Seit 11. Dezember ist das neue Portal "Frühe Bildung online"  im Netz. Diese auch mit dem nifbe-Portal kooperierende und von Prof. Dr. Hilde von Balluseck herausgegebene  Website führt die verschiedenen Aspekte der frühkindlichen Bildung zusammen:
  • Eine vom Kind ausgehende, durch wissenschaftliche Ergebnisse gestützte Perspektive auf kindliche Entwicklung
  • Alle Bildungsorte und damit die Einbeziehung formaler, informeller und non-formaler Bildung
  • Die Strukturen, Qualität und das Personal der Bildungsinstitutionen
  • Die Ausweitung der frühkindlichen Bildung auf das gesamte Kindesalter (bis 13 Jahre).
Selbstkompetenzen wie Selbstmotivation, Selbstberuhigung, Selbstwahrnehmung oder auch emotionale Ausdrucksfähigkeit bilden die Basis des Lernens und ebenso die Basis für die Entfaltung von Begabungen – dies haben in den letzten Jahren unter anderem die Ergebnisse der nifbe-Forschungsstelle Begabungsförderung unter Beweis gestellt. Die Grundlagen von Selbstkompetenz werden in der frühen Kindheit gelegt und im Laufe des Lebens weiter ausgebaut. So ist Selbstkompetenz als Teil der Persönlichkeitsentwicklung in der gesamten Bildungsbiographie wirksam.

Neues Bundesprogramm in Berlin vorgestellt


Viele wichtige Grundsteine für die Entwicklung und den späteren Bildungserfolg von Kindern werden bereits in den ersten Lebensjahren gelegt. Trotz großer Anstrengungen von Trägern und Fachkräften können laut der NUBBEK-Studie [1] aber nur rund zehn Prozent der Kitas und Kindertagespflegeangebote in Deutschland als qualitativ hochwertig bezeichnet werden.
Nach dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz besteht jetzt die Herausforderung einer konsequenten Qualitätsentwicklung für die Bildung, Betreuung und Erziehung der Kleinsten. Wie dies gelingen kann und welche Herausforderungen dabei zu bewältigen sind, stand im Fokus der nifbe-Tagung „Was brauchen Krippen?“ im Schloss der Universität Osnabrück. Wie Moderatorin Maria Korte-Rüther vom nifbe ausführte, sollte mit dieser Tagung auch eine „Zwischenbilanz der Qualifizierungsinitiativen des nifbe zur Arbeit mit Kindern unter drei Jahren gezogen werden“.
Inklusion online 1Eine Positionierung und Bestandsaufnahme zur Inklusion in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung hat das nifbe jetzt als Online-Text Nr. 1 vorgelegt. Damit möchte das nifbe einerseits eine inhaltliche Orientierung und andererseits einen kompakten Überblick zu Rahmenbedingungen, Aktivitäten und Angeboten für die Implementierung von Inklusion im Elementarbereich bieten.

Eine Zehnjahresbeobachtung des Instituts für Hochschulforschung


Im deutschen Bildungssystem treffen Kinder bzw. Heranwachsende auf umso höher qualifiziertes pädagogisches Personal, je älter sie werden. Das heißt umgekehrt: Sie treffen, je jünger sie sind, auf desto geringer qualifiziertes Personal. Auf diese Situation reagierten seit 2004 zahlreiche Initiativen zur Etablierung frühpädagogischer Hochschulstudiengänge. Die Expansion ist mittlerweile zum Stillstand gekommen – Gelegenheit für eine Bilanzierung des Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

3,9 Millionen Euro für drei Verbundprojekte mit hohem Praxisbezug

Das Land Niedersachsen fördert drei neue Verbundprojekte zum Thema „Frühkindliche Bildung und Entwicklung – Kooperative Forschung und Praxistransfer“. Von 2017 bis 2019 werden die Vorhaben mit insgesamt 3,9 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStif¬tung unterstützt.

