Bertha von Marenholtz-Bülow (1810-1893)

Im Alter von 37 Jahren trennte sich die Baronin, wie Bertha von Marenholtz-Bülow allgemein in Fröbel-/Kindergartenkreisen ehrfurchtsvoll genannt wurde, von Mann und Kind. Von ihrem bisherigen Leben enttäuscht, suchte sie nach einer erfüllenden Lebensaufgabe und fand diese schließlich in ihrem Einsatz für Friedrich Fröbel. Letztgenannter hatte, wie bekannt, 1840 in (seit 1911 Bad) Blankenburg den ersten Kindergarten „gestiftet“. Bereitwillig stellte die in der Hocharistokratie (1) verkehrende Adelige ihre Fähigkeiten, ihren Einfluss bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft sowie ihr Vermögen zur Verbreitung der Erziehungsbestrebungen des Pädagogen aus Thüringen zur Verfügung. Als sie in dessen Umkreis trat, fiel die „Sinnlosigkeit ihres Lebens“ (Osann 1956, S. 135) von ihr. Für Marenholz-Bülow hat Fröbel, und das unterschied ihn von anderen Pädagogen, die „Gesetzlichkeit natürlicher kindlicher Entwickelung“ erkannt, der seinerzeit die ungeteilte Zustimmung versagt blieb:

„Wenn Newton das Gravitationsgesetz fand, welches die Bewegung der Weltkörper regelt, weshalb soll Fröbel nicht das Gravitationsgesetz der menschlichen Bewegung und Thätigkeit, das heißt des menschlichen Geistes gefunden haben?“ (Marenholtz-Bülow 1866, S. X).

Der Kindergartenstifter selbst brachte zu seinen Lebzeiten Marenholtz-Bülow nicht die Befürwortung entgegen, die sie für sich wünschte. Er sah in ihr nicht die „geistige Erbin“ (vgl. Marenholtz-Bülow 1876, S. 97), die glaubte, ihn besser zu verstehen, als er sich selbst verstand. Im März 1850 schrieb Fröbel in einem Brief an seine Schülerin Luise Levin, seiner späteren zweiten Ehefrau, über die Baronin:

„Die Marenholtz ist mit all ihren Gärtnerinnen doch eine Verführerin, aus ihren Bestrebungen ist nicht ein einziger Kindergarten hervorgegangen“ (zit. n. Denner 1998, S. 162).

Dabei verkannte er die Realität, denn immerhin hatte die „Verführerin“ den ersten Kindergarten des Königreichs Preußen ins Leben gerufen, ferner in emsiger Geschäftigkeit im In- und Ausland die Gründung von Kindergärten, Kindergartenvereinen und Ausbildungsstätten für Kindergärtnerinnen/-pflegerinnen angeregt. Sie hat so, trotz mancher Ungereimtheiten, wesentlich dazu beigetragen, dass der Kindergarten, der während des preußischen Kindergartenverbots (1851-1860) unterzugehen drohte, sich heute einer so großen Anerkennung erfreuen kann.

Biographie

Freiin Bertha Maria von Bülow-Wendhausen wurde am 5. März 1810 als fünftes von zwölf Kindern (wovon vier früh verstarben) des Herzogl. Braunschweigischen Kammerpräsidenten Freiherr Georg Christian Friedrich von Bülow-Wendhausen und seiner Gattin Gräfin Marie Henriette Amalié von Wartensleben (gesch. Gräfin von Dankelmann) in Braunschweig geboren. Die ersten Lebensjahre verlebte sie auf dem elterlichen Gut Küblingen bei Wolfenbüttel. Die Freiin las in ihrer Jugendzeit gerne und schrieb fast alltäglich an ihren „Gedankenbüchern“, „die sie von ihrer Konfirmation an bis kurz vor ihrem Tode führte“ (Müller 1928, S. 40). 1815 übersiedelten die Bülow-Wendhausens nach Braunschweig. Nach familiärer Sitte erhielt sie, in Gemeinschaft mit einem Teil ihrer Geschwister, Unterricht durch ausgewählte Hauslehrer. Die Mädchen wurden vor allem „schöngeistig“ gebildet und auf eine standesgemäße Ehe vorbereitet. Da die Mutter von fragiler Gesundheit war, kümmerte sich Bertha Maria um die Erziehung ihrer jüngeren Geschwister, obwohl sie selbst von häufigen Gesichtsneuralgien geplagt war. Sie las sehr gerne und entzog sich den lärmenden Spielen im Kreise der Familie. Obwohl sie von strahlender Schönheit und graziöser Gestalt „und deshalb auch in den Gesellschaftskreisen bevorzugt und viel umschwärmt [war; M.B.]“ (Goldschmidt 1896, S. 6), nahm die junge Adelige nur sehr ungern an gesellschaftlichen Ereignissen teil, die ihr den adeligen Bräutigam zuführen sollten:

„Als siebzehnjähriges Mädchen von einem Hofballe heimkehrend, zerfließt sie in Tränen über die Eitelkeit des Lebens. Beseelt von dem Sehen nach edleren Freuden, von dem unwiderstehlichen Drange, ein nützliches Glied der Menschheit zu werden, widmete sie sich mit allem Fleiß der Wirtschaft, der Pflege und Erziehung der jüngeren Geschwister, und bald ist sie in der Küche ebenso tüchtig wie in der Krankenstube“ (Marenholtz 1996, S. 12).

Zwanzigjährig heiratete die Freiin Bülow-Wendhausen den verwitweten Reichsfreiherrn und Wirklichen Geheimen Rat am Hofe zu Hannover August Ernst Christian Wilhelm von Marenholtz. Ihr Mann brachte aus seinen beiden vorherigen Ehen fünf Kinder im Alter von 2 bis 10 Jahren mit in die Ehe, für deren Erziehung sie nun verantwortlich zeichnete. Der neuen Verbindung entspross Sohn Alfred, geboren am 14. Juni 1831. Ihr einziges Kind starb mit 22 Jahren an Tuberkulose. Die Ehe der Baronin verlief äußerst unglücklich und problembeladen, zumal sich Wilhelm von Marenholtz als pedantisch, bürokratisch, lieb- und verständnislos, vermutlich auch als untreu erwies. Aus ihrer engagierten Beschreibung über die Ehe, kann man mühelos der Adeligen eigenen negativen Erfahrungen, Enttäuschungen und Sehnsüchte herauslesen:
„Die Ehe, wie sie von einem reinen Herzen erkannt wird – die Ehe von Seelen – ist auf dieser unvollkommenen Erde nicht möglich und heimliche Untreue gegenüber dem Ehebund ist zu sehr verbreitet... Unsere Scheinehen müssen aufhören, soll nicht jedes wahre Glück, besonders das Glück der Frauen, zerbrochen werden. Notwendige Veränderungen sind nur durch höhere Moral erreichbar und wenn die Männer immer noch so uneinsichtig und unentwickelt sind, daß sie nicht die Fähigkeit besitzen, sich willentlich dem moralischen Imperativ zu unterwerfen, müssen sie durch gesetzliche Verordnungen dazu gezwungen werden. Größere Unabhängigkeit und größeres Selbstvertrauen ins Los der Frauen sind unentbehrlich zur Erhöhung der Ehe“ (zit. n. Heiland 1992, S. 65).

Im Jahre 1847 trennte sie sich von der Familie. Eine Scheidung erfolgte nicht, aus welchen Gründen auch immer. Seit den 1860er Jahren verwendete sie nur für ihre Veröffentlichungen offiziell den Doppelnamen „Marenholtz-Bülow“.

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Marenholtz-Bülow im Jungmädchen-und im Greisinnenalter; (Quelle: Ida-Seele-Archiv)
Ende Mai 1849 lernte die Aristokratin in (seit 1907 Bad) Liebenstein, damals ein begehrter Kurort der Hocharistokratie, Fröbel kennen, als dieser gerade mit den Dorfkindern spielte und tanzte, querfeldein den kleinen Kindern nachlief, ihnen das Näschen putzte, wie ein Hase hüpfte, Männchen und lange Ohren machte oder mit seinen langen Armen wie ein Vogel zu fliegen versuchte (vgl. Osann 1956, S. 133). Während Marenholtz-Bülow das unbeschwerte Spiel beobachtete, sagte sie zu ihrer Begleiterin in weiser Voraussicht:

„Der Mann wird ein alter Narr von den Leuten genannt, vielleicht ist er einer von den Menschen, die von den Zeitgenossen bespöttelt oder gesteinigt werden und denen die Nachwelt Denkmale errichtet“ (zit. n. ebd., S. 134).

Von der Spielszene emotional ergriffen, stellte die Baronin fortan ihre Leben in den Dienst der Fröbelschen Lehre und des Kindergartens. Über sie wurde Fröbel mit dem seinerzeit hochgeschätzten Schulpädagogen Adolph Diesterweg bekannt, der seinerzeit zufällig in Liebenstein zur Kur weilte. Vergeblich hatten schon vorher gemeinsame Freunde versucht, die beiden Pädagogen zusammenzubringen, „aber Diesterweg war immer ausgewichen, da ihn zwar Fröbels Arbeit interessierte, aber der Schwulst seiner Ausdrucksweise ihn eher abstieß“ (Osann 1956, S. 135). Nachdem der Schulpädagoge den Kindergartenpädagogen näher kennengelernt hatte, wurde er „einer der wärmsten Befürworter der Fröbelsache“ (ebd.). So unterstützte beispielsweise Diesterweg die Baronin als diese 1851 in Berlin einen Frauenbildungsverein ins Leben rief. Dieser eröffnete am 3. August 1851 in der selbständigen Landgemeinde Pankow, mit knapp über 1.000 Einwohnern, den ersten (Bürger-)Kindergarten Preußens, „für den Fröbel selbst die Leiterin (Christiane Erdmann, M. B.) aus seinem engsten Schülerkreis aussuchte“ (Berliner Fröbelverein o. J., S. 5). Diesterweg hielt die Eröffnungsrede.

