Fachtagung für pädagogische Fachkräfte in KiTa und Tagespflege

Herausforderungen und Chancen der Arbeit mit Kindern unter drei Jahren

Nach der Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten 1. Lebensjahr und dem entsprechenden quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung steht nun vermehrt die Qualitätsentwicklung im Fokus. In Niedersachsen bieten die 2012 veröffentlichten Handlungsempfehlungen zum Orientierungsplan für die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren erste Grundlagen für die Arbeit in der Praxis. Im Rahmen der Qualifizierungsinitiative für die Arbeit mit Kindern bis zu drei Jahren, die das nifbe aktuell in Abstimmung mit dem Land Niedersachsen durchführt, qualifizieren und entwickeln sich viele Krippen- und Kita Teams intensiv weiter. Diese Fachtagung ergänzt die Qualifizierungsinitiative und bietet Ihnen vor Ort die Möglichkeit sich mit anderen Fachkräften, die mit Kindern unter drei Jahren arbeiten, auszutauschen, einen fachlichen Input zu bekommen und aus den Workshops Handwerkszeug zur Gestaltung Ihres pädagogischen Alltags mitzunehmen.

Programm


09:00 Ankommen
09:30 Grußworte
09:45 „Bildungsräume für Kinder von 0 bis 3 Jahren“ Christel van Dieken
10:45 Workshop-Phase 1
12:15 Mittagsimbiss/Möglichkeit zum Austausch
13:00 Workshop-Phase 2
14:30 Kaffee– und Tee-Pause
14:45 „Ins Bild gesetzt- Traumjob ErzieherIn“ Renate Alf
15:15 Abschluss

Vortrag


„Bildungsräume für Kinder von 0 bis 3 Jahren“
Christel van Dieken (Lernwerkstatt van Dieken, Institut für Bildungsinnovation)

In diesem Vortrag erfahren Sie, was hilfreich und grundlegend ist, um ein Raumkonzept zu entwickeln, das differenziert individuelle Entwicklungsbedürfnisse von Kindern berücksichtigt und aufgreift, das Vielfalt und Unterschiedlichkeit ermöglicht. Welche „Möglichkeitsräume“ wollen Sie Kindern über eine gut durchdachte und geplante Raumgestaltung bieten? Welchen Bedürfnissen von Kindern wollen Sie in Ihrer Kita „Raum geben“? Welche Bedeutung hat der Raum für uns in seiner Wirkung auf Beziehung, Kommunikation und Spielverhalten? Und wie kann der Raum das kreative Spiel und Bildungsprozesse des Kindes unterstützen?

Christel van Dieken wird Gestaltungskriterien vorstellen, die ein gutes Raumkonzept ausmachen. Anregende und fördernde Beispiele von Raumgestaltung für Kinder in Krippe, Kita und Tagespflege werden aufgezeigt.


 

Veranstaltungsdetails

Nummer:SW-17-11118
Typ:Tagung
Beginn:18.11.2017 um 09:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 15:15 Uhr
Straße:Vechtaer Straße 44
Ort:27239 Twistringen
Veranstaltungsort:Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen
Gebühr:35.00 Euro
Anmeldeschluss:08.11.2017
 
WorkShopGruppe 1

„Kreative Kinder – ästhetische Bildung in der Krippe“ - WS 1.1

Beginn:18.11.2017 um 10:45 Uhr
Ende:18.11.2017 um 12:15 Uhr
 
Aufgrund der hohen Nachfrage wird dieser Workshop vormittags parallel durch zwei Referentinnen angeboten. Eine Zuteilung zu den Referntinnen erfahren Sie vor Ort am Veranstaltungstag.

Christel van Dieken
Brigitte Metzler

In diesem Workshop werden die Bedeutung und verschiedene Varianten von ästhetischer Bildung in der Arbeit mit Kindern
unter drei Jahren beleuchtet. Es werden vielfältige Möglichkeiten gezeigt, wie Materialien kreativ in der Arbeit mit Kindern eingesetzt
werden können. Die Teilnehmenden werden selbst mit verschiedenen Werkstoffen nach den Prinzipien der Werkstattarbeit
(mit Kopf, Herz und Hand) praktisch arbeiten und kreative Wege und Methoden zum Arbeiten mit dem Material erproben.

