Auf großes Interesse ist die Qualifizierungsinitiative „Integrative Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen" gestoßen: 779 sozialpädagogische Fachkräfte aus über 760 Kindertagesstätten haben sich für die im März 2014 gestartete Zusatzqualifikation angemeldet, die vom Kultusministerium zur Verfügung gestellten 1,5 Millionen Euro sind damit voll ausgeschöpft.

„Über diesen großen Zuspruch freue ich mich sehr. Es ist den Bildungsträgern gelungen, in kürzester Zeit ein überaus attraktives und bedarfsorientiertes Angebot auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig haben es die Kindertagesstätten geschafft, erfolgreich für die Teilname an dieser Weiterbildungsinitiative zu werben und ihre Fachkräfte freizustellen. Allen an dieser Qualifizierungsinitiative Beteiligten gebührt daher ein großes Lob", sagte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Sie sei überzeugt, dass mit dieser Maßnahme wichtige Beiträge zur Umsetzung der InklusionInklusion|||||Inklusion beinhaltet eine wertschätzende Haltung in Bezug auf Diversität und Vielfalt in der Bildung und Erziehung. Heterogenität wird als normale Gegebenheit der Gesellschaft gesehen, und es geht darum den Rahmen und das Umfeld, dieser Heterogenität anzupassen und zu gestalten. Inklusion bezieht sich auf alle heterogenen Eigenschaften in einer Gesellschaft und wird nicht vorranging auf das Thema Migration oder Behinderung bezogen. und zur Fachkräftesicherung in Niedersachsen geleistet werden.

Im Fokus: Inklusive Betreeuung in KItas

Im Mittelpunkt der Qualifizierungsinitiative steht die Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern zu Fachkräften für die inklusive Betreuung in Kindertageseinrichtungen. Insbesondere werden die Erzieherinnen und Erzieher für die Integration von Kindern mit Behinderung in Krippen und Kitas geschult. Für entsprechende Weiterbildungsangebote stellt das Niedersächsische Kultusministerium im Jahr 2014 rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld übernimmt das Land die Teilnahmegebühren für die Weiterbildung, während sich die Träger von Kindertageseinrichtungen um die Freistellung der Erzieherinnen und Erzieher für die Teilnahme, die Übernahme der Reisekosten sowie die Absicherung der Vertretung in der Betreuung kümmern. Vor Ort setzten insgesamt 38 Bildungsträger die Qualifizierungsinitiative um, darunter Volks-, Kreisvolks-, und Heimvolkshochschulen sowie Anbieter aus der katholischen und evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung. Der erste Kurs startete Ende April 2014, der letzte Kurs wird Ende November 2014 beginnen. Alle Maßnahmen werden spätestens im September 2015 abgeschlossen sein.
 
Immer mehr Kinder mit Behinderungen in integrativen Gruppen

Der Bedarf an Fachkräften mit heilpädagogischer Qualifikation hat sich während des Ausbaus der Betreuungsplätze an Krippen und Kitas zur Sicherung des Rechtsanspruchs deutlich erhöht: Wurden im Jahr 2008 noch rund 4060 Kinder über drei Jahren mit einer Behinderung in integrativen Kindergartengruppen betreut, waren es im Jahr 2013 schon rund 4800 Kinder. Heiligenstadt: „Das ist eine positive Entwicklung im Sinne der Inklusion als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe. Wir müssen aber auch für die Zukunft gute Rahmenbedingungen für eine qualitätsvolle Betreuung der Kleinsten mit Unterstützungsbedarf sichern und das geht nur mit qualifiziertem Fachpersonal."


Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium