Schörl-Pädagogik - einige ausgewählte Aspekte

Inhaltsverzeichnis

  1. Schörl-Pädagogik - einige ausgewählte Aspekte
  2. Raumteilverfahren
  3. Nachgehende Führung
  4. Spiel und Gestalten als Herzstück und Königsweg
  5. Gruppenstrukturierung und Gruppenstärke
  6. Tagesablauf
  7. Glaubenserziehung
  8. Kritik
  9. Fazit
  10. Literatur

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Fazit

Schörl und Schmaus haben mit ihrem Konzept sicherlich nicht das Rad der Kleinkindpädagogik neu erfunden. Trotzdem kommt ihnen das Privileg zu, verschiedene Wissenschaftsbereiche in neue Relationen zueinander gesetzt zu haben und daraus ein „zeitgemäßes und anspruchsvolles Konzept“ für den Kindergarten (die Kita) geschaffen zu haben. Die heutige Schörlpädagogik orientiert sich, wie seinerzeit Mater Schörl und Margarte Schmaus auch, in seinem pädagogisch-methodischen Handeln, seinen Zielen und seinen Inhalten an den Herausforderungen des Lebens, wie auch an den sich im ständigen Wandel befindlichen Lebenssituationen und Erfahrungen der Kinder und ihrer Eltern. Nach wie vor ist von Gültigkeit:
„Die wichtigsten Aufgaben der Erzieherin sind
  • da zu sein;
  • sich Zeit zu nehmen, um zuzuhören, was das Kind sagt;
  • zu sehen, was es zeigen will;
  • zu erkennen, was es braucht...
Die wichtigste Frage, die die Erzieherin sich immer wieder stellen muß:
‚Kind, wie geht es dir in deiner jetzigen Situation?‘ (Caritasverband o. J., S. 84).


Anmerkungen

1) Da Mater Schörl seinerzeit noch nicht den Begriff Kita kannte, verwende ich folgend die Bezeichnung Kindergarten.
2) Beispielsweise hatte Mater Schörl in der Diözese Hildesheim von 1969 bis 1982 insgesamt 22 mehrtägige Veranstaltungen durchgeführt, anfangs einen Grund- und einen Aufbaukurs von jeweils drei Tagen, später einen fünftägigen Kompaktkurs (vgl. Riedel 2003, S. 54). Auch eine beachtliche Anzahl von Kindergärtnerinnenseminaren luden Mater Schörl zu mehrtätigen Fortbildungsveranstaltungen ein, z. B. (katholische) Ausbildungsstätten in Augsburg, München oder Lingen.