Die Bildung von Anfang an ist in aller Munde und droht dabei immer öfter bedenkliche Blüten zu treiben und über das Ziel hinaus zu schießen.

 

Armin Krenz unternimmt es daher in dem von ihm herausgegebenen und eingeleiteten Buch „Kindorientierte Elementarpädagogik“ das „Wesentliche … in Augenschein zu nehmen, das Unwesentliche bewusst zu vernachlässigen und das Notwendige zu unternehmen“.

 

Vorliegendes Buch richtet sich an LeiterInnen von Kindertagesstätten und FachberaterInnen, die vor der Aufgabe stehen einerseits eine professionelle Eingewöhnung von jungen Kindern zu gewährleisten und andererseits daran interessiert sind, Erkenntnisse zu sichern und nachhaltig im Team lebendig zu erhalten. Die AutorInnen zeigen somit auch Wege auf, wie die Eingewöhnung jüngster Kinder mit einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung eines Teams verbunden werden kann.

 

Jedes der 16 Bundesländer in Deutschland hat mittlerweile einen eigenen Bildungsplan für die (früh-) kindliche Bildung und Erziehung vorgelegt. Doch welche Intentionen stecken hinter den alleine schon in Namensgebung und Umfang so unterschiedlichen Bildungsplänen? Wie werden sie in die Praxis umgesetzt und welche Verbindlichkeit kommt ihnen dabei zu? Taugen die Bildungspläne tatsächlich als Reform-Motoren für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung?


Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des vom nifbe herausgegebenen und von Prof. Dr. Renate Zimmer eingeleiteten Bandes „Starke Kitas – starke Kinder“. Aus verschiedenen Perspektiven und im Wechsel von wissenschaftlichen Beiträgen und Best Practice-Beispielen werden hier die Bedingungen einer erfolgreichen Umsetzung der Bildungspläne in den Blick genommen und Miss-Erfolgsfaktoren identifiziert.

 

Die Autorin beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie pädagogisch-ethische Aspekte im professionellen Umgang mit GrundschülerInnen bei der Unterrichtsgestaltung, der Weiterentwicklung von Schulkultur und Schulqualität im schulischen Alltag berücksichtigt werden. Sie beschreibt in ihrem Buch „Ethos und Schulqualität“ die Ergebnisse aus ihrer empirischen Untersuchung, in der sie zu dieser Thematik in drei europäischen Ländern - in Dänemark, Finnland und Deutschland - umfangreiches qualitatives Datenmaterial in mehreren Schulen erhoben und ausgewertet hat.

In keiner Lebensphase lernen Kinder mehr als in den ersten Jahren und hier werden die wichtigsten Grundlagen für ihr Selbst- und Weltbild gelegt. Der Körper und seine Sinne spielen dabei als Instrumente des Forschens, Entdeckens, Erfahrens und Lernens eine zentrale Rolle. Nach ihren Bestsellern „Schafft die Stühle ab“ und „Toben macht schlau“ zeigt Prof. Dr. Renate Zimmer dies nun auch in „Kinder unter 3 – von Anfang an selbstbewusst und kompetent“ ganz praxisnah für die Kleinsten auf.

Das vorliegende Buch bietet einen fundierten Überblick über verschiedene theoretische Hintergründe von Familienberatung im Zeitraum der frühen Kindheit und unterschiedliche ressourcenorientierte Beratungskonzepte werden präsentiert. Der Blick geht auch über Deutschland hinaus, wenn beispielsweise frühkindliche Selbstregulationsprozesse in einer kulturvergleichenden Perspektive betrachtet werden.

 

Sinnliche Einblicke in die Welt der Kinder gibt der vom nifbe heraus gegebene Bild- und Text-Band „Auf die ersten Jahre kommt es an“. Auf 32 großformatigen Bildern und einem Begleittext wird gezeigt, wie Kinder die Welt entdecken, sich entwickeln und zentrale Kompetenzen und Fertigkeiten erlangen. In den ästhetisch anspruchsvollen Schwarz-Weiß-Bildern von Bettina Meckel spiegeln sich so auf unmittelbare Weise Neugierde und Forschergeist, Herausforderung und Selbstwirksamkeit, Kreativität und Begabungsentfaltung wider.
 

Allein schon der Titel macht deutlich, dass hier wirkliche Fachleute ihr Wissen und ihre Erfahrungen eingebracht haben, um das systemische Arbeiten in Kindergärten nahe zu bringen. Ob nun für KinderpflegerInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen im Gruppendienst oder in Leitungsfunktion: für sozialpädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen aller Couleur bietet dieses Buch hervorragende Hilfestellung, um den „bunten Obstsalat systemischer Möglichkeiten“ schmackhaft zu finden – und andererseits auch auf dem „Teppich der Realität“ zu bleiben (daher vielleicht auch der hervorragende Titel). Die Lebensanschauung der Kinder wird genauso thematisiert wie auch die Kollegenschaft, die Eltern, das soziale Umfeld, die Verwaltung und die gesamtgesellschaftlichen Einflüsse. Dabei wird hier nicht sprunghaft von einem Thema zu nächsten gehüpft, sondern wohlsortiert aus dem "Obstladen Kindergarten" das jeweils hilfreiche "Obst" ausgewählt, um eine gute Basis und differenzierte Geschmäcker für einen wohltuenden Gesamtobstsalat zu erhalten.

Wie lernen Kinder heute und wie können Sie dabei optimal begleitet werden? Dieser Frage widmet sich der Braunschweiger Neurobiologe Martin Korte und greift dabei insbesondere auf neue Erkenntnisse der Hirnforschung, aber auch der (Motivations-) Psychologie und Pädagogik zurück. Ziel des Buches ist es, insbesondere Eltern, aber auch Pädagogischen Fachkräften Rüstzeug für die emotionale, soziale und geistige Bildung der Kinder zu bieten.

 Ohne Zweifel: Kinder sind geborene Lerner und der Schmierstoff des Lernens ist ihre Lust auf Neues, ihre unstillbare Neugierde: „Das kindliche Gehirn lernt immer – nur nicht immer das, von dem andere möchten, dass Kinder es lernen.“ Daher, so Martin Korte, komme es darauf an spielerisch der Neugierde des Kindes zu folgen und dabei die richtige Balance zwischen Anregung, Herausforderung und Erfolgserlebnis zu finden.

 

In ihrem Buch „Bildung und Erziehung in Deutschland“ nimmt das Autorenteam rund um Fabienne Becker-Stoll und Bernard Nagel sowohl die rahmengebenden Bildungs- und Orientierungspläne der Länder als auch zentrale Inhalte und neue wissenschaftliche Erkenntnisse der Elementarpädagogik in den Blick.

Mit den flächendeckend eingeführten Bildungs- und Orientierungsplänen sieht Bernard Nagel zunächst einmal den Bildungsauftrag von Kindertagesstätten eindeutig formuliert und in diesem Sinne die frühe Bildung als Fundament für das Bildungssystem.