„Wir stärken die Forschung im Bereich der frühkindlichen Bildung und Entwicklung und geben damit wichtige Impulse für die Arbeit mit Kindern. Die Projekte bearbeiten unterschiedliche Forschungsbereiche mit einem hohen Transferbezug, damit neue Erkenntnisse schnell in die Praxis gelangen“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur. Parallel zur erfolgreichen Neuorganisation des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) stellt die Landesregierung damit weitere Fördermittel für die Grundlagenforschung zur frühkindlichen Bildung bereit.

Insgesamt sind zu dieser Ausschreibung zehn Anträge eingegangen. Die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) hat diese vergleichend begutachtet. Gefördert werden mit jeweils bis zu 1,3 Mio. Euro drei Projekte:

  • "Inklusive Bildungsforschung der frühen Kindheit als multidisziplinäre Herausforderung" an der Universität Hildesheim
  • „Alltagsintegrierte Unterstützung kindlicher Bildungsprozesse in inklusiven Kindertageseinrichtungen Weiterentwicklung der professionellen Kompetenzen im Bereich der kognitiven Aktivierung in Fachkraft-Kind-Interaktionen“ an der Leibniz Universität Hannover und
  • "Zur sozialen Bedingtheit von Bildungs- und Entwicklungschancen durch Bewegung. Empirische Studien und Praxistransfer unter dem Fokus von Diversität" an der Georg-August-Universität Göttingen

Ziel der Ausschreibung war es, Forschungsvorhaben zu fördern, die sich interdisziplinär und kooperativ auf hohem wissenschaftlichem Niveau und anwendungsorientiert dem Forschungsgegenstand „Frühkindliche Bildung und Entwicklung“ widmen. Die Anträge sollten sich beispielweise mit frühkindlicher kognitiver, sozialer und emotionaler Entwicklung und dem Kompetenzaufbau befassen. Auch sollen die Projekte die Strukturen und die Qualität der frühkindlichen Bildung sowie die Professionalisierung von frühpädagogischen Fachkräften und deren Kompetenzausbau in den Blick nehmen.


Quelle: Presseinfo MWK


Zur Homepage des Forschungsverbundes

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Wie können jetzige und zukünftige pädagogische Fachkräfte gemeinsam mit Kindern die Welt der Dinge und Phänomene entdecken und erforschen, mit ihnen experimentieren und kreativ gestalten? Dies zeigte die mittlerweile 3. Messe MINT des nifbe im Hannoveraner „Sofaloft“, zu der wieder zahlreiche ErzieherInnen, FachschullehrerInnen, FachschülerInnen und Eltern gekommen waren.

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Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat auf die gestiegene Qualität der Kindertagespflege in Niedersachsen hingewiesen. „Während im Jahr 2006 lediglich rund 24 % der Tagesmütter und Tagesväter über eine Grundqualifizierung im Umfang von 160 Stunden verfügten, ist dieser Anteil heute auf fast 90 % angewachsen. 20 Prozent der Kindertagespflegepersonen haben sogar einen pädagogischen Berufsabschluss. Das zeigt, dass in Niedersachsen auch in der Kindertagespflege qualifiziertes Personal die Qualität der Betreuungsangebote sicherstellt", sagte die Kultusministerin am heutigen Montag in Hannover zur Eröffnung einer Fachtagung des Niedersächsischen Kindertagespflegebüros.

DJI-Jahrestagung mit Standortbestimmung

Die veränderte Kindheit und die Perspektiven für die Entwicklung der Kindertagesbetreuung standen im Fokus der hochkarätig besetzten Jahrestagung des Deutschen Jugendinstituts. Spannende Schlaglichter wurden hier untere anderem auf die KiTa als eigener Bildungsort, die Qualitätsfrage und die Chancengerechtigkeit gerade auch im Hinblick auf Kinder aus sozial prekären Lagen oder mit Migrationshintergrund geworfen.