Interdisziplinäre Projekte führen öffentliche und wissenschaftliche DiskursDiskurs|||||Der Begriff Diskurs kann verschiedene Bedeutungen haben, wurde ursprünglich jedoch als  „hin und her gehendes Gespräch“ verwendet. Weitere Bedeutungen sind: theoretische Erörterung, systematische, methodische Abhandlung, gesellschaftliche Auseinandersetzung, Erörterung. Sinnverwandt sind auch Debatte, Diskussion, Disput. e zusammen

Heute wird das Zentrum für InklusionInklusion|||||Inklusion beinhaltet eine wertschätzende Haltung in Bezug auf Diversität und Vielfalt in der Bildung und Erziehung. Heterogenität wird als normale Gegebenheit der Gesellschaft gesehen, und es geht darum den Rahmen und das Umfeld, dieser Heterogenität anzupassen und zu gestalten. Inklusion bezieht sich auf alle heterogenen Eigenschaften in einer Gesellschaft und wird nicht vorranging auf das Thema Migration oder Behinderung bezogen.sforschung Berlin (ZfIB) an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) gegründet. Die Einrichtung bezieht Inklusion nicht nur auf die derzeit im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs dominierende Heterogenitätsdimension Behinderung/Befähigung, sondern auf sämtliche soziale Ungleichheitslagen und führt die daran anknüpfenden Diskurse zu (Anti-)Diskriminierung, Teilhabe, Anerkennung und Demokratieentwicklung zusammen.

Es sind interdisziplinärinterdisziplinär|||||Unter Interdisziplinarität versteht man das Zusammenwirken von verschiedenen Fachdisziplinen. Dies kann auch als „fächerübergreifende Arbeitsweise“ verstanden werden, z.B wenn Psychologen, KinderärztInnen, ErzieherInnen und Lehrende zusammen an einer Fragestellung arbeiten.e Projekte und regelmäßige Veranstaltungen geplant, die unter anderem das Ziel haben, dauerhafte Kooperationen zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik zu etablieren. Auf diese Weise sollen Anwendungsbezug und Wirksamkeit von Forschungsprojekten sichergestellt und die Verbreitung der Projektergebnisse in der Öffentlichkeit unterstützt werden. Weiter soll eine unabhängige wissenschaftliche Beratung zur Umsetzung inklusiver Entwicklungen und zur Verringerung und Verhinderung exkludierender Strukturen und Prozesse in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen angeboten werden.

Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin: „Mit dem Zentrum für Inklusionsforschung wollen wir zu einem tieferen Verständnis über soziale Ausgrenzung kommen, um zu ihrer Reduktion und Verhinderung beizutragen.“

Vera Moser, Gründungsdirektorin des ZfIB: „Inklusion verlangt grundlegende systemische Veränderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Dies kann nur in Form eines partizipativen Prozesses und in Kooperation zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik geschehen, um Ressourcen bündeln und nachhaltige Wirkungen erzielen zu können – auf nationaler und internationaler Ebene. Dies ist das zentrale Anliegen unseres Zentrums.“

Zu den Gründungsmitgliedern gehören Personen verschiedener Institute und Fakultäten der HU sowie anderer wissenschaftlicher Einrichtungen, wie zum Beispiel das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB), die Freien Universität Berlin (FU), die Technischen Universität (TU), die Evangelischen Hochschule (EHB) und die Katholischen Hochschule für Sozialwesen (KHSB).

Quelle: Presseinfo Humboldt-Universität zu Berlin