Virologische Erkenntnisse und Fragen

8 Monate 3 Wochen her #101 von BrunoCapra
Zu vorsicht mahnt auch eine Arbeitsgruppe der Pettenkofer School of Public Health an der Münchner LMU
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/schuloeffnungen-schutzmasken-kinder-coronavirus-schulen-1.4887434?fbclid=IwAR1qPtlHrnY6-Vz-BFEZH9atgvkEBZBdU7iYs_rlS5SKSh-mqyfgOQ8LkUo
Die Stellungnahme suche ich noch. Denn ich stelle fest, dass der Teufel, wie so oft, im Detail steckt. Deshalb können Überschriften manchmal trügerisch sein.
In dem Artikel wird auch auf eine Veröffentlichung in Jama Pediatrics von vor 4 Tage hingewiesen. Interessant aber nicht wirklich hilfreich aus meiner sicht, denn die Studie bezieht sich auf Pubblikationen die vor dem 03.03.2020 erschienen sind.
https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2765169
Die Seite habe ich mir trotzdem gespeichert denn sie liefert einige Studie rund um unser pädagogischen Alltag.

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8 Monate 3 Wochen her - 8 Monate 3 Wochen her #109 von karstenherrmann
Eine erste Studie von Prof. Drosten kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass Kinder genauso ansteckend sind wie Erwachsene:

www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coro...10-ada5-1acc3bde095a

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8 Monate 3 Wochen her #110 von BrunoCapra
Hier die Studie von Drosten (für alle die ins Detail es wissen wollen):
https://zoonosen.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc05/virologie-ccm/dateien_upload/Weitere_Dateien/analysis-of-SARS-CoV-2-viral-load-by-patient-age.pdf

Und hier eine Studie auf die Drosten selbst gestern aufmerksam gemacht hat, die seine Erkenntnisse ein Stück ergänzt:
https://science.sciencemag.org/content/early/2020/04/28/science.abb8001

Eine äußerst interessante Publikation. Einerseits werden Kinder als wesentlich seltener "infiziert" gesehen, andererseits messen der Schließung der Schule eine nicht unerhebliche Bedeutung bei im Sinne der Steuerung der Pandemie.
Ich werde sie mir genauer anschauen und versuchen dieses Paradox zu verstehen

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8 Monate 3 Wochen her #111 von BrunoCapra
Hier ein sehr schöne zusammenfassender Artikel (endlich mit Quellennachweise).
Zu lesen ist ein interessanter Lösungsvorschlag von Reinhard Berner - Leiter der Kinderklinik der Uni Dresden und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.
Auszug:
„Darüber, wie genau sich Schul- und Kita-Schließungen auswirken, gibt es definitiv noch Forschungsbedarf. […] Was also tun, solange Daten fehlen? Reinhard Berner […] sagt, zumindest in Sachsen und vielleicht auch anderen, weniger stark von Corona betroffenen Regionen, "wären wir gut beraten, möglichst schnell unter sehr gut geplanten und wissenschaftlich begleiteten Rahmenbedingungen aufzumachen." Dafür brauche es gute Regeln, "sowohl was den Infektionsschutz in den Kindereinrichtungen angeht, als auch die Überwachung, damit einem die Lage nicht entgleitet". Wenn sich herausstellt, dass sich im Rahmen der Öffnungen mehr Kinder in den Kitas oder Schulen, aber auch Menschen in deren Familien, ansteckten, müsse man notfalls in einem Stufenplan auch mal einen Schritt zurückgehen, sagt Berner. […] Dass es – zumindest in wenig betroffenen Regionen – Sinn machen könnte, Schulen und Kitas vorsichtig und kontrolliert wieder zu öffnen, habe verschiedene Gründe, sagt Berner. Einerseits könnten die anstehenden Sommermonate – aufgrund höherer Temperaturen und mehr UV-Licht – die Infektionswelle möglicherweise dämpfen. Andererseits sei jetzt ein guter Zeitpunkt, verschiedene Regeln einmal "durchzuspielen, möglicherweise auch Fehler zu machen, die vielleicht korrigierbar sind". Warte man zu lange, kämen erst die Sommerferien und dann der Herbst. Und mit dem Herbst eine Welle anderer Atemwegsinfektionen, die die Dinge verkompliziere. Zum einen, weil die Kinderkliniken dann ausgelasteter sind als im Moment und zum anderen, weil sich die Symptome häufen, die auch für Corona typisch sind: Husten, Schnupfen und Fieber. Da dürfte häufiger Fehlalarm vorprogrammiert sein. Berner will seine Vorschläge keinesfalls als Kritik an den Virologen verstanden wissen. Die machten eine "herausragende Arbeit". Er glaubt aber, dass es momentan wichtig sei, auch die Experten für Kinder und Spezialisten für Infektionskrankheiten bei Kindern, in die Entscheidung um Schul- und Kita-Öffnungen einzubeziehen: also Kinderärzte, Kinderinfektiologen, Pädagogen und Psychologen."
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/coronavirus-kinder-infektionsrisiko-schuloeffnung-christan-drosten/komplettansicht?fbclid=IwAR1x-Bql1XlfFBxT5QGX_oFHkTG3LX9fldq8JrBeVcaFFVuw6CjztKwzrTs 

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8 Monate 2 Wochen her #126 von BrunoCapra
Umfangreichen Zusammenfassung mit zugängliche Quellen.
https://www.aerzteblatt.de/archiv/213829/Coronakrise-Kinder-haben-das-Recht-auf-Bildung?fbclid=IwAR36-t97fslG7ynU9Bmh9IRGcUyXfU26lgDq08YOhLTiguBHkDIn7GW7HYQ Unter "Autoren" ist es zu lesen: Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Pädiatrische Infektiologie, LMU Klinikum: Dr. med. Tilmann Schober, Dr. med. Anita Rack-Hoch, Dr. med. Anna Kern, Dr. med. Ulrich von Both, Prof. Dr. med. Johannes Hübner.Interessant für mich als Laie ist, festzustellen, dass damit gewißermaße eine Empfehlung (*) einer Arbeitsgruppe der Pettenkofer School of Public Health München die ebenfalls an der LMU angesiedelt ist, widersprochen wird...... ich muss da mal noch nachfragen.(*) in der Süddeutsche vom 26.04.2020

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