Inklusion durch Musik als universelle Sprache

Erfahrungen und Reflexionen aus der Praxis

Inhaltsverzeichnis

  1. Inklusion durch Musik als universelle Sprache
  2. Empathie und Wertschätzung
  3. Beziehungen gestalten
  4. Eigenaktivität und Selbstwirksamkeit
  5. Verschiedenheit und Vielfalt als Gewinn
  6. Kommunikation mit und ohne Sprache
  7. Fazit
  8. Literatur

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Viele Kinder, verschiedene Nationalitäten, unterschiedliche Sprachen und Religionszugehörigkeiten, junge und ältere Kinder, Kinder mit und ohne Behinderung fröhlich unter einem Dach (Bornhorst 2012, S. 161) -  So könnte man die Vorstellung von praktizierter InklusionInklusion|||||Inklusion beinhaltet eine wertschätzende Haltung in Bezug auf Diversität und Vielfalt in der Bildung und Erziehung. Heterogenität wird als normale Gegebenheit der Gesellschaft gesehen, und es geht darum den Rahmen und das Umfeld, dieser Heterogenität anzupassen und zu gestalten. Inklusion bezieht sich auf alle heterogenen Eigenschaften in einer Gesellschaft und wird nicht vorranging auf das Thema Migration oder Behinderung bezogen. in der Kindertagesstätte oder in der Grundschule umschreiben.


Doch wie wie kann hier die praktische Arbeit aussehen, wenn „gemeinsame Teilhabe mit dem Anspruch auf individuelles Lernen – zwei sich zunächst zu widersprechen scheinende Ziele- zu vereinbaren“(König 2012, S. 155) sind?
 

Als das Thema zum ersten Mal an mich heran getragen wurde, dachte ich: was habe ich als Praktiker und Musiker damit zu tun? Seit über 20 Jahren schreibe ich Lieder und singe, spiele und musiziere mit Kindern – was hat das mit Inklusion zu tun? Geht es dabei nicht hauptsächlich um die Bereitstellung institutioneller Rahmenbedingungen und die Veränderung von Erziehungshaltungen? Ist das nicht eher ein Thema für Theoretiker? Und bestenfalls eine Anregung, meine eigene Haltung zu überprüfen?

Je mehr ich mich damit befasste, desto deutlicher wurde mir: Inklusion kann gerade in der Praxis nur gelingen mit und durch Musik. „Durch gemeinsames Musizieren, mehrsprachiges Singen unter Einbindung der Herkunftssprache und das Übertragen von Rhythmus in Bewegung können Kinder Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit kindlicher Neugier und Toleranz erleben“(Bornhorst 2012, S. 163).

 So machte ich mich also daran, diese Ideen in die Praxis umzusetzen. Für mich als Musiker kristallisierten sich dabei fünf zentrale Themenfelder heraus:

  • Empathie und Wertschätzung

     

  • Beziehungen gestalten

     

  • Eigenaktivität und Selbstwirksamkeit

     

  • Verschiedenheit und Vielfalt

     

  • Kommunikation mit und ohne Sprache

 

Ich habe versucht, diese Themen musikalisch umzusetzen. Wie ich dazu gekommen bin und welche Gedanken mich dabei bewegten, möchte ich im Folgenden kurz schildern. Ich habe mich bemüht, meine Intention jeweils an Beispielen zu erläutern.

 


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