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Bericht über die Begegnung der Baronin mit Adolph Diesterweg; (Quelle: Ida-Seele-Archiv)
Marenholtz-Bülow regte die Gründung von Kindergärten an (z.B. in Bad Liebenstein, Salzungen, Weimar, Meiningen Philippsthal u.a.m.). Sie entwickelte eine regelrechte Neigung für Vereinsgründungen (u.a. in Berlin und Dresden), „nur um sich im Dissens von diesen wieder zu trennen und mit der Gründung von Gegenvereinen... zu reagieren“ (Wasmuth 2011, S. 204). Des Weiteren rief sie in Berlin und Dresden Kindergärtnerinnen-/Kinderpflegerinnenseminare ins Leben, in beiden genannten Städten auch Kindergartenvereine:

„Sie war die erste, die den Vereinsgedanken Fröbels wieder aufgriff. Der Verein sollte die Trägerschaft einer Vielzahl pädagogischer Einrichtungen bilden, die in der Berliner Version Volkskindergärten, Kindermädchenschule, Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen, Kinderspielplätze und eine Vereinszeitschrift umfaßte. Die Dresdner Konzeption, die ‚Dresdner Fröbelstiftung‘ wiederum verband Familien- und Volkskindergarten mit Krippe, Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen und Fortbildungseinrichtungen für die weibliche Bevölkerung“ (Heiland1992, S. 28).

Die Baronin hielt unzählige Vorträge, insbesondere während der Zeit des preußischen Kindergartenverbots, in Deutschland sowie in mehreren westeuropäischen Ländern. Sie war u.a. in Antwerpen, Bern, Brüssel, Den Haag, Florenz, Genf, Gent, Lausanne, London, Mulhouse, Neapel, Neufchatel, Paris, Rom, Rotterdam, Utrecht sowie Zürich. Aber auch indirekte Einflüsse ihrerseits auf die Fröbelrezeption in Russland, Schweden, Dänemark, Österreich-Ungarn und Nordamerika lassen sich nachweisen (vgl. Berger 1995, S. 128). Außerdem veröffentlichte sie über 30 Aufsätze und 14 teilweise voluminöse Schriften bzw. Lehrbücher (manche anonym oder unter einem Pseudonym), die wesentlich zur Popularisierung der Fröbelpädagogik und des Kindergartens beitrugen. Als ihre essentiellen Publikationen können „Die Arbeit und die neue Erziehung nach Fröbels Methode“, „Das Kind und sein Wesen“, ihre beiden Beiträge in Goldammers „Handbuch“ und „Der Kindergarten des Kindes erste Werkstätte“, gelten (vgl. Heiland 1992, S. 27 ff.). Zudem hatte sie einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Aufhebung des neun Jahre währenden preußischen Kindergartenverbots (vgl. Zay 1916, S. 102), wenngleich sich diesbezüglich „bei der Durchsicht der Akten kein direkter Hinweis... finden läßt“ (Rockstein 1996, S. 46).

1882 erhielt die Fröbelepigonin einen Schlaganfall, der u.a. Lähmungserscheinungen, Sprech- und Sprachstörungen hervorrief. Aufopfernd wurde die schwer hinfällig gewordene Patientin bis zu ihrem Tod von ihrer Nichte Bertha von Bülow-Wendhausen betreut. Die Baronin starb am 9. Januar 1893 in Dresden, wo sie seit 1870 ihren Wohnsitz hatte. In ihren Grabstein ritzte man die Worte: „Der siegreichen Verkünderin der Fröbelschen Erziehungsidee“ (zit. n. Müller 1928, S. 77). Leider wurde das „an ihrem 100. Geburtstag errichtete Grabdenkmal auf dem Dresdner Annenfriedhof vernichtet“ (Landeshauptstadt Dresden 2007, S. 58).

Eine umstrittene Persönlichkeit

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Das ehemalige Grabdenkmal für Bertha von Marenholtz-Bülow und ihrer Nichte Bertha von Bülow-Wendhausen (1854-1908); (Quelle: Marenholtz 1996, S. 24)
Von ihren anerkennungswerten Leistungen für die Fröbelsche Erziehungslehre und den Kindergarten einmal abgesehen sind für Diana Franke-Meyer und Jürgen Reyer der Adeligen „Person und Werke in der Geschichte der öffentlichen Kleinkindererziehung allgemein und in der Geschichte des (Fröbelschen) Kindergartens speziell eher umstritten. Das liegt einerseits an ihrer Persönlichkeit, die gewisse autokratische Züge aufgewiesen haben soll, womit zusammenhängen mag, dass sie sich... innerhalb der Fröbelbewegung als wenig kooperativ und kompromissbereit gezeigt hat“ (Franke-Meyer/Reyer 2015, S. 231). Margitta Rockstein fasste einige unterschiedliche Äußerungen bedeutender Fröbelprotagonisten zusammen:

