Was lernen wir aus der Situation?

8 Monate 3 Wochen her #89 von Anna Jochums
Was lernen wir aus der aktuellen Situation? Welche Konsequenzen ziehen wir, um bei einer möglichen nächsten Extremsituation (besser) vorbereitet zu sein?
Wie können alle Ebenen gehört werden (Kinder, Eltern, Kitas, Träger usw.)?

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6 Monate 1 Woche her - 6 Monate 1 Woche her #172 von SeniorDidi
Hallo Frau Jochums,
bin neu hier im Forum - deshalb kurz was Biografisches: Gelernter
Dipl.Päd., viele Jahre im KitaManagement eines großen
Wohlfahrtsverbandes, jetzt iR - und mit Blick auf meine Enkel heftig mit
den akuten CoronaFragen befasst.
Ich wundere mich über das bisherige Schweigen auf Ihre Fragen - dabei ist der Blick in die nähere und ferne Zukunft die einzige Channce, für ein unvermeidliches >Nächstes Mal< die bessere Alternative zur jetzigen Pandemie-Praxis zu kennen und vorzubereiten.
Meine Überlegungen sind über viele Zwischenstufen bei diesem Konzept gelandet:
KITA kanns
VOLLZEITangebot fürALLE unter Epidemie-/Pandemie-Bedingungen
·       Vorbereitung auf Stadt-/Kreisebene
(a) SPRINGER-Kräfte = FK + HK  (b) VormerkungBüroContainer mit WC
·       Start bei EINZELFALL-Infektionsverdacht:
Kind nachhause, Info an Gesundheitsamt weg. Häuslicher Testquarantäne u. Tests
in Kita
·       Beobachtung für 4 Wochen
 Aufteilung derGruppe des Kindes in 3 Teilgruppen = 2 Gr im GrRaum in getrennten Spielbereichen
(1,5m Abstand dazwischen, Dauerlüftung),
1 Gr im aufgebockten BüroContainer (mitWC) auf dem abgeteilten Spielplatz = KitaQuarantäne für die Kinder mit
Direktkontakt zum Infizierten / inkl. Testung

·       Personal
Gr 1 = Päd. HilfsK, Gr 2 = GrLeiterin(Fachaufsicht mit Sicht- u. Hörkontakt),
Gr 3 = Fach – plus HilfsK (= Springer auf Stadtebene)
·       Rückführung / Erweiterung
nach Befristungsende durch GesundAmt / Erweiterung auf 2. Gesamt-gruppe nach
Bedarf.
·       Kosten
Entlastung der Träger.

Alternativ zum Container könnte das Konzept >Freiluft-KITA< mit je 2 Kleingruppen in benachbarten Aktionsbereichen und 1 FK + HK (oder FSP-Praktikant*in) sowie Regenunterstand/Toilettenwagen prakiziert werden.

Bin gespannt auf Ihre Antwort....

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1 Monat 5 Stunden her #285 von Julia86
Die von SeniorDidi angesprochene Idee der Freiluft-KiTa finde ich zwar spannend, aber im Winter nicht unbedingt praktikabel. Auch wenn man die Kinder gut anzieht und sie sich viel bewegen, kann man meiner Meinung nach nur eine bestimmte Zeit draußen bleiben. Und auch drinnen mit Dauerbelüftung bei offenen Fenstern finde ich eher eine Zumutung, da ich selbst recht empfindlich bin, was Zugluft angeht.

Systemrelevant: Das sind unsere Kinder und ihre Zukunft.

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1 Monat 3 Stunden her #288 von SeniorDidi
Hallo Julia - im Kern geht es um den Umgang mit dem Infektionsfall eines Kindes - und hier um die Frage, ob mit ihm auch die gesamte Gruppe nachhause muss.
Dabei geht es um Beobachtung als Kontaktpersonen - für 1-2 Wochen.
Mein Vorschlag hat den Zeitrahmen von 1 Woche + WoEnde zuhause.
Von den drei Teilgruppen der betroffenen Gruppe haben zwei den geteilten Gruppenraum +GrLeiterin und PädHelferin, die dritte (=Kontakt-I-Kinder) braucht gesonderten Raum - am besten den Bürocontainer aufgebockt auf dem Spielplatz, und eine zusätzl. FK + HKraft (Vertretung für 1 Wo).
Mit diesem Ansatz fordere ich alle Beteiligten inkl. Kommunal -u. Landespolitik auf, statt  - zulasten der Kinder und Eltern - EInschränkungen des Kiatangebotes hinzunehmen, für die befristete Dauer der Pandemie ZUSÄTZLICHE Anstrengungen zu unternehmen und zu finanzieren. Wenn dies aktuell nicht (mehr) möglich erscheint, dann zur Vorbereitung auf die nächste Pandemie. Sie wird nicht ausbleiben, weil wir uns das dringend wünschen...
Was sagen Sie bitte dazu?

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1 Woche 3 Tage her #300 von Julia86
Hallo SeniorDidi, vielen Dank für die ausführliche Erklärung! Die vorgeschlagene Aufteilung der Gruppe klingt sehr sinnvoll, um den Kita-Betrieb so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. Vor allem im Hinblick auf die nächste Extremsituation werden gute und vor allem umsetzbare Strategien dringend gebraucht. Wir haben letztes Jahr ja gesehen, wie schnell es gehen kann und dann ist guter Rat oft teuer.

Systemrelevant: Das sind unsere Kinder und ihre Zukunft.

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1 Woche 3 Tage her #304 von SeniorDidi
Hallo Julia - freut mich, verstanden zu sein.
In NRW gibt es seit Neuestem etwas, woran auch Kitas anknüpfen könnten: eine Personalreserve für Kinder, die in der Schule begleitet werden, während alle anderen im Distanzunterricht zuhause sind - und das eben bereits ab morgends. Die Hausaufgabenbetreuung gehört dazu - inkl. der Begleitung am Tablet, das auch ihnen zur Verfügung steht. Die Zusatzkosten werden kommunal gedeckt.
   Das wäre dann der Anknüpfungspunkt für den Vetrtetungspool beim Jugendamt für 1 FK+HK während der Beobachtungswoche/n - und für sonstige Engpässe in den Kitas.
Sowas auf Dauer einzurichten und zu finanzieren, wird harte politische Arbeit erfordern - mit Start bei den eigenen Kita-Trägern, und mit ihrer Hilfe in den Stadträten und Kreistagen sowie im Landtag.
Ich hoffe auf alle Aktiven - für meine Enkel.

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