Als eine besondere Form der Bewegungserziehung und als integratives bzw. präventives Förderangebot hält die Psychomotorik zunehmend Einzug in die KiTas und Krippen. Psychomotorik kann dabei als Konzept einer ganzheitlichen Entwicklungsförderung verstanden werden, in dem die Bewegung eine wesentliche Rolle spielt.
In dem von Renate Zimmer herausgegebenen Band „Psychomotorik für Kinder unter 3 Jahren“ geben die AutorInnen neben einer fundierten Einführung in die Psychomotorik viele Anregungen und Beispiele für eine lustvolle und motivierende psychomotorische Praxis. „Ziel psychomotorischer Förderung ist es“, so Zimmer, „die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, ihm Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu vermitteln und damit zum Aufbau eines positiven Bildes der eigenen Person beizutragen.“


Elternratgeber gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Sie suggerieren gerne den Eltern, nur einem bestimmten Konzept konsequent folgen zu müssen, und schon schreit ihr Baby nicht mehr, schläft wunderbar durch und gedeiht prächtig. Wenn das Erfolgsrezept nicht aufgeht, suchen die Eltern die Schuld oft bei sich selbst oder versuchen ihr Glück mit dem nächsten Erfolgsrezept sprich Ratgeber.

Allein aus diesem Grund sticht der neue Ratgeber „Babysprechstunde“ wohltuend bescheiden aus der Ratgeberfülle hervor. Er gestattet der mündigen Leserin, dem mündigen Leser – bereits im Vorwort –, beschriebene Aspekte durchaus anders zu sehen und zu bewerten und ermutigt Eltern, auch auf ihre eigenen Ideen zu hören.

Die Bildung von Anfang an ist in aller Munde und droht dabei immer öfter bedenkliche Blüten zu treiben und über das Ziel hinaus zu schießen.

 

Armin Krenz unternimmt es daher in dem von ihm herausgegebenen und eingeleiteten Buch „Kindorientierte Elementarpädagogik“ das „Wesentliche … in Augenschein zu nehmen, das Unwesentliche bewusst zu vernachlässigen und das Notwendige zu unternehmen“.

 

Vorliegendes Buch richtet sich an LeiterInnen von Kindertagesstätten und FachberaterInnen, die vor der Aufgabe stehen einerseits eine professionelle Eingewöhnung von jungen Kindern zu gewährleisten und andererseits daran interessiert sind, Erkenntnisse zu sichern und nachhaltig im Team lebendig zu erhalten. Die AutorInnen zeigen somit auch Wege auf, wie die Eingewöhnung jüngster Kinder mit einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung eines Teams verbunden werden kann.

 

Jedes der 16 Bundesländer in Deutschland hat mittlerweile einen eigenen Bildungsplan für die (früh-) kindliche Bildung und Erziehung vorgelegt. Doch welche Intentionen stecken hinter den alleine schon in Namensgebung und Umfang so unterschiedlichen Bildungsplänen? Wie werden sie in die Praxis umgesetzt und welche Verbindlichkeit kommt ihnen dabei zu? Taugen die Bildungspläne tatsächlich als Reform-Motoren für die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung?


Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des vom nifbe herausgegebenen und von Prof. Dr. Renate Zimmer eingeleiteten Bandes „Starke Kitas – starke Kinder“. Aus verschiedenen Perspektiven und im Wechsel von wissenschaftlichen Beiträgen und Best Practice-Beispielen werden hier die Bedingungen einer erfolgreichen Umsetzung der Bildungspläne in den Blick genommen und Miss-Erfolgsfaktoren identifiziert.

 

Die Autorin beschäftigt sich mit der Fragestellung, wie pädagogisch-ethische Aspekte im professionellen Umgang mit GrundschülerInnen bei der Unterrichtsgestaltung, der Weiterentwicklung von Schulkultur und Schulqualität im schulischen Alltag berücksichtigt werden. Sie beschreibt in ihrem Buch „Ethos und Schulqualität“ die Ergebnisse aus ihrer empirischen Untersuchung, in der sie zu dieser Thematik in drei europäischen Ländern - in Dänemark, Finnland und Deutschland - umfangreiches qualitatives Datenmaterial in mehreren Schulen erhoben und ausgewertet hat.

In keiner Lebensphase lernen Kinder mehr als in den ersten Jahren und hier werden die wichtigsten Grundlagen für ihr Selbst- und Weltbild gelegt. Der Körper und seine Sinne spielen dabei als Instrumente des Forschens, Entdeckens, Erfahrens und Lernens eine zentrale Rolle. Nach ihren Bestsellern „Schafft die Stühle ab“ und „Toben macht schlau“ zeigt Prof. Dr. Renate Zimmer dies nun auch in „Kinder unter 3 – von Anfang an selbstbewusst und kompetent“ ganz praxisnah für die Kleinsten auf.

Das vorliegende Buch bietet einen fundierten Überblick über verschiedene theoretische Hintergründe von Familienberatung im Zeitraum der frühen Kindheit und unterschiedliche ressourcenorientierte Beratungskonzepte werden präsentiert. Der Blick geht auch über Deutschland hinaus, wenn beispielsweise frühkindliche Selbstregulationsprozesse in einer kulturvergleichenden Perspektive betrachtet werden.

 

Sinnliche Einblicke in die Welt der Kinder gibt der vom nifbe heraus gegebene Bild- und Text-Band „Auf die ersten Jahre kommt es an“. Auf 32 großformatigen Bildern und einem Begleittext wird gezeigt, wie Kinder die Welt entdecken, sich entwickeln und zentrale Kompetenzen und Fertigkeiten erlangen. In den ästhetisch anspruchsvollen Schwarz-Weiß-Bildern von Bettina Meckel spiegeln sich so auf unmittelbare Weise Neugierde und Forschergeist, Herausforderung und Selbstwirksamkeit, Kreativität und Begabungsentfaltung wider.
 

Allein schon der Titel macht deutlich, dass hier wirkliche Fachleute ihr Wissen und ihre Erfahrungen eingebracht haben, um das systemische Arbeiten in Kindergärten nahe zu bringen. Ob nun für KinderpflegerInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen im Gruppendienst oder in Leitungsfunktion: für sozialpädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen aller Couleur bietet dieses Buch hervorragende Hilfestellung, um den „bunten Obstsalat systemischer Möglichkeiten“ schmackhaft zu finden – und andererseits auch auf dem „Teppich der Realität“ zu bleiben (daher vielleicht auch der hervorragende Titel). Die Lebensanschauung der Kinder wird genauso thematisiert wie auch die Kollegenschaft, die Eltern, das soziale Umfeld, die Verwaltung und die gesamtgesellschaftlichen Einflüsse. Dabei wird hier nicht sprunghaft von einem Thema zu nächsten gehüpft, sondern wohlsortiert aus dem "Obstladen Kindergarten" das jeweils hilfreiche "Obst" ausgewählt, um eine gute Basis und differenzierte Geschmäcker für einen wohltuenden Gesamtobstsalat zu erhalten.