Neuer Band der nifbe-Schriftenreihe erschienen

inter 150Die Interkulturelle Kompetenz wird in unserer globalisierten Welt mit ihren vielfältigen Migrationsbewegungen und damit auch in Deutschland als einem Zuwanderungsland zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz. Gerade auch im Hinblick auf die frühkindliche Bildung und Entwicklung in Krippe und Kindertageseinrichtung und eine gelingende Integration von Anfang an ist das Wissen um den prägenden Einfluss von Kultur heute unerlässlich – und leider doch bisher fast sträflich vernachlässigt worden. Das neue nifbe-Buch „Interkulturelle Praxis in der KiTa“ schließt nun eine wichtige Lücke in der Fachliteratur und verbindet dabei wissenschaftliche Grundlagen mit praxisorientierten Fachbeiträgen sowie konkreten Beispielen aus der Praxis.

Innovative Publikation von Renate Zimmer


konrad rita 150Ein ebenso sinnliches wie lustvolles Bildungspaket zur integrierten Förderung von Bewegung, Sprache und Literacy bietet Renate Zimmer pädagogischen Fachkräften mit „Konrad und Rita“. Ein von Falko Honnen und Gabi Selbach liebevoll illustrierter Ordner mit pädagogischen Hintergrundinformationen, (Vorlese-) Geschichten und daran anknüpfenden Arbeitskarten für abwechslungsreiche Spiele sowie Sprach- und Bewegungsübungen wird dabei ergänzt durch zwei knuddelige Handpuppen.

Das innovative Konzept verknüpft, so Renate Zimmer, „die Lust der Kinder an Bewegung und die Freude am Spiel mit Sprache“. Aus den Geschichten rund um Konrad und Rita lassen sich in diesem Sinne vielfältige Sprach- und Bewegungsanlässe ableiten und sie bieten den Kindern die Möglichkeit, sich mit ihnen zu identifizieren und eigene Geschichten zu erfinden und z.B. mit den Handpuppen nachzuspielen.

KrippenpädagogikMit Macht strömen derzeit die Kleinsten in die wie Pilze aus dem Boden schießenden neuen Krippen sowie in die zunehmend altersgemischten Kindergartengruppen. Angesichts der vielerorts noch immer langen Wartelisten, rankt sich die öffentliche Diskussion fast ausschließlich um die Frage, ob der ab dem 1. August 2013 greifende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige eingelöst werden kann und ob dafür die vorgesehene 35prozentige Versorgungsquote ausreicht. Doch neben den quantitativen sind auch die qualitativen Herausforderungen des Krippenausbaus enorm – denn verlangt werden von den schon tätigen und in der Ausbildung befindlichen pädagogischen Fachkräften sicheres Grundlagenwissen und systematische Konzepte für die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kleinsten mit ihren ganz eigenen Bedürfnissen.

Das Spannungsfeld, in dem sich vor allem Grundschullehrkräfte befinden - jedes Kind individuell, seinen Voraussetzungen, Interessen und Ansprüchen gemäß fördern zu wollen und sich gleichzeitig gültigen Standards und Selektionsaufgaben verpflichtet zu fühlen - ist schon länger Gegenstand bildungstheoretischer Diskussion. Über welche Perspektiven, Professionalisierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten verfügt aber die schulische Praxis?
Dieser Herausgeberinnenband ist die konsequente Fortsetzung des Buches „Jedem Kind gerecht werden? Sichtweisen und Erfahrungen von Grundschullehrkräften“ von Claudia Solzbacher, Birgit Behrensen, Meike Sauerhering, Christina Schwer (ebenfalls 2012 im Carl Link Verlag erschienen), in dem unter anderem die Einstellungen und der Umgang niedersächsischer Grundschullehrkräfte mit diesen Herausforderungen untersucht und dargestellt werden.

Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit den Positionen von Grundschullehrkräften zum Thema „individuelle Förderung“ und den damit verbundenen Herausforderungen. Es basiert auf quantitativen und qualitativen Daten aus einer Studie der Forschungsstelle Begabungsförderung im Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe), die hier übersichtlich präsentiert und praxisgerecht aufgearbeitet werden. Das Ergebnis ist eine gut strukturierte Darstellung des gegenwärtigen Umgangs mit Heterogenität, den sich daraus ergebenden Anforderungen in niedersächsischen Grundschulen und den hieraus zu folgernden Entwicklungs- und Professionalisierungs-Möglichkeiten.

Auf der einen Seite: Drei- bis sechsjährige Kinder, welche in der Kindertagesstätte spielen und forschen, basteln und konstruieren, fragen und suchen. „Wie kann ich mit den Bauklötzen einen möglichst hohen Turm bauen? Warum schwimmt ein Stück Holz, ein Stück Metall aber nicht? Hat ein Regenwurm Augen, können Fische hören?“


Auf der anderen Seite: ErzieherInnen, die gerne auf diese und ähnliche Fragen eingehen und die Kinder fördern würden, wären da nicht verschiedenste Probleme: „Ich weiss einfach zu wenig Bescheid in Natur und Technik; ich traue mir nicht zu mit den Kindern naturwissen-schaftliche Fragen und Experimente anzugehen; wir haben in unserer Kita kein entsprechendes Experimentiermaterial.“

Aus der Praxis für die Praxis – unter diesem Motto entwickelte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) das vorliegende Praxishandbuch zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten. „Gesundheitsförderung in Kitas berührt Kinder, Eltern und Mitarbeiter gleichermaßen. Mit vereinten Kräften können pädagogische Fachkräfte ihre Kita zu einer gesundheitsförderlichen Lebenswelt entwickeln. Ist die Gesundheitsförderung in Kitas ganzheitlich ausgerichtet und in das Konzept eingebettet, profitieren alle Kinder von nachhaltig verbesserten Bildungs- und Gesundheitschancen“ erläutert die Mitautorin und Schriftleiterin, Dorle Grünewald-Funk, den Ansatz des Praxishandbuchs.

Das reformpädagogisch orientierte Konzept des Offenen Kindergartens (OK) kann auf eine mittlerweile zwanzig Jahre alte Geschichte zurückblicken. Mit welcher Vielfalt und Innovationskraft sich das Konzept in der Praxis weiter entwickelt hat und welche Antworten es auf die komplexen neuen Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bietet, zeigen die OK-Pioniere Gerhard Regel und Uwe Santjer in dem von ihnen herausgegebenen Buch „Offener Kindergarten konkret in seiner Weiterentwicklung“

Gerhard Roth zählt zu den wichtigsten Naturwissenschaftlern in Deutschland und ist seit 1976 Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen. In seinem neuen Buch „Bildung braucht Persönlichkeit“ beleuchtet er aus neurobiologischer und –psychologischer Sicht die Grundbedingungen für ein besseres Lehren und Lernen und unterzieht dabei auch die gängigen Didaktiken einer kritischen Überprüfung.
Roth vertritt die Grundthese, dass Lehren und Lernen jeweils im Rahmen der Persönlichkeit des Lehrenden und Lernenden geschieht und in diesem Sinne von einer Vielzahl von – bewussten und unbewussten, rationalen und emotionalen - Faktoren abhängt. Die kognitive Entwicklung als Grundlage des Erwerbs von Wissen ist für ihn dabei „aufs Engste mit der emotional-motivationalen Entwicklung verknüpft“.
 

Ab dem Jahr 2013 soll in Deutschland jedes Kind bis zu drei Jahren eine Garantie auf einen Platz in KiTa, Krippe oder Tagespflege bekommen. Der quantitative Ausbau ist entsprechend in vollem Gange und die Kleinen und Kleinsten strömen auch schon in die Tagesbetreuung – doch stehen in der Praxis wie in der Aus- und Fortbildung derzeit überhaupt schon qualitativ tragfähige Erkenntnisse und Konzepte für deren bestmögliche Förderung und Begleitung zur Verfügung?

Dieser Frage geht vorliegendes Buch nun nach und beleuchtet dabei wissenschaftliche, bildungspolitische und praktische Perspektiven. So werden zentrale Forschungsergebnisse und Studien zur Betreuungsqualität und deren Effekte, die Herausforderungen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Umsetzung der wissenschaftlichen Grundlagen in die Praxis exemplarisch vorgestellt.