Das reformpädagogisch orientierte Konzept des Offenen Kindergartens (OK) kann auf eine mittlerweile zwanzig Jahre alte Geschichte zurückblicken. Mit welcher Vielfalt und Innovationskraft sich das Konzept in der Praxis weiter entwickelt hat und welche Antworten es auf die komplexen neuen Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bietet, zeigen die OK-Pioniere Gerhard Regel und Uwe Santjer in dem von ihnen herausgegebenen Buch „Offener Kindergarten konkret in seiner Weiterentwicklung“

Gerhard Roth zählt zu den wichtigsten Naturwissenschaftlern in Deutschland und ist seit 1976 Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen. In seinem neuen Buch „Bildung braucht Persönlichkeit“ beleuchtet er aus neurobiologischer und –psychologischer Sicht die Grundbedingungen für ein besseres Lehren und Lernen und unterzieht dabei auch die gängigen Didaktiken einer kritischen Überprüfung.
Roth vertritt die Grundthese, dass Lehren und Lernen jeweils im Rahmen der Persönlichkeit des Lehrenden und Lernenden geschieht und in diesem Sinne von einer Vielzahl von – bewussten und unbewussten, rationalen und emotionalen - Faktoren abhängt. Die kognitive Entwicklung als Grundlage des Erwerbs von Wissen ist für ihn dabei „aufs Engste mit der emotional-motivationalen Entwicklung verknüpft“.
 

Ab dem Jahr 2013 soll in Deutschland jedes Kind bis zu drei Jahren eine Garantie auf einen Platz in KiTa, Krippe oder Tagespflege bekommen. Der quantitative Ausbau ist entsprechend in vollem Gange und die Kleinen und Kleinsten strömen auch schon in die Tagesbetreuung – doch stehen in der Praxis wie in der Aus- und Fortbildung derzeit überhaupt schon qualitativ tragfähige Erkenntnisse und Konzepte für deren bestmögliche Förderung und Begleitung zur Verfügung?

Dieser Frage geht vorliegendes Buch nun nach und beleuchtet dabei wissenschaftliche, bildungspolitische und praktische Perspektiven. So werden zentrale Forschungsergebnisse und Studien zur Betreuungsqualität und deren Effekte, die Herausforderungen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Umsetzung der wissenschaftlichen Grundlagen in die Praxis exemplarisch vorgestellt.

Der für den Schulbereich schon seit längerem hoch gehandelte Begriff der individuellen Förderung bekommt im Zuge der aktuellen Diskussion um Bildungsteilhabe und Chancengerechtigkeit auch in der Elementarpädagogik zunehmende Bedeutung. Trotz der Aktualität bleibt oftmals unklar, was genau mit „individueller Förderung“ gemeint ist und wie diese in den Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird. Die Forschungsstelle Begabungsförderung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) hat sich dieser Frage in einer umfangreichen Studie gewidmet, die unter Beteiligung eines repräsentativen Querschnitts niedersächsischer Kindertagesstätten (Kitas) durchgeführt wurde. Neben einigen theoretischen und praxisorientierten Beiträgen zum Thema lassen sich die Ergebnisse dieser Studie in dem aktuell erschienen Buch des nifbe nachlesen. Damit leistet das Institut einen Beitrag zur öffentlichen Diskussion, der erstmalig in dieser Form im deutschsprachigen Raum zu finden ist.

Das Buch „Kinderalltag. Kulturen der Kindheit und ihre Bedeutung für Bindung, Bildung und Erziehung“ gibt einen Einblick in kulturelle Muster, die die sozialen Erfahrungen der ersten Lebensjahre prägen. Dabei wird vor allem auf zwei Prototypen fokussiert, deren Gegenüberstellung hilft, „Kultur überhaupt zu erkennen, denn normalerweise fällt uns das Vertraute, das „Normale“ nicht auf.“ (S. V), Diese Gegenüberstellung soll als Grundlage für weitere interdisziplinäre Fachdiskussionen dienen.

