Buch-CoverDas neu in der nifbe-Schriftenreihe erschienene Buch „Vielfalt von Anfang an“ gibt eine prägnante und praxisorientierte Einführung zum aktuellen Thema der Inklusion in Krippe und KiTa – unter anderen mit Beiträgen von Timm Albers, Stephan Bree, Edita Jung und Simone Seitz. Durch verschiedene Blickwinkel und die Berücksichtigung unterschiedlicher Fach-Disziplinen erschließt es sowohl den theoretische Rahmen als auch die praktischen Implikationen und Umsetzungsszenarien der Inklusion für PraktikerInnen, Auszubildende und StudentInnen sowie MultiplikatorInnen aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung und Entwicklung.

 

 

Nach einer grundlegenden Einführung in das Thema der Inklusion werden im ersten Teil dieses Buches zentrale Inhalte einer inklusiven Pädagogik und ihre Schnittstellen zu anderen aktuellen Diskursen wie »Diversity« dargestellt. Die inklusive Pädagogik wird dabei als eine zentrale Dimension der Elementarpädagogik kenntlich, die weit über die Integration von Kindern mit Behinderungen oder mit Migrationshintergrund hinaus geht.


Im zweiten Teil des Buches werden verschiedene pädagogische und strukturelle Aspekte der InklusionInklusion|||||Inklusion beinhaltet eine wertschätzende Haltung in Bezug auf Diversität und Vielfalt in der Bildung und Erziehung. Heterogenität wird als normale Gegebenheit der Gesellschaft gesehen, und es geht darum den Rahmen und das Umfeld, dieser Heterogenität anzupassen und zu gestalten. Inklusion bezieht sich auf alle heterogenen Eigenschaften in einer Gesellschaft und wird nicht vorranging auf das Thema Migration oder Behinderung bezogen. vertiefend und praxisorientiert beleuchtet – von der ResilienzResilienz|||||Resilienz kann als "seelische Widerstandsfähigkeit" verstanden werden mit der Fähigkeit Krisen zu meistern und diese als Anlass für Selbstentwicklungen zu nutzen. In der Resilienzförderung geht es speziell darum die Widerstandsfähigkeit von Kindern und Erwachsenen in belasteten und risikobehafteten Lebenssituationen durch schützende Faktoren zu entwicklen, zu ermutigen und zu stärken. Ein verwandter Begriff ist der der Salutogenese.  über die Frage der Qualität und die Sicht der Eltern bis hin zu bildungs- und berufspolitischen Voraussetzungen für eine gelingende Umsetzung. Am Beispiel der Ästhetischen Bildung werden in diesem Abschnitt darüber hinaus auch zentrale Ansätze für eine inklusive Didaktik sichtbar.
 

Im dritten Teil zeigen PraktikerInnen, wie die Inklusion in Krippen und Kitas tatsächlich umgesetzt und gelebt werden kann. Die Sieger-Kitas deslandesweiten nifbe-Wettbewerbs zum Thema »Vielfalt als Chance« stellen so beispielsweise ihre Konzepte der gelebten Vielfalt und der »Inklusion durch Partizipation« vor. Zwei weitere Kita führen auf mitreißende Weise den Prozess der Inklusion eines Kindes bzw. einer Mitarbeiterin mit Behinderung vor Augen. An diesen und weiteren »Best Practice«-Beispielen wird deutlich, welche Chancen und Mehrwerte sich trotz aller Widerstände und Schwierigkeiten auf dem Weg zur Inklusion eröffnen – sowohl für das einzelne Kind, wie auch für die Gruppe und die ganze Gemeinschaft.
 

 

  • nifbe (Hg): Vielfalt von Anfang an. Inklusion in Krippe und KiTa. Herder, 232 S., 22,95 Euro.