Von lila Monstern und mutigen Feen
- Rollen(vor)Bilder in Kinderbüchern und die Vorstellung des Klische*esc-Medienkoffers
Lesen ist ja eher so'n Mädchending"…
…sagt die Mutter auf dem Bücherflohmarkt, ihren fünfjährigen Sohn an der Hand, der aufmerksam zuhört. Dieses Stereotyp wird munter an die nächste Generation weitergereicht, und so lesen Jungen denn inzwischen nicht nur weniger als Mädchen, sie lesen im Durchschnitt auch schlechter. Ab der siebten Klasse gehört fast jeder fünfte Junge in die Leseindexkategorie »sehr niedrig«, hingegen nur jedes zwanzigste Mädchen. 80% der Jugendlichen in Deutschland mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche sind männlich.
Die Reaktion auf diese Ergebnisse war, dass seit den 2000ern zunehmend Lesestoffe speziell für Jungen entwickelt werden. Verlage versprechen sich von einer Genderdifferenzierung des Kinder- und Jugendbuchmarkts höhere Profite, Pädagog*innen hofften auf ein zunehmendes Leseinteresse der Jungen und Verlage wiederum werden von Firmen beraten, die auf Gendermarketing setzen und reproduzieren in ihren Programmen die angebliche Notwendigkeit eines binären, rosa-hellblauen Angebots.
Der klische*esc-Medienkoffer will dieser Entwicklung entgegenwirken und Kita-Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Kindern unterstützen. Die enthaltenen Materialien (30 Bilderbücher, 10 Fachbücher, Handpuppe…) bieten einen Einstieg in die inklusive und vielfältige pädagogische Praxis. Er ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins klische*esc e.V., der sich u.a. gegen enge Rollenvorbilder und für Wahlfreiheit im Alltag von Kindern engagiert.
Almut Schnerring hat das klische*esc-Medienkoffer-Projekt ins Leben gerufen und stellt seine Entstehung, das Konzept, die Arbeit damit und die Resonanz darauf vor.
Referentin:
…sagt die Mutter auf dem Bücherflohmarkt, ihren fünfjährigen Sohn an der Hand, der aufmerksam zuhört. Dieses Stereotyp wird munter an die nächste Generation weitergereicht, und so lesen Jungen denn inzwischen nicht nur weniger als Mädchen, sie lesen im Durchschnitt auch schlechter. Ab der siebten Klasse gehört fast jeder fünfte Junge in die Leseindexkategorie »sehr niedrig«, hingegen nur jedes zwanzigste Mädchen. 80% der Jugendlichen in Deutschland mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche sind männlich.
Die Reaktion auf diese Ergebnisse war, dass seit den 2000ern zunehmend Lesestoffe speziell für Jungen entwickelt werden. Verlage versprechen sich von einer Genderdifferenzierung des Kinder- und Jugendbuchmarkts höhere Profite, Pädagog*innen hofften auf ein zunehmendes Leseinteresse der Jungen und Verlage wiederum werden von Firmen beraten, die auf Gendermarketing setzen und reproduzieren in ihren Programmen die angebliche Notwendigkeit eines binären, rosa-hellblauen Angebots.
Der klische*esc-Medienkoffer will dieser Entwicklung entgegenwirken und Kita-Fachkräfte in ihrer Arbeit mit Kindern unterstützen. Die enthaltenen Materialien (30 Bilderbücher, 10 Fachbücher, Handpuppe…) bieten einen Einstieg in die inklusive und vielfältige pädagogische Praxis. Er ist ein Projekt des gemeinnützigen Vereins klische*esc e.V., der sich u.a. gegen enge Rollenvorbilder und für Wahlfreiheit im Alltag von Kindern engagiert.
Almut Schnerring hat das klische*esc-Medienkoffer-Projekt ins Leben gerufen und stellt seine Entstehung, das Konzept, die Arbeit damit und die Resonanz darauf vor.
Referentin:
- Almut Schnerring (Klische*esc)
Veranstaltungsdetails
Nummer: | Koop 2022-01-18 |
Typ: | Vortrag |
Beginn: | 18.01.2022 um 16:30 Uhr |
Ende: | 18.01.2022 um 18:00 Uhr |
Ort: | 0 Online |
Veranstaltungsort: | Online |
Anmeldeschluss: | 11.01.2022 |
Kontakt
Veranstaltungsrahmen
Diversität und Kindheitspädagogik 2021/2022
Reflexive pädagogische Ansätze und Konzepte
Vortragsreihe in Kooperation vom
Kompetenzzentrum
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