Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) führt den Dialog zur Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildung. Dazu fand heute (2. Juli 2015) in Hannover ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern des Niedersächsischen Instituts für Frühkindliche Bildung e.V. (nifbe) statt.

 

Gründungsidee des nifbe besser umsetzen

„Unser Ziel ist es, der Gründungsidee des nifbe zu einer besseren Umsetzung zu verhelfen, als es in den bisherigen Strukturen möglich ist. Es gibt nach wie vor einen hohen Bedarf an Forschung im frühkindlichen Bereich sowie an entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen, um die Ergebnisse in der Praxis zu verankern. Diese Arbeit ist eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche frühkindliche Pädagogik in den Krippen und Kindergärten. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen wie der InklusionInklusion|||||Inklusion beinhaltet eine wertschätzende Haltung in Bezug auf Diversität und Vielfalt in der Bildung und Erziehung. Heterogenität wird als normale Gegebenheit der Gesellschaft gesehen, und es geht darum den Rahmen und das Umfeld, dieser Heterogenität anzupassen und zu gestalten. Inklusion bezieht sich auf alle heterogenen Eigenschaften in einer Gesellschaft und wird nicht vorranging auf das Thema Migration oder Behinderung bezogen. oder der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund, die aufgrund des Zuzugs von Flüchtlingen weiter wächst", erläutert Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, den grundsätzlichen Veränderungsbedarf.


Zu dem heutigen Gespräch zieht die Ministerin ein positives Fazit: „Es besteht Einigkeit in der Frage, dass Anpassungen erforderlich sind. Nun gilt es, aufbauend auf den Empfehlungen der Wissenschaftlichen Kommission des Landes Niedersachsen, tragfähige Lösungen zu erarbeiten, um eine nachhaltige und bedarfsorientierte Organisation zu schaffen. Hierbei werden die Vorschläge aus dem Kuratorium und dem Vorstand des nifbe mit einbezogen."

 

In dem heutigen Gespräch wurden die Vorschläge aus dem MWK ebenso wie die Positionen des nifbe-Vorstands erläutert und diskutiert. „Zu der Frage von mehr Wettbewerb in der Forschungsförderung besteht ebenso Konsens wie in der grundsätzlichen Feststellung, dass der regionale Transfer der Forschungsergebnisse auch zukünftig zentrales Element des nifbe sein wird. Für die Klärung der offenen Fragen werden wir uns die erforderliche Zeit nehmen", so Ministerin Heinen-Kljajić.

 

Anpassungen bei Regionalnetzwerken

In einer aktuellen Evaluation der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) wurden Änderungen der komplexen Organisationsstruktur des nifbe angemahnt. Um dies zu erreichen, sollen Forschungsschwerpunkte in die Universität Osnabrück verlagert werden. Darüber hinaus ist geplant, zusätzlich geförderte Forschungsprojekte in wettbewerblichen Verfahren auszuwählen, die damit potenziell allen niedersächsischen Hochschulstandorten mit früh- und kindheitspädagogischen Studienschwerpunkten offen stehen. Ebenso sind Anpassungen der Regionalnetzwerke vorgesehen.

 

Quelle: Presseinfo MWK