Die „Qualifizierungsoffensive InklusionInklusion|||||Inklusion beinhaltet eine wertschätzende Haltung in Bezug auf Diversität und Vielfalt in der Bildung und Erziehung. Heterogenität wird als normale Gegebenheit der Gesellschaft gesehen, und es geht darum den Rahmen und das Umfeld, dieser Heterogenität anzupassen und zu gestalten. Inklusion bezieht sich auf alle heterogenen Eigenschaften in einer Gesellschaft und wird nicht vorranging auf das Thema Migration oder Behinderung bezogen." des Niedersächsischen Kultusministeriums für den Primarbereich ist hervorragend aus den Startblöcken gekommen: 600 Grundschulen beginnen im 1. Schulhalbjahr 2015/2016 mit schulinternen Lehrerfortbildungen (SchilF) zur Inklusion, damit werden mit der Qualifizierungsoffensive zeitgleich rund 7.500 Grundschullehrkräfte auf die mit der inklusiven Schule einhergehenden Aufgaben vorbereitet.

Innerhalb der kommenden drei Jahre bilden sich die teilnehmenden Schulen durch jeweils zweitägige Fortbildungen zu verschiedenen Teilaspekten der inklusiven Schule weiter. Diese Veranstaltungen richten sich immer an ein gesamtes Kollegium und „somit erreichen wir einen ganz großen Teil der Lehrkräfte an Grundschulen und machen sie noch fitter für die inklusive Schule. Damit vermehren sich die Kenntnisse über den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Unterunterstützungsbedarf in einer Schule auf einen Schlag. Das ist ein guter Weg, den wir in Niedersachsen eingeschlagen haben", kommentiert Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

Mit der „Qualifizierungsoffensive Inklusion" im Primarbereich wird nach und nach allen rund 1.700 Grundschulen und rund 20.000 Grundschullehrkräften ein Qualifizierungsangebot gemacht. Das Konzept sieht vor, dass die schulinternen Fortbildungen von speziell qualifizierten Lehrkräften, sogenannten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren inklusive Schule (MiS), durchgeführt werden. Diese 100 Lehrkräfte werden von dienstlichen Verpflichtungen freigestellt und erhalten insgesamt 600 Anrechnungsstunden im Gegenwert von rund 4,8 Millionen Euro. Im Frühjahr 2016 haben die Grundschulen erneut die Möglichkeit einen Antrag zu stellen, um am nächsten Durchgang teilzunehmen.

 

Basis: Niedersächsisches Curriculum zur inklusiven Schule

Basis der Fortbildungen ist das niedersächsische Curriculum zur inklusiven Schule, welches das Niedersächsische Kultusministerium gemeinsam mit den Universitäten Oldenburg und Bielefeld, der Fachberatung für Unterrichtsqualität und der Schulentwicklungsberatung der Niedersächsischen Landesschulbehörde sowie mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung entwickelt hat. Grundlagen inklusiver Bildung, der Prävention und Intervention im emotionalen und sozialen Bereich, Unterrichtsdidaktik in heterogenen Lerngruppen zur Förderung aller Schülerinnen und Schüler werden hier ebenso vermittelt, wie Co-Teaching, Diagnostik und diagnostische Verfahren, Förderplanung, Kooperative Förderplanung, Lernförderung und Beratung.

Auf welchen Schwerpunkt in den schulinternen Fortbildungen der Fokus gerichtet wird, ermitteln die angemeldeten Schulen gemeinsam mit den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren inklusive Schule. Heiligenstadt: „So gehen wir auf die Bedürfnisse der Schulen ein und greifen die Anregungen der Lehrkräfte auf." Die Niedersächsische Landesschulbehörde unterstützt die Grundschulen durch die Fachberatung für Unterrichtsqualität und die Schulentwicklungsberatung bei der Implementierung der Inhalte des niedersächsischen Curriculum zur inklusiven Schule.

 

Quelle: Presseinfo Nds. Kultusminsterium