.“ (S. V), Diese Gegenüberstellung soll als Grundlage für weitere interdisziplinäre Fachdiskussionen dienen.

Das vorliegende Buch gliedert sich in vier Kapitel, die jeweils eine Erweiterung durch ergänzende Unterpunkte erfahren. Im ersten Kapitel steht die Beziehung von Entwicklung und Kultur im Vordergrund. Neben einer Einführung wird der Begriff der Kultur definiert und in den Zusammenhang mit Erziehungsstrategien gestellt. Die Autorin stellt dabei „die Alltagskultur, die Traditionen und die Weitergabe von Generation zu Generation beim Menschen, insbesondere die alltägliche Kultur des Erziehens kleiner Kinder“ in den Mittelpunkt. „Diese Kultur ist offensichtlich in unserem evolutionären Erbe verankert“.

Als eine besondere Form der Bewegungserziehung und als integratives bzw. präventives Förderangebot hält die Psychomotorik zunehmend Einzug in die KiTas und Krippen. Psychomotorik kann dabei als Konzept einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung verstanden werden, in dem die Bewegung eine wesentliche Rolle spielt.
In dem von Renate Zimmer herausgegebenen Band „Psychomotorik für Kinder unter 3 Jahren“ geben die AutorInnen neben einer fundierten Einführung in die Psychomotorik viele Anregungen und Beispiele für eine lustvolle und motivierende psychomotorische Praxis. „Ziel psychomotorischer Förderung ist es“, so Zimmer, „die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, ihm Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu vermitteln und damit zum Aufbau eines positiven Bildes der eigenen Person beizutragen.“