Das vorliegende Buch gliedert sich in vier Kapitel, die jeweils eine Erweiterung durch ergänzende Unterpunkte erfahren. Im ersten Kapitel steht die Beziehung von Entwicklung und Kultur im Vordergrund. Neben einer Einführung wird der Begriff der Kultur definiert und in den Zusammenhang mit Erziehungsstrategien gestellt. Die Autorin stellt dabei „die Alltagskultur, die Traditionen und die Weitergabe von Generation zu Generation beim Menschen, insbesondere die alltägliche Kultur des Erziehens kleiner Kinder“ in den Mittelpunkt. „Diese Kultur ist offensichtlich in unserem evolutionären Erbe verankert“.

Als eine besondere Form der Bewegungserziehung und als integratives bzw. präventives Förderangebot hält die Psychomotorik zunehmend Einzug in die KiTas und Krippen. Psychomotorik kann dabei als Konzept einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung verstanden werden, in dem die Bewegung eine wesentliche Rolle spielt.
In dem von Renate Zimmer herausgegebenen Band „Psychomotorik für Kinder unter 3 Jahren“ geben die AutorInnen neben einer fundierten Einführung in die Psychomotorik viele Anregungen und Beispiele für eine lustvolle und motivierende psychomotorische Praxis. „Ziel psychomotorischer Förderung ist es“, so Zimmer, „die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, ihm Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu vermitteln und damit zum Aufbau eines positiven Bildes der eigenen Person beizutragen.“


Elternratgeber gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Sie suggerieren gerne den Eltern, nur einem bestimmten Konzept konsequent folgen zu müssen, und schon schreit ihr Baby nicht mehr, schläft wunderbar durch und gedeiht prächtig. Wenn das Erfolgsrezept nicht aufgeht, suchen die Eltern die Schuld oft bei sich selbst oder versuchen ihr Glück mit dem nächsten Erfolgsrezept sprich Ratgeber.

Allein aus diesem Grund sticht der neue Ratgeber „Babysprechstunde“ wohltuend bescheiden aus der Ratgeberfülle hervor. Er gestattet der mündigen Leserin, dem mündigen Leser – bereits im Vorwort –, beschriebene Aspekte durchaus anders zu sehen und zu bewerten und ermutigt Eltern, auch auf ihre eigenen Ideen zu hören.
Die Bildung von Anfang an ist in aller Munde und droht dabei immer öfter bedenkliche Blüten zu treiben und über das Ziel hinaus zu schießen.

 

Armin Krenz unternimmt es daher in dem von ihm herausgegebenen und eingeleiteten Buch „Kindorientierte Elementarpädagogik“ das „Wesentliche … in Augenschein zu nehmen, das Unwesentliche bewusst zu vernachlässigen und das Notwendige zu unternehmen“.

 
Vorliegendes Buch richtet sich an LeiterInnen von Kindertagesstätten und FachberaterInnen, die vor der Aufgabe stehen einerseits eine professionelle Eingewöhnung von jungen Kindern zu gewährleisten und andererseits daran interessiert sind, Erkenntnisse zu sichern und nachhaltig im Team lebendig zu erhalten. Die AutorInnen zeigen somit auch Wege auf, wie die Eingewöhnung jüngster Kinder mit einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung eines Teams verbunden werden kann.

 
Jedes der 16 Bundesländer in Deutschland hat mittlerweile einen eigenen Bildungsplan für die (früh-) kindliche Bildung und Erziehung vorgelegt. Doch welche Intentionen stecken hinter den alleine schon in Namensgebung und Umfang so unterschiedlichen Bildungsplänen? Wie werden sie in die Praxis umgesetzt und welche Verbindlichkeit kommt ihnen dabei zu? Taugen die Bildungspläne tatsächlich als Reform-Motoren für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung?


Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des vom nifbe herausgegebenen und von Prof. Dr. Renate Zimmer eingeleiteten Bandes „Starke Kitas – starke Kinder“. Aus verschiedenen Perspektiven und im Wechsel von wissenschaftlichen Beiträgen und Best Practice-Beispielen werden hier die Bedingungen einer erfolgreichen Umsetzung der Bildungspläne in den Blick genommen und Miss-Erfolgsfaktoren identifiziert.