„Bruno Hanschmann charakterisierte sie 1874 als eine ‚wunderbare Erscheinung, die die Idee Fröbels in ihrer herrlichen Tiefe klar durchschaut, ... in sich aufgenommen und in männliche Geister übertragen hat‘. Maria Müller spricht 1928 von ihr als der ‚geistigen Erbin‘ Fröbels. H. Schrader-Breymann, die ... ebenfalls einen Anspruch auf das pädagogische Erbe Fröbels anmeldete, schätzte sie als einen ‚bedeutenden Geist, schöpferisch in ihren Gedanken und ihrer Art und Weise, aufopfernd und hingebend für die Fröbelsche Idee. Sie war die einzige, welche bei Fröbels Tode die Sache hochhielt...‘. Ihr entschiedenster Gegner, Gustav Steinacker, erkannte ihren rastlosen Eifer und ihren aufopfernden Einsatz für Fröbels Sache an. Aber so Steinacker: ‚... diese gesamte Wirksamkeit der hochbegabten und energischen Frau wurde durch zwei Schattenseiten gehemmt, gelähmt und beeinträchtigt; nämlich durch ihre - sagen wir es offen - zur Herrschsucht und Unverträglichkeit neigende Individualität, die keine selbständige Meinung, kein fremdes Verdienst neben sich duldete und aufkommen ließ, so sehr sie dies in Abrede zu stellen sucht‘“ (Rockstein 1996, S. 41).

Obwohl, wie aus voranstehenden Zitat ersichtlich, Henriette Schrader-Breymann, Friedrich Fröbels Großnichte, die Baronin positiv beurteilte, versäumte sie nicht ihren Mann, Karl Schrader, brieflich darauf hinzuweisen, dass besagte zu viel redet; „eine entsetzliche Hin- und Hersprecherei, in der zuweilen einige Goldkörner und Gedankenblitze zu finden sind, die aber nicht im Verhältnis stehen zu dem Aufwande an Kraft und Zeit, die ich ihr widme“ (zit. n. Lyschinska 1927a, S. 440). Und anderen Orts fügte sie ihrer Bewertung hinzu:

„So verehre ich die Frau immer noch, obgleich es nach jahrelangem Verkehr zwischen uns zum Bruche kam. Sie ist nämlich im Reiche der Fröbelschen Sache von einer ganz unerträglichen Herrschsucht beseelt und will absolut die e i n z i g e sein, die Fröbel verstanden hat; nur sie besitzt den Schlüssel zu den Mysterien seines Geistes“ (zit. n. Lyschinska 1927b, S. 219).

In die gleiche negative Kerbe schlug Jo Voß. In seiner während der Nazi-Diktatur verfassten Dissertation unterstellte er der Baronin, dass sie unter dem Einfluss der „jüdischen“ Kulturkreise Berlins stand (vgl. Voß 1937, S. 10). Demzufolge verwundern des Promovenden injuriösen Zeilen nicht, die da lauten:

„Der Frau von Marenholtz-Bülow kam es darauf an, die ‚richtige‘ Fröbelauffassung zu verbreiten. Sie war der Überzeugung, dazu berufen zu sein. Das beruhte einerseits auf einem Irrtum Fröbels, dann aber auf der maßlosen Eitelkeit der Frau von Marenholtz-Bülow selber. Sie glaubte die Maria zu sein, die nach Fröbel jede deutsche Frau sein sollte. So schuf sie das Methodenbuch, um die ‚richtige‘ Lehre festzuhalten. Dabei kannte sie natürlich jenes Geheimnis der Wahrheit nicht, das eben nicht darin besteht, ‚richtig‘ zu sein, sondern mühevoll errungen worden zu sein... Sie machte Fröbel zu einem Lernobjekt... Aus Fröbel, dem deutschen Nationalerzieher machte sie einen Methodenlehrer für Kleinkinderpädagogik. Sie schuf den orthodoxen Fröbeldogmatismus durch die Flut von Methodenbüchern, die ohne direkte oder indirekte Veranlassung von ihr ausgehen“ (Voß 1937, S. 39 f).

Demgegenüber formulierte Henriette Goldschmidt, Pionierin der bürgerlichen Frauenbewegung und eifrige Verfechterin des Fröbelschen Kindergartengedankens, über die aristokratische Frau:

„Was Friedrich Fröbel vorausgeahnt, das hat sie in ihrer Person verwirklicht: sie hat sich zur Höhe seines männlichen Geistes erhoben und wird gleich ihm zu den auserwählten zu zählen sein“ (Goldschmidt 1896, S. 5).

Elise van Calcar, die in den Niederlanden für Friedrich Fröbel und die Kindergärten wirkte, vertrat die Ansicht, dass die Vorsehung den Kindergartenstifter „einen weiblichen Nachfolger in der Baroneß Bertha von Marenholtz, geborene Gräfin von Bülow, gesendet [hatte; M. B.], welche gegen hundert Männer aufwog“ (Calcar 1883, S. 150). Und Adele Zay, Klassenlehrerin, später Leiterin der evangelischen Kindergärtnerinnenbildungsanstalt in Kronstadt, vermerkte über der Baronin positives Wirken für Friedrich Fröbels Lehre:

„Was nicht Fröbel noch Middendorff oder Diesterweg vermocht hatten: an den kleinen deutschen Höfen Verständnis für die Lehre Fröbels zu wecken, gelang der genialen, allgemein beliebten vornehmen Dame“ (Zay 1916, S. 101).

