Seit 2017 ist eine Projektgruppe des nifbe unter der Leitung von Prof. Dr. Renate Zimmer als wissenschaftliche fachlich-inhaltliche Begleitung im Bundesprogramm „Kita-Einstieg – Brücken bauen in frühe Bildung“ tätig. Die Laufzeit des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Programms endet im Dezember 2020.

Das Bundeprogramm spricht vor allem Familien an, deren Kinder bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht werden. Einer der Schwerpunkte ist dabei auch das Erreichen von Familien mit Fluchterfahrungen. „Wir müssen jedem Kind die gleiche Zugangschance zur frühkindlichen Bildung in der Kindertagesbetreuung eröffnen, um zum Beispiel das Erlernen der deutschen Sprache und die Integration von Anfang an zu fördern“ unterstreicht die Projektleiterin Prof. Dr. Renate Zimmer. Die Zahlen des programmbegleitenden Monitorings weisen nach der Hälfte der Laufzeit erste deutliche Erfolge auf: viele Kinder aus den außerinstitutionellen Angeboten des Bundesprogramms haben bereits den Weg in eine Regelbetreuung gefunden.

Die nifbe-Arbeitsgruppe hat im Bundesprogramm im Rahmen eines durch Drittmittel finanzierten Projekts die Aufgabe der wissenschaftlich-konzeptionellen Prozessbegleitung übernommen und ist damit Ansprechpartnerin für pädagogisch-konzeptionelle Fragen aus den rund 150 Standorten in ganz Deutschland. Dieses Angebot wird intensiv genutzt und von den Vertreterinnen und Vertretern der Standorte sehr wertgeschätzt. Die von der Arbeitsgruppe des nifbe im Bundesprogramm entwickelten Materialien werden gut angenommen, sie sind online auch für andere Personen kostenfrei abrufbar. Neben einem Elterninformationsflyer über das System der Kindertageseinrichtungen in Deutschland, der in 11 Sprachen übersetzt vorliegt, gibt es auch eine Online-Sammlung von leicht verständlichen Fachtexten, die einen schnellen ersten Zugang zu den komplexen Themen ermöglicht, die auch für die Fachkräfte in diesem Bundesprogramm relevant sind. In dieser Wissen kompakt-Textsammlung sind bis August 2019 zwanzig zweiseitige Texte erschienen.

Impulstagungen und Veröffentlichungen

Des Weiteren konzipierte die Arbeitsgruppe des nifbe mit Unterstützung des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) Impulstagungen, die in Osnabrück, Bamberg, Halle (Saale) und Heidelberg stattgefunden haben. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist der Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Bundesprogramm verbunden mit inhaltlichen Impulsen aus dem Fachdiskurs und intern von Standorten aus dem Bundesprogramm. Die Veranstaltungen waren schnell ausgebucht und haben mit jeweils ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattgefunden.

Im Rahmen der Aufgaben der Prozessbegleitung innerhalb des Bundesprogramms hat die nifbe-Arbeitsgruppe auch intensiv die Standorte zum Thema der Konzeptionserstellungen beraten. Dazu wurden unter anderem für die pädagogischen und sozialwissenschaftlichen Konzeptionskriterien im Bundesprogramm vom nifbe grundlegende Texte erarbeitet, die den Standorten die Auseinandersetzung mit den Kriterien im pädagogischen Arbeitsalltag und bei der Konzeptionserstellung erleichtern sollen. Zur intensiveren und konkreteren Auseinandersetzung damit werden in 2020 regionale Dialogtreffen vom nifbe gestaltet, die bei der Verstetigung und Nachhaltigkeit der Arbeiten und Erkenntnisse im Bundesprogramm in den einzelnen Standorten unterstützten sollen.

Ansprechpartner *innen:

Dipl. Mot. Peter Keßel
Dipl.-Soz.päd. Andrea Steinke
Dipl.-Psych. Anna Dintsioudi
M.A. Michaela Kruse-Heine
Dipl. Mot. Fiona Martzy



Weitere Infos: http://kita-einstieg.fruehe-chancen.de/