„Das individuelle Profil – jede Einrichtung braucht ihre eigene Konzeption“ - WS 2.1

Beginn:18.11.2017 um 10:45 Uhr
Ende:18.11.2017 um 12:15 Uhr
 
Rita Bieler
Um die Arbeit einer Einrichtung ins rechte Licht zu rücken, Ihre Professionalität auch für Außenstehende sichtbar werden zu
lassen und um gemeinsam an einem Strang zu ziehen ist es erforderlich, sich im Team über die Grundlagen der pädagogischen
Arbeit zu verständigen, den Bildungsauftrag zu reflektieren und eine Konzeption zu erstellen. In dem Workshop werden wir
erarbeitet, was bei einer Konzeptionserstellung zu bedenken ist, wie Kollegen, Eltern und Kinder einbezogen werden können,
welche Inhalte wichtig sein könnten und welche formalen Aspekte bedacht werden müssen.

„Überall steckt Sprache drin“ – Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten in Theorie und Praxis - WS 3.1

Beginn:18.11.2017 um 10:45 Uhr
Ende:18.11.2017 um 12:15 Uhr
 
Anke Grätsch
In diesem Workshop wird ein weiter Blick auf die Sprache der Jüngsten geworfen, die fünf Etappen im Spracherwerb werden
mithilfe von Videosequenzen verdeutlicht sowie gemeinsam überlegt wie ein feinfühliger Dialog mit den Kleinsten aussehen
kann. Darüber hinaus werden Anregungen für Sprachbildung im pädagogischen Alltag gegeben und gemeinsam reflektiert.

„Interaktionsqualität in Schlüsselsituationen in der Arbeit mit Kindern unter drei“ - WS 4.1

Beginn:18.11.2017 um 10:45 Uhr
Ende:18.11.2017 um 12:15 Uhr
 
Ulla Hilgefort

Entwicklung und Lernen von Kindern findet vor allem in sozialen Beziehungen statt. Damit ist der Aufbau einer tragfähigen
Beziehung zwischen Kind und Erzieherin eine zentrale Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte. Das Klima wird durch eine
zugewandte und wertschätzende Haltung bestimmt und wirkt sich positiv auf die Kindergruppe aus.
Im Workshop untersuchen wir alltäglich wiederkehrende „Schlüsselsituationen“ und erarbeiten Möglichkeiten, diese feinfühlig
zu gestalten.

„Resilienz von Anfang an - Wir machen Kinder stark!“ - WS 5

Beginn:18.11.2017 um 10:45 Uhr
Ende:18.11.2017 um 12:15 Uhr
 
Hinweis: Dieser Workshop findet nur einmal statt und läuft über beide Workshopphasen. Wenn Sie an diesem Workshop teilnehmen möchten, wählen Sie ihn bitte für beide Workshopphasen!

Helga Wohlers-Endrikat
In diesem Workshop lernen Sie die Grundlagen (des Konzeptes) der Resilienz kennen und erfahren praxisnah wie resilienzförderliches
Handeln in Krippe und Tagespflege aussehen kann. Hierbei steht die Frage im Fokus: Wie können Kinder durch uns
als pädagogische Fachkräfte widerstandsfähig und stark für Herausforderungen werden.

"Im Dialog mit Familien – Kooperation mit Eltern" - WS 6.1

Beginn:18.11.2017 um 10:45 Uhr
Ende:18.11.2017 um 12:15 Uhr
 
Referentin: Anne Heck

Eine gute Zusammenarbeit mit Eltern in der Krippe und im Kindergarten sind eine wichtige Voraussetzung für den Entwicklungs- und Lernerfolg der Kinder. Neben der Methodenkompetenz brauchen die pädagogischen Fachkräfte auch eine Haltung, welche die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien anerkennt. Eltern wollen, dass Erzieher*innen sie ernst nehmen und den Blick auf sie als einzelne Familie mit ihren Bedürfnissen richtet. Dazu ist es notwendig, angemessen zu kommunizieren.