Eine weitere positive Bewertung aus früheren Zeiten lautet:

„Baronin v. Marenholtz-Bülow, der obersten Gesellschaftsschicht von Braunschweig entstammend, von überragenden Format, ist die Künderin von Fröbels Erziehungsbotschaft für alle Kulturländer ihrer Zeit gewesen. Ihr erster Ansatzpunkt war auf Fröbels persönlichen Wunsch Preußen und in Preußen Berlin“ (Berliner Fröbelverein o. J., S. 5).

Abschließend noch zwei Propositionen über die Baronin und ihr Wirken für Fröbel aus heutiger Sicht Helmut Heiland, der renommierteste Fröbelforscher der Gegenwart, schreibt, dass ohne Zweifel Marenholtz-Bülow „die herausragende Persönlichkeit innerhalb der Fröbelbewegung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewesen [ist; M.B.]... Durch eine rege Vortragstätigkeit... verhalf sie den pädagogischen Gedanken Fröbels gemäß ihrer Interpretation [Hervorh. M. B.] zum internationalen Durchbruch... Durch Marenholtz-Bülow wurde Fröbel zum international bekanntesten und anerkanntesten deutschen Pädagogen“ (Heiland 1992, S. 27). Helge Wassmuth attestiert der Adeligen, dass ihre Verdienste „unbestritten [sind; M.B.], dies wurde selbst von ihren Gegnern anerkannt... Anders als die Mehrzahl der zeitgenössischen Fröbelianer hat sich Marenholtz-Bülow intensiv mit Fröbels Schriften auseinandergesetzt... Aber sie ‚übersetzte‘ Fröbel in ihre spezifische Begriffswelt“ (Wasmuth 2011, S. 204).

Friedrich Fröbels Erziehungsmethode und Kindergarten

Die Baronin hat die spielpädagogische Konzeption Friedrich Fröbels, d. h. seine Spiel- und Beschäftigungsmittel, kurzerhand zu einer „arbeitsfunktionalen Theorie“ („industriöser Funktionalität“) uminterpretiert und somit die von Friedrich Fröbel favorisierte Selbsttätigkeit des Kindes so gut wie ignoriert, wenn sie schreibt:

„Friedrich Fröbel, der geniale Erfinder eines zusammenhängenden Ganzen von verschiedenen Spiel- und Beschäftigungsmitteln für die erste Kindheit, hatte dabei vorzüglich im Auge, dem Tätigkeitstriebe derselben das Geeignete zu geben, um durch eigenes Tun Glieder und Sinne, wie Geistesfähigkeiten, in möglicher Einfachheit und Folgerichtigkeit in ihrer Entwickelung zu unterstützen. Er benutzte die vorhandenen traditionellen und von Kindern selbst erfundenen Spiele, um das hineinzulegen, was dem Zweck dienen könnte; wie dies in den gymnastischen Bewegungsspielen namentlich der Fall ist. Statt der üblichen fertigen Spielsachen gibt er Spielstoffe, um durch selbsttätiges Gestalten sowohl die Handgeschicklichkeit wie alle Sinne und Fähigkeiten zu üben und zu jeder Art von Arbeit vorzubereiten. Nicht nur die schon vielfach eingeführte Methode der Anschauung liegt hier zu Grunde, sondern Fröbel ist weiter gegangen und läßt im Spiel - also ohne wirkliche Anstrengung, und zugleich Freude erregend - die Gesetze und Kunstgriffe der Technik üben, um im vollen Sinne des Wortes die Erziehung der Arbeit anzubahnen, wie es die dringenden Forderungen der Zeit verlangen, um namentlich die arbeitenden Klassen zu frühem Erwerb zu befähigen. Diese Spielmittel sind vorzüglich geeignet, unter der erforderlichen Anleitung, den mathematischen Sinn zu wecken und jene erfindende Tätigkeit zu erzeugen, durch welche sich die Eigenständigkeit ausprägen kann und welche im reifern Alter, mit Hilfe der technischen Schule, zu Erfindungen für Fabriken verschiedenster Art führen muß“ (Marenholtz-Bülow 1854, S. 2 f).

Marenholtz-Bülow unterstützte den Auf- und Ausbau voneinander strikt getrennter Anstalten, nämlich für Kinder der höheren Stände (für „Bemittelte“) und für Kinder der „arbeitenden Classe“. Dabei lag ihr die Einführung und „gedeihliche Fortentwicklung“ der Volkskindergärten, welche nur für die Kinder der „rohen Masse“ zugänglich sein sollten, besonders am Herzen. Sie glaubte damit im Sinne Fröbels zu handeln, der „für seine Kindergärten Abstufungen angenommen“ hatte und darob wusste, „daß er vorzugsweise zum Besten der Armut und ihrer Lebensverhältnisse Unterschiede zu machen habe“ (Marenholtz-Bülow 1866, S. 57). Dessen ungeachtet entging der Fröbelepigonin nicht, dass der Kindergartenstifter „die Annäherung der verschiedenen Gesellschaftsschichten, durch die Annäherung ihrer Kinder und deren gemeinsame Erziehung, als einen der Zielpunkte fortschreitender Bildung erkannte und diesen Gesichtspunkt auch in seiner Erziehungsweise festhielt“ (ebd. S. 56). Hierzu schreiben Franke-Meyer und Jürgen Reyer treffend:

„Der rationale Sinn dieser ideologischen Prozedur liegt auf der Hand: der Fröbelsche Kindergarten, im bürgerlich-liberalen Sinne seines Schöpfers betrieben, wäre für das, was die Baronin unter ‚Volkserziehung‘ verstand, kaum geeignet gewesen“ (Franke-Meyer/Reyer 2015, S. 237).

