Anlass zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen gaben die jetzt vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen zur Kindertagesbetreuung von Kindern unter 3 Jahren. Mit einer Betreuungsquote von 19,2 Prozent gehört Niedersachsen zu den Schlusslichtern in Deutschland. Nur Nordrhein-Westfalen schneidet mit einer Betreuungsquote von 15,9 Prozent schlechter ab.

 

Ringvorlesung zur Elementarpädagogik gestartet

Prof. Dr. Hilmar HoffmannIn Kooperation von Universität Osnabrück und nifbe ist jetzt die prominent besetzte Ringvorlesung „Pädagogisches Handeln im Feld der frühen Kindheit“ mit einem Vortrag von Prof. Dr. Lothar Krappmann gestartet. Sie bietet im jetzigen Winter- und kommenden Sommersemester eine systematische Einführung in die Elementarpädagogik – von den entwicklungspsychologischen Grundlagen über aktuelle pädagogische Handlungsansätze bis hin zur Geschichte des Kindergartens. Sie vermittelt dabei, wie Prof. Dr. Hilmar Hoffmann von der nifbe-Forschungsstelle Elementarpädagogik ausführte, „insbesondere Wissen über die Kinder und ihre Familien“.

Die Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe), Prof. Dr. Renate Zimmer, wertet die von der Koalitionsregierung jetzt beschlossene Einführung des Betreuungsgeldes für Kleinkinder ab 2013 als „bildungspolitisch falsches Signal“. Priorität müsse es haben, die Qualität der institutionellen Betreuung in Krippe und Kindertagesstätte konsequent zu verbessern und die Kinder so in den ersten Jahren „auf bestmögliche Weise zu begleiten und zu fördern.“

Die Ausbildung der AusbildnerInnen stand im Fokus einer in Kooperation von Leuphana-Universität und nifbe durchgeführten Tagung in Lüneburg. „Denn die bisher allzu sehr vernachlässigte Professionalisierung der Ausbildungsbereiche“, so die Tagungs-Organisatorinnen Prof. Dr. Maria Eleonora Karsten und Maria Thünemann-Albers, „ist eine entscheidende Voraussetzung für die qualitative Weiterentwicklung der gesamten frühkindlichen Bildung und Entwicklung.“ In diesem Sinne wies auch nifbe-Geschäftsführer Reinhard Sliwka in seinem Grußwort der Ausbildung der AusbildnerInnen eine „Schlüssel- und Scharnierfunktion“ bei der weiteren Professionalisierung des frühkindlichen Feldes zu.

Einen Besuch stattete jetzt der niedersächsische Landtagsvizepräsident Hans-Werner Schwarz (FDP) dem nifbe in Osnabrück ab. nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer sowie nifbe-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Heidi Keller und nifbe-Geschäftsführer Reinhard Sliwka informierten Schwarz über aktuelle Arbeitsschwerpunkte des nifbe wie zum Beispiel die Sprachförderung und diskutierten gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft.

Die Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit soll besser werden! Dieser Vorsatz bewegt Fachöffentlichkeit, Elternschaft und Politik. Die Frage ist jedoch: Was genau heißt besser? Welches Ziel wird mit all den Initiativen verfolgt, die in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland ins Leben gerufen wurden?


Um diese Frage aus der Sicht der Praxis zu beleuchten, hat Prof. Dr. Julia Schneewind (Hochschule Osnabrück) im Rahmen des nifbe-Professionalisierungs-Projektes „Die Besten für die Kleinsten“ für das Bundesfamilienministerium den Bericht „Kita 2020 – aus Sicht der Praxis“ erstellt. Seit September 2010 wurden dafür verschiedene Workshops, Diskussionsrunden und Befragungen mit insgesamt 60 Erzieherinnen und Kitaleitungen sowie Fachberaterinnen durchgeführt.

Wie lässt sich herausfinden, was Kindern wirklich Freude macht und wo ihre Begabungen liegen? Was ist ihr Begabungspotenzial und wie können wir es aktivieren? Wo können Begabungen ihren Ausdruck finden? Welche Rolle spielen dabei Umwelt, Erfahrungen und Kultur? Im Rahmen des Spannungsfeldes dieser und weiterer Fragen diskutiert und forscht die interdisziplinäre Forschungsstelle Begabungsförderung des nifbe.

Viele Einrichtungen machen sich in Niedersachsen derzeit auf den Weg zu einem Familienzentrum – doch was bedeutet das inhaltlich und strukturell? Was sind die zentralen Interessenlagen und Fragen, wo gibt es am meisten Beratungs- und Unterstützungsbedarf? Diese und andere Fragen möchte eine Online-Umfrage des nifbe zum Entwicklungsstand von Familienzentren beantworten. Sie richtet sich an Kindertageseinrichtungen, Familienbildungsstätten, Mehrgenerationenhäuser und Beratungseinrichtungen

Die Vielfalt und Zunahme an Arbeitsanforderungen, die unangemessene Bezahlung und die Kritik an der ErzieherInnenausbildung lösen sowohl im Arbeitsfeld „Kita“ als auch auf Fach- und Hochschulebene rege Diskussionen aus. Es wurden einige Hebel in Bewegung gesetzt, um den Professionalisierungsprozess im frühpädagogischen Bereich voranzutreiben und den Ansprüchen früher Bildung, Erziehung und Betreuung gerecht zu werden

KiTa Kinnerhuck in Strackholt erhält 2. Preis des landesweiten Klasse KiTa-Wettbewerbs

In einer bunten Feierstunde ist die Strackholter Kindertagesstätte Kinnerhuck mit dem mit 2.500 Euro dotierten 2. Preis des landesweiten Klasse KiTa-Wettbewerbs des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) ausgezeichnet worden. In ihrer Laudatio zeigte sich die Jury-Vorsitzende und nifbe-Forscherin Prof. Dr. Heidi Keller begeistert von der „gelebten Vielfalt“ in der KiTa Kinnerhuck mit ihren vier integrativen Gruppen und 72 Kindern.