Einen offenen Raum für das kreative Spielen, Gestalten und Experimentieren von Kindern mit verschiedensten Materialien und entsprechende Workshops und Austauschmöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte – das bietet die jetzt in Hannover eröffnete „NetzWerkstatt einfallsreich!", die gemeinsam vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (Regionalnetzwerke Mitte und SüdOst), der Landeshauptstadt Hannover, der Kunstschule KunstWerk e.V. sowie der HAWK Hildesheim und der Leibniz Universität Hannover getragen wird.

Panorama-Materialien 535

Stellenausschreibung Wissenschafts-Transfer

In der Koordinierungsstelle des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung ist zum 01.01. 2015 eine volle Stelle für den Wissenschafts-Transfer zu besetzen. Die Stelle ist zunächst bis zum 31.12.2015 befristet und wird nach TVL vergütet.

Cover Handbuch KinderkrippeNach dem rasanten quantitativen Ausbau der institutionellen Betreuung unter Dreijähriger muss jetzt die Konzentration auf deren qualitative Entwicklung gelegt werden. Notwendig ist dafür ein fundiertes Wissen zu den Entwicklungsbedürfnissen der Kleinen und Kleinsten sowie eine entsprechende Ausrichtung der pädagogischen Praxis in Krippe und altersgemischten Gruppen.

Wertvolle Unterstützung bietet hierfür das „Handbuch Kinderkrippe“ des Autoren-Trios Fabienne Becker-Stoll, Renate Niesel und Monika Werftein vom Institut für Staatspädagogik in München.

 

Unter dem Titel „Die Würde des Menschen achten" zeigte der XV. Göttinger Kongress für Erziehung & Bildung jetzt Wege zur Inklusion in Kita, Schule und Gesellschaft auf. In Kooperation mit dem nifbe hatte Kongressleiter Dr. Karl Gebauer ein sehr vielfältiges Programm aufgestellt, in dem sich die ganze Bandbreite der Inklusion widerspiegelte. Grundsätzlich, so Gebauer, gelte es „alle Menschen mit ihren einzigartigen Eigenschaften und Ressourcen, mit ihren Stärken und Schwächen anzunehmen, zu beteiligen und zu fördern – egal ob Menschen mit Handicaps, mit ganz verschiedenen kulturellen und sozio-ökonomischen Hintergründen, ob Junge oder Mädchen, ob klein oder groß."

Die im Oktober diesen Jahres in den Ruhestand verabschiedete nifbe-Forscherin Prof. Dr. Heidi Keller ist von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) für ihr Wissenschaftliches Lebenswerk geehrt worden. Heidi Keller leitete von 2008 - 2014 die nifbe-Forschungsstelle Entwicklung und Kultur und war zugleich Vorstandsmitglied des nifbe. In der Laudatio der DGPs wird die wissenschaftliche Leistung von Heidi Keller wie folgt gewürdigt:

 

keller 125"Mit Heidi Keller ehrt die Deutsche Gesellschaft für Psychologie eine Forscherin, deren wissenschaftliches Lebenswerk international große Sichtbarkeit erlangt hat. In ihren frühen Arbeiten widmete sie sich der Entwicklung des Neugierde- und Explorationsverhaltens, des Gedächtnisses und der Emotionsregulation bei Kindern sowie der frühen Eltern-Kind-Bindung, im Besonderen dem intuitiven Elternverhalten und der mütterlichen Sensitivität.

 

Lange wurde die Lese-Rechtschreibstörung (auch Legasthenie genannt) als zusammenhängendes Störungsbild angesehen. Eine Studie im Rahmen des Forschungszentrums IDeA (Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk) zeigt nun: Kinder mit einer Lesestörung weisen andere Defizite im Arbeitsgedächtnis auf als Kinder mit einer Rechtschreibstörung. Die Lernschwierigkeiten im Bereich des Lesens und des Schreibens müssen daher deutlicher als bisher als verschiedene Störungen betrachtet werden – und nicht als Varianten derselben Lernstörung.

Wie kann Niedersachsen den Fachkräftebedarf in den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sichern? Mit dieser Frage beschäftigen sich 200 Expertinnen und Experten auf einer öffentlichen Fachtagung in Hannover. Eingeladen hatten das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie das Niedersächsische Kultusministerium.

Babys können sich noch nicht mit Worten verständigen – dennoch können sie sich deutlich mitteilen. Sie „sagen" mit Gesten, Blicken und dem ganzen Körper, was sie brauchen und wünschen, was ihnen Angst oder Freude macht. Jedes Kind ist dabei anders und seine Signale, seine Zeichen sind immer auch aus der Situation heraus zu deuten. Weinen und Schreien zum Beispiel kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Andere Signale wie Wegdrehen oder Zunge herausstrecken haben bei Kindern eine ganz andere Bedeutung als bei Erwachsenen. So sind die Signale des Babys für Eltern und Pädagogische Fachkräfte oftmals nicht klar zu übersetzen und sie stehen vor der Frage: „Was will mir das Baby sagen?".

Die Stadt Oldenburg gewann kürzlich eine mit 90.000 Euro prämierte Förderung im Rahmen des niedersächsischen Wettbewerbes „Kommunale Modellvorhaben zur Stärkung der Inklusion auf der örtlichen Ebene". Im Interview mit Jenna Hartmann vom nifbe-Regionalnetzwerk NordWest erläutert Dr. Holger Lindemann, der 2012 die Projektleitung und wissenschaftliche Begleitung der Inklusion an Oldenburger Schulen übernommen hat, den „Oldenburger Weg zur Inklusion".

 

In der psychologischen Abteilung der Forschungsstelle „Begabungsförderung" des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) ist zum nächst möglichen Zeitpunkt für den Zeitraum bis zum 31.12.2015 die Stelle einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters (EntgGr. 13 TV-L , 50 % ) zu besetzen.

Das nifbe ist ein An-Institut der Universität Osnabrück.