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Plan zu einem Muster-Volkskindergarten; (Quelle: Marenholtz-Bülow 1886, S. 150)
Den Kindergartentypus „Volkskindergarten“ verstand die Fröbelprotagonistin im Wesentlichen als „Bewahranstalt, in welcher Fröbels Erziehungsmethode zur Anwendung kommt“ (Marenholtz-Bülow 1866, S. 50). Der erste Volkskindergarten wurde von der Baronin 1861 in Berlin eröffnet, geleitet von Ida Seele, Friedrich Fröbels erster Kindergärtnerin. Die Einrichtungen für die Kinder des gewöhnlichen Volkes sollten die Familienerziehung nicht nur ergänzen, sondern ersetzen. Sie standen den Familien-/Privatkindergarten vis-à-vis, welche von Kindern des aufgeklärten Adels und der gutsituierten Bürgerschaft besucht wurde, um sie vor negativen Einflüssen aus der armen Bevölkerung zu schützen. Die Anstalten für die „arbeitende Classe“ waren für Marenholtz-Bülow geradezu dafür prädestiniert, „der zumeist aus der Arbeitsscheu entspringenden Genußsucht, wie sie die gegenwärtige Jugend in wahrhaft fanatischer Weise beherrscht, entgegenzutreten“ (Marenholtz-Bülow 1879, S, 25). Die Volkskindergartenkinder erlernen, ihrem „instinktiven Tähtigkeitsbedürfnis“ entsprechend, die „einfachsten technischen Handgriffe“ (Marenholtz-Bülow 1866, S. 26), beispielsweise „das Matten- und Korbflechten, das Bandweben an einem eigens dazu eingerichteten Webstuhl, das Thonmodellieren, Papierarbeiten und Ausschneiden für Conditorei- und Buchbinderbedarf“ (ebd., S. 38 f), also Tätigkeiten, die die Zöglinge auf ihr zukünftiges Leben als Arbeiter vorbereiteten. Mit dieser Destination stand die Baronin im krassen Widerspruch zu Fröbel, „der sich als allgemeiner Menschenbildner verstanden hatte“ (Franke-Meyer 2010, S. 184). Für sie stand außer Frage, dass durch die Fröbelsche Methodik die allgemeine „Kräftigung und Geschicklichkeit der Glieder, vornehmlich der Hand, ausgebildet und vervollkommnet wird, wie folgendes Zitat bescheinigt:

„Die Fröbelsche Kindergartenmethode ist es, welches dieses erste instinktive Thätigkeitsbedürfnis des Menschenwesens zu benutzen versteht, um es dem damit beabsichtigten Naturzweck dienen zu lassen und durch geregelte Arbeitsübungen die allgemeine Befähigung zu jeder Arbeit vorzubereiten. Allgemeine Kräftigung und Geschicklichkeit der Glieder, vornehmlich der Hand, ist die erste Bedingung für alle spätere Technik und schon erreichbar durch die spielende Thätigkeit frühester Kindheit“ (Marenholtz-Bülow 1881, S. 246).

bild5Eines der Hauptwerke von Bertha Marenholtz-Bülow; (Quelle: Ida-Seele-Archiv)Neben der Vorbereitung der Kinder auf ihr späteres Berufsleben dient die Arbeit zugleich auch ihrer Versittlichung. Den Kindern der „arbeitenden Classen“ (60 bis 70 Prozent der Bevölkerung) gehört ein Ersatz geboten „für den oft fehlenden elterlichen Einfluß“ und ihnen ist, neben der „sittlich religiösen Anleitung“, die „Liebe zur Thätigkeit“ zu vermitteln, um den Forderungen nach erhöhter Tüchtigkeit ihrer künftigen Leistungen entsprechen zu können. Ja, es gilt die heranwachsende Generation vorm Verderben zu retten und sie für Aufgaben der Zukunft zu erziehen“ (Marenholtz-Bülow 1866, S. 393). Um die von Marenholtz-Bülow immer wieder bemängelte Arbeitsscheu zu überwinden, ist eine sehr früh beginnende Arbeitserziehung, von Nöten. Dabei kann die im frühen Kindesalter angemessene Arbeitsform durchaus auch das Spiel sein, das zur Selbsttätigkeit anregt, „wodurch das Kind seine vorhandenen Kräfte und Anlagen ausbilden [kann, M. B.]. Außerdem würden durch die spielenden Beschäftigungen die Geisteskräfte des Kindes angeregt und das Kind für die Schule vorbereitet“ (Franke 2011, S. 184). Des Weiteren bildet des Kindes selbsttätiges Können, Schaffen und Erfinden das Fundament der „sittlichen Würde“. Und so haben das Spiel und der Kindergarten „auf das Arbeiten vorzubereiten und der Versittlichung zu dienen... Ersteres müsse dazu genutzt werden, um die ‚Werkzeuge und Organe für spätere Arbeit‘ zu entwickeln, und um die ersten Anfänge ‚hervorbringender Thätigkeit‘ möglich zu machen... Diese Tätigkeit dürfe aber nicht willkürlich sein, sondern müsse geregelt werden. Werde der Tätigkeitstrieb2) des Kindes durch ‚spielende Arbeit und arbeitendes Spiel‘... befriedigt, finde auch eine Vorbereitung auf die spätere Arbeit statt. Dies diene auch der Versittlichung, denn durch ein derartiges Spiel würde Trägheit vermieden werden. Darüber hinaus würden die produzierende, schaffende Tätigkeit, wie sie die erste Arbeit des Kindes im Form des Spiels darstelle und auch das gemeinsame Spiel versittlichend wirken“ (Wasmuth 2011, S. 209).

