Herausforderungen des Sozialen Wandels

Interkulturelle Kompetenz, Gender-Mainstreaming, Sozialer Wandel

Inhaltsverzeichnis

  1. Herausforderungen des Sozialen Wandels
  2. Herausforderungen II
  3. 2. Sozialdidaktische Reflexionen
  4. Sozialdidaktische Reflexionen II
  5. 3. Ebenen der Sozialdidaktik
  6. Anforderungen
  7. 4. Soziale Kompetenz - Sozialdidaktik - Aktive Professionalisierung
  8. Literatur

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Interkurelle Kompetenz, gender-mainstreaming und den sozialen Wandel kompetent gestalten

Herausforderungen Soziales neu zu denken, sozialdidaktisch zu reflektieren und diese sozial-kompetent zu begründen

 

1. Interkulturelle Kompetenz - gender mainstreaming - soziale Kompetenz

Seit rund fünfundzwanzig Jahren wird in der Sozialpädagogik das Feld der Arbeit mit Migrantinnen und Migranten konzeptionell und pädagogisch theoretisch erarbeitet und diskutiert: von der Ausländerpädagogik bis zum Konzept der 'interkuturellen Kompetenz', das auch transkulturelle Perspektiven und z.B. die Prinzipien des Kinder- und Jugendplanes leitet, lassen sich verschiedene DiskursDiskurs|||||Der Begriff Diskurs kann verschiedene Bedeutungen haben, wurde ursprünglich jedoch als  „hin und her gehendes Gespräch“ verwendet. Weitere Bedeutungen sind: theoretische Erörterung, systematische, methodische Abhandlung, gesellschaftliche Auseinandersetzung, Erörterung. Sinnverwandt sind auch Debatte, Diskussion, Disput. konjunkturen nachzeichnen .

Auffällig ist, dass eine systematische Rückbindung zu Fragen der interkulturellen als Soziale Kompetenz nicht durchgängig aufzufinden ist, obschon es die besonderen sozialen Konstellationen, Konstruktionen und sozialen Anforderungen sind, auf die sich interkulturelle Kompetenzen beziehen, bis hin zur Aufforderung der interkulturellen Öffnung deutscher Administrationen und sozialer Organisation. Interkulturelle Kompetenz als professionelle Soziale Kompetenz bleibt weiterhin ein Arbeitsprogramm.

Ganz ähnlich verhält es sich im Feld des gender-mainstreaming in der Sozialpädagogik. Auch hier werden grundlegende Fragen der Sozialen Kompetenz bearbeitet, die soziale Konstruktionen von Frauen- und Männerleben oder sozialen Frauen- und Männerberufen diskutiert und soziale Folgewirkungen von Ungleichbehandlungen als Fragen der sozialen Gerechtigkeit thematisiert. Dennoch lässt sich sogar bilanzieren:

Die sozialpädagogischen Theoriebildungs-, Forschungs-, Empirie-, Methoden– und Praxisansätze kennen langjährig die Diskurse, in denen soziale Ungleichheiten und soziale Gerechtigkeiten als Kern sozialpädagogischer Theorie-, Alltags- und Praxisgestaltung ausgehandelt werden. Die patriarchale Grundfigur und ihre Konkretisierung in sozialen (Frauen)Berufen ist dagegen zwar durchaus Thema in historischen Analysen der Herausbildung von Sozialarbeit und Sozialpädagogik als Berufe, als durchgängiger Struktur- und Analysebereich, jedoch eine bis heute ungelöste Entwicklungsaufgabe. Und obschon die Realisierung von Gender- und DiversityDiversity|||||Im Deutschen wird der Begriff auch auch als Vielfalt benutzt und meint besonders, dass soziale Vielfalt konstruktiv genutzt wird. Im Diversity Management wird besonders auf eine positive Wertschätzung der individuellen Verschiedenheit eingegangen, um eine produktive Gesamtatmosphäre zu erreichen.-Analysen und Lehrangeboten in Akkreditierungsprozeduren von Studiengängen insbesondere in der Sozialpädagogik ein zu überprüfendes, anerkanntes Qualitätsmerkmal ist, kann von durchgängigen, vertieften Reflexionen bis heute nicht die Rede sein.

Angesichts der immer neuen Aufforderungen von Netzwerken wie z. B. dem Europäischen DECET: Diversity in Early Childhood Education and Training (2007) oder Veröffentlichungen, auch in 2009, die immer noch die Befassung mit dem Genderthema (Böllert et al. 2009) einfordern, muss sogar von einer gewissen Widerständigkeit der Sozialpädagogischen Theorie- und Empirieentwicklung ausgegangen werden und davon, dass auch in der Praxis class, race, gender, besonders in ihren vielfältigen wechselseitigen Bedingtheiten und Relationen, immer wieder die Tendenz haben, verdrängt zu werden.

Gender-MainstreamingGender-Mainstreaming|||||Gender-Mainstreaming beleuchtet die Aspekte der erworbenen Geschlechtsidentität im Hinblick auf Chancengleichheit. Gender-Mainstreaming fungiert als Strategie um auf verschiedenen Ebenen, wie Politik, Administration und  in gesellschaftlichen Prozesse  Chancengleichheit für die Geschlechter zu erreichen.  als spezifisches soziales Kompetenzfeld der Realisierung von Gleichstellung in den Geschlechterverhältnissen bleibt ebenso bis heute ein fortdauerndes Arbeitsprogramm.