Kindertagespflege zwischen Identifikation und Belastung

Teilergebnisse einer Fragebogenerhebung zur Selbstkompetenz pädagogischer Fachkräfte in Niedersachsen

Inhaltsverzeichnis

  1. Kindertagespflege zwischen Identifikation und Belastung
  2. Hohe Selbstwirksamkeitsüberzeugung
  3. Mangelnde Unterstützung
  4. Geringe gesellschaftliche Anerkennung
  5. Anerkennung durch Eltern
  6. Fazit / Ausblick

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Ko-Autorin: Inga Doll, M.A.


Im Folgenden werden erste Teilergebnisse einer niedersachsenweiten Online-Befragung vorgestellt, deren Ziel es war, die Selbsteinschätzung pädagogischer Fachkräfte zur eigenen Selbstkompetenz zu erheben. Darüber hinaus können aus den Ergebnissen der Befragung Rückschlüsse auf die pädagogische Qualität (Orientierungs-, Struktur- und Prozessqualität)  in verschiedenen Bereichen der frühkindlichen Bildung gezogen werden. Durchgeführt wurde die Befragung von der Forschungsstelle Begabungsförderung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) unter der Leitung von Prof. Dr. Solzbacher.


Hintergrund der Befragung

Die Zielgruppe der Befragung war pädagogisches Fachpersonal in Niedersachsen: Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen (ErzieherInnen, SozialassistentInnen, KinderpflegerInnen etc.) und Kindertagespflegepersonen.  An dieser Stelle beschränken wir uns zunächst auf die Darstellung der Ergebnisse aus dem Bereich der Kindertagespflege. Hier treten  interessante Aspekte zu Tage, die die aktuelle Debatte um die (Qualität der) Kindertagespflege bereichern können.

Die Befragung wurde als Online-Befragung konzipiert, deren Link über einen Verteiler niedersachsenweit an Kindertagesstätten versendet und außerdem  über das Niedersächsische Kindertagespflegebüro[1] an die FachberaterInnen weitergeleitet wurde. Diese gaben den Link beziehungsweise ausgedruckte Fragebögen an die Tagespflegepersonen weiter und sicherten so einen großen Rücklauf aus diesem Bereich.

Nach Güteprüfung und Bereinigung der Daten wurden für die Standard-Auswertung vor allem Häufigkeiten und Mittelwerte berechnet. Darüber hinaus wurden Kreuztabellen und Mittelwertvergleiche erstellt und im Einzelfall multivariate Analysen ergänzt. Nach der Bereinigung des Datensatzes konnten 981 vollständig ausgefüllte Fragebögen in die Auswertung eingehen. Dabei lassen sich 18,2% der Krippe, 44,3% der Kita, 4,2% dem Hort und 44,0% der Tagespflege zuordnen. 5,0% der TeilnehmerInnen gaben sonstiges als ihr Berufsfeld an. Der Fragebogen wurde zu  97,1% von weiblichen Personen ausgefüllt.