Gelingende Gespräche mit Eltern beruhen auf Empathie, einem hohen Maß an (Selbst-)Reflexion, Ambiguitätstoleranz[1] und Wissen, welches die individuellen Familiensituationen im Blick hat. Gelingende Kommunikation ist die Bereitschaft zum Gespräch auf „Augenhöhe“ und kann wirken, wenn sie von einer dialogischen Haltung getragen wird.

„Dialog“ nach Martin Buber meint nicht das alleinige Sprechen miteinander, sondern beschreibt den Raum, der sich zwischen den Gesprächspartnerinnen und -partnern entfaltet. In ihm wächst Beziehung und Vertrauen, die Neues entstehen lassen.

Die Dialogische Haltung bewirkt, dass jede und jeder ermutigt werden kann, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Gespür für den eigenen „richtigen“ Weg zu finden. (vgl. Schopp, J. 2013).

Im Workshop üben wir und erarbeiten mit den zentralen Eckpunkten einer Dialogischen Haltung Merksätze und Möglichkeiten für gute Gespräche mit Eltern in der Krippe und im Kindergarten.





[1] 1 Ambiguitätstoleranz meint die Fähigkeit von Fachkräften, Unsicherheiten, Widersprüchlichkeiten, Ungewissheiten und möglicherweise mehrdeutige Kommunikationssituationen wahrzunehmen und auszuhalten







WorkShopGruppe 2

„Kreative Kinder – ästhetische Bildung in der Krippe“ - WS 1.2

Beginn:18.11.2017 um 13:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 14:30 Uhr
 
Brigitte Metzler

In diesem Workshop werden die Bedeutung und verschiedene Varianten von ästhetischer Bildung in der Arbeit mit Kindern
unter drei Jahren beleuchtet. Es werden vielfältige Möglichkeiten gezeigt, wie Materialien kreativ in der Arbeit mit Kindern eingesetzt
werden können. Die Teilnehmenden werden selbst mit verschiedenen Werkstoffen nach den Prinzipien der Werkstattarbeit
(mit Kopf, Herz und Hand) praktisch arbeiten und kreative Wege und Methoden zum Arbeiten mit dem Material erproben.

„Das individuelle Profil – jede Einrichtung braucht ihre eigene Konzeption“ - WS 2.2

Beginn:18.11.2017 um 13:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 14:30 Uhr
 
Rita Bieler
Um die Arbeit einer Einrichtung ins rechte Licht zu rücken, Ihre Professionalität auch für Außenstehende sichtbar werden zu
lassen und um gemeinsam an einem Strang zu ziehen ist es erforderlich, sich im Team über die Grundlagen der pädagogischen
Arbeit zu verständigen, den Bildungsauftrag zu reflektieren und eine Konzeption zu erstellen. In dem Workshop werden wir
erarbeitet, was bei einer Konzeptionserstellung zu bedenken ist, wie Kollegen, Eltern und Kinder einbezogen werden können,
welche Inhalte wichtig sein könnten und welche formalen Aspekte bedacht werden müssen.

„Überall steckt Sprache drin“ – Die Sprache der Jüngsten entdecken und begleiten in Theorie und Praxis - WS 3.2

Beginn:18.11.2017 um 13:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 14:30 Uhr
 
Anke Grätsch
In diesem Workshop wird ein weiter Blick auf die Sprache der Jüngsten geworfen, die fünf Etappen im Spracherwerb werden
mithilfe von Videosequenzen verdeutlicht sowie gemeinsam überlegt wie ein feinfühliger Dialog mit den Kleinsten aussehen
kann. Darüber hinaus werden Anregungen für Sprachbildung im pädagogischen Alltag gegeben und gemeinsam reflektiert.

„Interaktionsqualität in Schlüsselsituationen in der Arbeit mit Kindern unter drei“ - WS 4.2

Beginn:18.11.2017 um 13:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 14:30 Uhr
 
Ulla Hilgefort

Entwicklung und Lernen von Kindern findet vor allem in sozialen Beziehungen statt. Damit ist der Aufbau einer tragfähigen
Beziehung zwischen Kind und Erzieherin eine zentrale Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte. Das Klima wird durch eine
zugewandte und wertschätzende Haltung bestimmt und wirkt sich positiv auf die Kindergruppe aus.
Im Workshop untersuchen wir alltäglich wiederkehrende „Schlüsselsituationen“ und erarbeiten Möglichkeiten, diese feinfühlig
zu gestalten.

