Bleibt die Pädagogik auf der Strecke?

9 Monate 4 Tage her #561 von Forourchildren22
Hallo zusammen,

ich habe die Diskussion mit großem Interesse verfolgt!
Meiner Meinung nach, ist es für die Kinder schwierig den normalen Alltag zu finden. Sie haben nämlich gerade keinen normalen Alltag und das nicht nur seit ein paar Wochen sondern schon viel zu lange.
Die Kinder haben keinen aktiven Kontakt nach außen zu anderen Mitschülern und das Lernen ist dadurch schwerer für die Kinder. Es fehlt der Vergleich, das gegenseitige Helfen und der Austausch der Kinder untereinander. Da alles digital ist, schotten sich die Kinder immer weiter ab und verlernen dadurch den Umgang miteinander.

Ich denke, dass das enorme Auswirkungen auf die Weiterentwicklung, sowie auch die pädagogische Entwicklung der Kinder haben wird. Das wird sich in der Zukunft dann noch deutlicher zeigen.

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10 Monate 3 Wochen her #483 von Anna38
Das ist eine schwierige Frage...
Ich denke, dass die pädagogische Bildung weiterhin möglich ist, allerdings wird es viel viel schwerer als vorher.
Natürlich kann man mit kleinen Kindern nicht gut Online-Unterricht machen, weshalb da auch die Eltern viel mithelfen müssen. Dass die nicht immer Zeit haben aufgrund von Arbeit,... ist natürlich auch verständlich.
Ist eine wirkliche schwierige Zeit gerade.

LG!

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1 Jahr 3 Monate her #231 von FrischGebackeneMama

suedost schrieb: Die Kolleg*innen aus dem Transfermanagement des nifbe sind mit vielen Fachleuten als dem Feld in Kontakt.
- Je besser und intensiver der Kontakt zu Eltern und Familien in der Schließung war, desto besser klappt es auch mit dem "wieder-Eingewöhnen". Am Schwersten haben es hier Kitas, die aus den verschiedensten Gründen für Eltern und Fachberater*innen nicht  oder nur schlecht erreichbar waren. Kinder profitieren von gutem Informationsfluss und Transparenz zwischen Kita und Elternhaus.

Ich habe den selben Eindruck! Kinder, die schlecht erreichbar waren, tun sich viel schwerer wieder in den Alltag zurückzukehren. Das liegt auch oft daran, dass sie zu Hause ein wenig geregeltes Umfeld haben. Ihnen haben in den letzten Monaten die Strukturen gefehlt, an die sie sich jetzt wieder gewöhnen müssen. Der Unterschied ist teilweise groß. 

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1 Jahr 4 Monate her #199 von suedost
Die Kolleg*innen aus dem Transfermanagement des nifbe sind mit vielen Fachleuten als dem Feld in Kontakt.

Neben vielen Fragen und Bedenken, die uns erreichen hören wir auch immer wieder aus der Praxis, dass der Betrieb in den Kitas - soweit schon wieder aufgenommen- ganz gut funktioniert. Hier einige Aussagen der letzen Woche:

- Je besser und intensiver der Kontakt zu Eltern und Familien in der Schließung war, desto besser klappt es auch mit dem "wieder-Eingewöhnen". Am Schwersten haben es hier Kitas, die aus den verschiedensten Gründen für Eltern und Fachberater*innen nicht  oder nur schlecht erreichbar waren. Kinder profitieren von gutem Informationsfluss und Transparenz zwischen Kita und Elternhaus.

-Die meisten Kinder haben die Zeit zu Hause ganz gut durchlebt und teilweise auch große Entwicklungssprünge gemacht. Das wird auch bei Kindern aus prekären Lebenslagen beobachtet. Wie immer führen also viele unterschiedliche Faktoren dazu, ob es Kindern auch ohne den Besuch der Kita gut ergeht oder eben nicht so gut. 

- Viele Kolleg*innen, die als Risikogruppe gelten, kommen in die Kita und arbeiten normal, einige reduzierten Stunden. Das berichtet eine Fachberaterin, die überregional tätig ist. Ein großer "Schwund" war dort bisher nicht zu verzeichnen. Man hofft, das das im Herbst/Winter während der normalen Grippe- und Erkältungszeit so bleibt.