Jedoch darf das Spiel unter keinem Zwang stehen, letztlich nicht bloß „mechanische Arbeit“ sein, denn nur was dem Kind „gefällt, was seine Phantasie anregt, seine Empfindung erweckt, nur das kann den vollen sittlichen Gewinn bringen“ (Goldammer 1869, S. XIV). Trotz ihrer Aussage, dass das Spiel in keine „mechanische Arbeit“ ausarten und unter keinem Zwang stehen dürfe, verfehlte Marenholtz-Bülow eindeutig den Fröbelschen Grundgedanken das Spiel des Kindes betreffend: Spiel als die „freithätige Darstellung des Inneren aus Notwendigkeit und Bedürfnis des Inneren selbst“ (zit. n. Berger 2000, S. 12). Der Volkskindergarten sollte neben dem Spiel mit den „Gaben“ und „Beschäftigungs- und Bildungsmitteln“, die „Kreis- und Bewegungsspiele“ und schließlich die Arbeit im „Garten der Kinder“ beinhalten. Dabei fällt auf, dass alle drei genannten Tätigkeitsbereiche „arbeitsdidaktisch bestimmt werden. Die Bewegungsspiele werden zu gymnastischen Übungen, die Beschäftigungen dienen dem Anfertigen nützlicher Gegenstände für den Alltag bzw. dem Erfassen elementarmathematischer Gesetzlichkeiten und die Gartenpflege wird als ‚Kursus der Elementarbotanik‘ beschrieben“ (Rockstein1996, S. 49). Letztlich diente alles Tun des Kindes dem Ziel der Heranbildung von Arbeitstugenden und Arbeitsgeschick, Disziplin, Sauberkeit und Ordnung. Bereits 1907 kritisierte die Schriftstellerin und Frauenaktivistin Anna Plothow der Baronin dogmatischdogmatisch|||||Unter einem Dogma versteht man eine (Lehr-)Meinung, die als unumstößlich oder unveränderbar gilt, und dessen Wahrheitsanspruche als gegeben gesehen wird. Dieser Begriff wurde oftmals in der christlichen Theologie verwendet.

e Erstarrung:

„Was bei Fröbel vielfach nur ein Ahnen und Stammeln war, von Frau Marenholtz mit verstandesmäßiger Begründung zu einer Art Dogma versteinerte“ (Plothow 1907, S. 104).

Ausdrücklich erwähnte Marenholtz-Bülow, dass die (Volks-)Kindergartenerziehung nur dann fruchtbringend sei, wenn auch in der Familie und in der nachfolgenden Institution Schule die Fröbelmethodik Berücksichtigung findet:

„Der Kindergarten bleibt ein erziehliches Bruchstück, wenn die Familienerziehung nach Fröbels Methode nicht erst den Grund dazu legt, damit fortdauernd daneben herläuft und nach gleichen Grundsätzen und in gleicher Weise verfährt; und wenn nicht ebenfalls die Schule denselben fortsetzt und die ihn leitenden Grundsätze nicht bis zur Vollendung der ganzen Erziehung maßgebend bleiben“ (Marenholtz-Bülow 1886, S. 58).

Die Schule betreffend, war für sie eine wichtige Voraussetzung, um eine Reformierung genannter Erziehungs- Bildungsstätte zu bewirken, die Notifikation der Lehrer mit der Theorie und Praxis der Kindergartenmethodik, wie Friedrich Fröbel sie entwickelte:

„Die Kindergärten werden nicht nur die erste vorbereitende Entwickelung der kindlichen Kräfte, körperliche wie geistige, herbeiführen, sie werden auch auf die U m g e s t a l t u n g d e r S c h u l e den bedeutendsten Einfluß ausüben, ja, ohne sie würde diese Umgestaltung, nach den Forderungen der Zeit gar nicht ausführbar sein“ (ebd., S. 36).

