Durchgängige Leseförderung von der Kita bis zur Sekundarstufe

Ausgewählte Konzepte und Instrumente

Inhaltsverzeichnis

  1. Durchgängige Leseförderung von der Kita bis zur Sekundarstufe
  2. FÖRDERUNG VON VORLÄUFERFÄHIGKEITEN DES LESENS IM ELEMENTARBEREICH
  3. FÖRDERUNG VON LESEFLÜSSIGKEIT IN DER GRUNDSCHULE
  4. ERFOLGREICHE STRATEGIEN FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
  5. Fazit
  6. Literatur
  7. Weitere Informationen

Gesamten Beitrag zeigen

Im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprogramms „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) werden die in den Bundesländern eingeführten Angebote zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung für Kinder und Jugendliche im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Effizienz wissenschaftlich überprüft und weiterentwickelt. Dafür arbeiten Verbünde aus Schulen und Kindertageseinrichtungen eng zusammen, setzen abgestimmte Maßnahmen der Sprachbildung und Sprachförderung um und tauschen ihre Erfahrungen darüber aus. Die ausgewählten Maßnahmen sind in der Expertise zum Programm in Form von Modulen für den Primar-, den Elementar- sowie den Sekundarbereich beschrieben. Sie sollen eine durchgängige wirksame Förderung von Kindern vom Beginn institutioneller Betreuung bis zum Ende der Sekundarstufe in den zentralen sprachlichen Kompetenzen ermöglichen.

Im folgenden Artikel stellen die wissenschaftlichen Beraterinnen des BiSS-Programms, Dr. Luna Beck, Dr. Nora von Dewitz und Dr. Cora Titz, ausgewählte Konzepte und Instrumente zur Förderung von Vorläuferfertigkeiten des Lesens und zur Leseförderung für den Elementar-, den Primar- und den Sekundarbereich vor. Der Fachbeitrag erschien im November 2015 in der 3. Ausgabe des BiSS-Journals.


DURCHGÄNGIGE LESEFÖRDERUNG

Texte verstehend lesen zu können ist für eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft unverzichtbar. Wer damit im Jugend- oder Erwachsenenalter Schwierigkeiten hat, stößt auf zahlreiche Grenzen, im Alltag ebenso wie in der Berufswelt. Das Lesen zu lehren und damit einhergehend zu fördern, hat deshalb eine hohe Bedeutung. Bei dem Begriff der Leseförderung denken viele vielleicht zunächst an die Schule und an die Unterstützung von Kindern, die Probleme mit dem Lesenlernen haben. Eine konsequente Leseförderung beginnt jedoch viel früher: In der Kita werden mit der Förderung des kindlichen Interesses an der Welt der Texte und der Förderung von Vorläuferfertigkeiten des Schriftspracherwerbs bereits die Grundlagen für das Lesenlernen gelegt.

In diesem Beitrag werden ausgewählte Konzepte und Instrumente der Förderung von Vorläuferfertigkeiten des Lesens und der Leseförderung von der Kita bis zur Sekundarstufe I vorgestellt. Zur Entwicklung und Förderung der Lesekompetenz gibt es bereits viele gut gesicherte Erkenntnisse. Um mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit Effekte zu erzielen, ist es unerlässlich, dass Leseförderkonzepte theoretisch begründet sind und ihre Wirksamkeit deshalb zumindest plausibel angenommen werden kann. Im besten Fall ist die Wirksamkeit von Fördermaßnahmen sogar schon in Studien empirischempirisch|||||Empirie bezeichnet wissenschaftlich durchgeführte Untersuchungen und Erhebung, die gezielt und systematisch im Forschungsfeld oder im Labor durchgeführt werden. Empirische Forschungen können durch verschiedene Methoden praktisch angewendet werden. untersucht und bestätigt worden. Weiterhin kommt es darauf an, dass Förderstrategien und -konzepte in der Praxis auf Akzeptanz stoßen, damit sie so durchgeführt werden, wie sie sich als wirksam erwiesen haben (z. B. mit einer bestimmten Häufigkeit und mit bestimmten Inhalten je Fördereinheit).



Verwandte Themen und Schlagworte