- Es gibt nur wenige Kitas, die die Ausnahmeregelungen zum Personal nach den Vorgaben des MK ausschöpfen, so berichtete eine Fachberaterin, die viele Kitas betreut. Es ist also zu hoffen, dass die Absenkungen der pädagogischen Qualität ausbleibt.

-Alle sind ein bisschen "Video-Müde" und sind wieder in kleinen Gruppen persönlich zusammen, auch in Leitungskonferenzen oder Fortbildungen. Nichts kann den zwischenmenschlichen Kontakt ersetzen!



Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Eindrücke schildern!


Iris Hofmann
nifbe Hildesheim

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1 Jahr 7 Monate her - 1 Jahr 7 Monate her #162 von BrunoCapra
Ich würde gerne die gestellten Fragen umformulieren:
Ich weiß, dass es Hunderttausenden von Kolleg*innen gibt, die jeden Tag alles geben damit den Kindern gut geht. Das Gesamtergebnis allerdings, bleibt, auf Gesamtdeutschland betrachtet, mittelmäßig (1). Mit allen den Konsequenzen. Für die Kinder, die Familien und die Gesellschaft
Wie soll es auch anders sein, wenn die Struktur trotz „Gute-Kita“-Gesetz weiterhin auf Kante genäht ist?

Ich nenne hier als zentraler (aber nicht einzelner) Faktor, den immer wieder diskutierten Personalschlüssel. Der war schon im Februar nicht ausreichend, um die angesetzten Ziele zu erreichen.
Und dann kam Corona.

Ich habe in meinem kleinen Rahmen, einen Personalmehraufwand von 20 bis 40% ausgerechnet, um die Hygieneempfehlungen einigermaßen einzuhalten. Meine Berechnung deckt sich mit den Informationen, die ich von anderen Trägern in Berlin habe. Wir bräuchten also, sagen wir, 30% mehr Fachkräfte, um zum „Regelbetrieb“ zurückzukehren. Stattdessen sind aber 15% weniger verfügbar (Risikogruppe). Wir müssen also mit etwa 2/3 der Ressourcen, die gleiche Leistung erbringen, die wir vor dem Ausbruch der Pandemie erbracht haben
  • Auf wessen Kosten geht das?
  • Wie sehen die Folgen längerfristigaus?
Frau Giffey plädiert für Kreativität und kündigt im gleichen Atemzug die nächste Stufe des quantitativen Ausbaus an.
Also: Weiter wie bisher! ….. und schön lüften und Hände waschen!

Ich höre an dieser Stelle schon viele sagen: „Hör auf mit dem Gejammer! – Und mach das, wofür du bezahlt wirst!“
Genau das tue ich!
Und zwar meinem Auftrag nach SGB VIII (§1 Abs. 1 und 3) nachzugehen:
„Jeder jungeMensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu
einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
[…]Jugendhilfesoll zur Verwirklichung des Rechts nach Absatz 1 insbesondere
1.jungeMenschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen,
2. Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen,
3. Kinder undJugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen,
4. dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen.“
 

Wie mit der Verwirklichung der o.g. Rechte bestellt ist, ist in der Expertise von Becker-Stoll in wenige Seiten eindrücklich beschrieben. Dass der Text von 2014 ist, dürfte niemanden stören. Bis auf ein paar Stellen hinter dem Komma, hat
sich in den Jahren nicht viel verändert
.…….Und dann kam Corona.

(1)   Becker-Stoll, Fabienne (2014):Schriftliche Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung zur Verbesserung des
Ausbaus und der Qualität der Kindertagesstätten im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages. Verfügbar unter:
www.bundestag.de/resource/blob/365366/a6...rtprotokoll-data.pdf
Anlage 1 (Seite 40)

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1 Jahr 7 Monate her #150 von karstenherrmann
Kann bzw. wie kann die pädagogische Arbeit und frühkindliche Bildung unter den derzeitigen Bedingungen gelingen?

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