Da für die Baronin allgemein der Kindergarten, „wie er bis jetzt verwirklicht ist... noch nicht den wahrhaften Uebergang zur Schule“ (Marenholtz-Bülow 1866, S. 107) bietet und in der Schule „ausschließlich nur die Geisteskräfte gepflegt werden“ (zit. n. Schulz, S. 285), griff sie Fröbels Vorschlag eine Vermittlungsklasse zu errichten auf, die „den Sprung ausgleichen [soll; M. B.]], welcher jetzt noch zwischen Kindergarten und Schule besteht, sie soll den nothwendigen Uebergang und Zusammenhang herbeiführen... Die Vermittlungsklasse führt das vom Kindergarten Angefangene mit sämtlichen Materialien und der nämlichen Methode weiter, aber nicht nur in den Produktionen nach der Seite des Handwerks und der Kunst fortschreitend, sie entwickelt auch die Belehrung durch Worte bis zum eigentlichen Unterricht“ (ebd., S. 125). Die Vermittlungsklasse ist gedacht für Kinder im Alter zwischen dem 7. Und 10. Lebensjahr. Sie beinhaltet den Stoff der Elementarschule, in der „das Kind Fröbels Beschäftigungsmittel wiederfindet zum Zweck ernsterer Belehrung“ (Marenholtz-Bülow 1879, S. 28).


Anmerkungen
1) Sie verkehrte u.a. mit hochgestellten Damen des preußischen Königshofs sowie mit den Fürstlichkeiten von Weimar und Meiningen (vgl. Marenholtz 1996, S. 22).
2) Marenholtz-Bülow unterstellt dem Kind sieben Triebe, die diesem von der Natur mitgegeben sind und die durch Auseinandersetzung mit den Kulturgütern befriedigt und entwickelt werden: „a) Tätigkeitstrieb, b) Trieb zum Bodenbau, c) Trieb für bildende Kunst, d) Trieb für Musik und Poesie, dramatische Kunst, Tanzkunst. (Bewegungsspiele.), e) Wissenstrieb, f) Gesellschaftstrieb, g) religiöse Triebe“ (zit. n. Schulz 1906, S. 2814). Diese Triebe treten nicht gleichzeitig hervor, sondern in einer bestimmten Reihenfolge. Sie müssen befriedigt werden, damit sich das Kind wie von der Natur vorgegeben entwickeln kann (vgl. Marenholtz-Bülow 1868, S. 34 ff.).

Literatur

  • Berger, M.: Frauen in der Geschichte des Kindergartens. Ein Handbuch, Frankfurt 1995
  • Ders.: Friedrich Fröbels Konzeption einer Pädagogik der frühen Kindheit, in: Fthenakis, W. E./Textor, M. (Hrsg.): Pädagogische Ansätze im Kindergarten Weinheim/Basel 2000, S. 10-22
  • Ders.: Geschichte des Kindergartens. Von den ersten vorschulischen Einrichtungen des 18. Jahrhunderts bis zur Kindertagesstätte im 21. Jahrhundert, Frankfurt/Main 2016
  • Berliner Fröbelverein Corp. Berlin-Niederschönhausen (Hrsg.): Berliner Fröbel-Verein Corp., Berlin-Niederschönhausen o. J.
  • Calcar, E. v.: Friedrich Fröbel, wie er Erzieher wurde und was ihm die Kinderwelt offenbarte, Langensalza 1883
  • Denner, E.: Das Fröbelverständnis der Fröbelianer. Studien zur Fröbelrezeption im 19. Jahrhundert, Bad Heilbrunn 1988
  • Dies.: Fröbel und die Frauen, in: Heiland, H./Neumann, K. (Hrsg.): Friedrich Fröbel in internationaler Perspektive. Fröbelforschung in Japan und Deutschland, Weinheim 1998
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  • Dies.: Henriette Schrader-Breymann. Ihr Leben aus Briefen und Tagebüchern zusammengestellt und erläutert. Zweiter Band, Leipzig 1927b
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  • Dies.: Gesammelte Beiträge zum Verständnis der Fröbelschen Erziehungsideen, Bd. I: Erinnerungen an Friedrich Fröbel, Kassel 1876
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  • Marenholtz, A. v.: Bertha Freifrau von Marenholtz-Bülow - Ein Beitrag zur Fröbelrezeption im 19. Jahrhundert, München 1996 (unveröffentlichte Diplomarbeit)
  • Müller, M.: Frauen im Dienste Fröbels. (Wilhelmine Hoffmeister, Bertha von Marenholtz-Bülow, Henriette Schrader-Breymann, Henriette Goldschmidt, Leipzig 1928
  • Osann, Ch.: Friedrich Fröbel. Lebensbild eines Menschenerziehers, Düsseldorf 1956
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Weblinks
http://www.kindergartenpaedagogik.de/152.html
http://frauenwiki-dresden.de/index.php?title=Bertha_von_Marenholtz-B%C3%BClow
https://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=25493614
http://www.froebelweb.org/fblbulow.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Bertha_von_Marenholtz-B%C3%BClow


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