"Schwierige" Elterngespräche in der KiTa

Herausforderungen & Möglichkeiten

Inhaltsverzeichnis

  1. Stress & Konflikt im Gespräch
  2. Wenn Eltern kämpfen
  3. Beratung im Zwangskontext – in der Kita?
  4. Psychische Krankheiten - Scham & Tabus in Familien
  5. Geschlossene Systeme – wenn Familien „dichtmachen“
  6. Verdacht auf sexuellen Missbrauch
  7. Grenzen in der Zusammenarbeit mit Eltern?!
  8. Ausblick - Supervision als qualitätssicherndes Instrument
  9. Literatur

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Besonders im Bereich des Kinderschutzes kommt es für pädagogische Fachkräfte in der KiTa zu gefühlt „schwierigen“ Gesprächskontexten. Manchmal entstehen diese bereits in Entwicklungsgesprächen mit den Eltern. Woran liegt dies eigentlich und was sind die besonderen Herausforderungen? Ähnlich der Vorgehensweise in der systemischen Beratung, erst das Problem zu würdigen bevor man in die Lösungsorientierung geht, soll hier einigen komplexen Problemlagen von Eltern und den damit einhergehenden Aufgaben für die Kitas, Rechnung getragen werden. Was sind die Möglichkeiten? Gibt es eigentlich Grenzen für die Zusammenarbeit mit Eltern? Alle Praxisbeispiele wurden anonymisiert und pseudonymisiert.

Kinderschutz in der KiTa

Die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas haben es im Rahmen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit vielfältigen Eltern – also mit einem ganz normalen Querschnitt der Gesellschaft zu tun. Vor diesem Hintergrund führen die Kitamitarbeiter*innen Elterngespräche, sowohl präventiv, beratend als auch in konkreten (Gefährdungs-)Situationen. Eine Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben möglichst klar zu filtern und den Eltern gegenüber transparent zu machen.

„Vor allem unfreiwillige Klienten ziehen es in der Regel vor, dass man offen und direkt mit ihnen umgeht. (...) Sie erwarten, dass professionelle Helfer ehrlich zu ihnen sind. Sie schätzen fast jede Art von Offenheit und klaren Äußerungen angesichts ihrer Erfahrungen mit Entscheidungen von überweisenden Stellen, die ‚hinter ihrem Rücken‘ getroffen werden.“ (Conen/Cecchin 2016, S. 154)

Eltern zeigen sich in diesen Gesprächskontexten nicht immer kooperativ. Bereits bei wohlgemeinten Gesprächsangeboten der Kitamitarbeiter*innen können Reaktionen von Seiten der Eltern erfolgen, die für die Fachkräfte überraschend sind, so dass die sich anschließend fragen, habe ich etwas Falsches gesagt? Dieses Verhalten der Eltern kann z. B. aus Widerständen resultieren.

„Widerstand ist das Regulativ für die angemessene Geschwindigkeit der Veränderung.“ (Mathias Varga von Kibéd in Witzleben 2019, S. 58)


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