„Resilienz von Anfang an - Wir machen Kinder stark!“ - WS 5

Beginn:18.11.2017 um 13:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 14:30 Uhr
 
Hinweis: Dieser Workshop findet nur einmal statt und läuft über beide Workshopphasen. Wenn Sie an diesem Workshop teilnehmen möchten, wählen Sie ihn bitte für beide Workshopphasen!

Helga Wohlers-Endrikat
In diesem Workshop lernen Sie die Grundlagen (des Konzeptes) der Resilienz kennen und erfahren praxisnah wie resilienzförderliches
Handeln in Krippe und Tagespflege aussehen kann. Hierbei steht die Frage im Fokus: Wie können Kinder durch uns
als pädagogische Fachkräfte widerstandsfähig und stark für Herausforderungen werden.

"Im Dialog mit Familien – Kooperation mit Eltern" - WS 6.2

Beginn:18.11.2017 um 13:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 14:30 Uhr
 
Referentin: Anne Heck

Eine gute Zusammenarbeit mit Eltern in der Krippe und im Kindergarten sind eine wichtige Voraussetzung für den Entwicklungs- und Lernerfolg der Kinder. Neben der Methodenkompetenz brauchen die pädagogischen Fachkräfte auch eine Haltung, welche die Vielfalt der Lebensentwürfe von Familien anerkennt. Eltern wollen, dass Erzieher*innen sie ernst nehmen und den Blick auf sie als einzelne Familie mit ihren Bedürfnissen richtet. Dazu ist es notwendig, angemessen zu kommunizieren.

Gelingende Gespräche mit Eltern beruhen auf Empathie, einem hohen Maß an (Selbst-)Reflexion, Ambiguitätstoleranz[1] und Wissen, welches die individuellen Familiensituationen im Blick hat. Gelingende Kommunikation ist die Bereitschaft zum Gespräch auf „Augenhöhe“ und kann wirken, wenn sie von einer dialogischen Haltung getragen wird.

„Dialog“ nach Martin Buber meint nicht das alleinige Sprechen miteinander, sondern beschreibt den Raum, der sich zwischen den Gesprächspartnerinnen und -partnern entfaltet. In ihm wächst Beziehung und Vertrauen, die Neues entstehen lassen.

Die Dialogische Haltung bewirkt, dass jede und jeder ermutigt werden kann, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Gespür für den eigenen „richtigen“ Weg zu finden. (vgl. Schopp, J. 2013).

Im Workshop üben wir und erarbeiten mit den zentralen Eckpunkten einer Dialogischen Haltung Merksätze und Möglichkeiten für gute Gespräche mit Eltern in der Krippe und im Kindergarten.





[1] 1 Ambiguitätstoleranz meint die Fähigkeit von Fachkräften, Unsicherheiten, Widersprüchlichkeiten, Ungewissheiten und möglicherweise mehrdeutige Kommunikationssituationen wahrzunehmen und auszuhalten





"Ein Blick auf Ihren Arbeitsplatz - Bildungsraum für Kinder von 0 bis 3 Jahren ganz konkret. (Mit-)Gestaltungsmöglichkeiten, Ideen und Wege für Kinder anregend gestalten." - WS 7.2

Beginn:18.11.2017 um 13:00 Uhr
Ende:18.11.2017 um 14:30 Uhr
 
Gerlinde Schmidt-Hood

In diesem Workshop wird anhand einer mitgebrachten Zeichnung (idealerweise Lageplan) der eigene Gruppenraum/ die Einrichtung in den Blick genommen und eine systematische Analyse vorgenommen.

Die TeilnehmerInnen dieses Workshops werden gebeten, idealerweise eine Kopie der Architektenzeichnung der Einrichtung oder alternativ eine Modellzeichnung mitzubringen.


Die Veranstaltung ist nicht mehr buchbar.

Kontakt

Name: Sandra Köper-Jocksch
Institution: nifbe Transferstelle SüdWest
Telefon:0 54 41 – 976 1931
Email: sandra.koeper-jocksch@nifbe.de
Web: www.nifbe.de