Vor der Geburt ihres Kindes zeigen Mütter sich noch sehr optimistisch, die neue Herausforderung ohne größere Schwierigkeiten meistern zu können. Nach der Geburt fühlen sich jedoch viele manchmal unsicher, was ihr Kind braucht, ihnen “fällt die Decke auf den Kopf“ und sie sind zuweilen überfordert.

Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK), Henry Tesch, will den Anteil der ErzieherInnen mit Hochschulabschluss erhöhen. In einem Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte er: „Die frühkindliche Bildung mache ich zum Schwerpunkt meiner Präsidentschaft.“ Dazu gehöre auch die Frage nach der Qualifizierung der ErzieherInnen.

Anfang Januar hat die Forschungsstelle Begabungsförderung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) eine online-Befragung  für Kindertageseinrichtungen in Niedersachen zum Thema individuelle Förderung gestartet. Im Rahmen einer empirischen Studie sollen hier die Positionen und Erfahrungen von ErzieherInnen im Hinblick auf die individuelle Förderung von Kindern in den Blick genommen werden.

Unter dem Motto „Bildung braucht Bewegung“ lädt die Universität Osnabrück in Kooperation mit dem nifbe vom 12. – 14. März 2009 zum 6. Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“ ein. Der Kongress wird sich in rund 120 Vorträgen, Seminaren und Workshops mit den vielfältigen Bildungschancen befassen, die von Bewegung, Spiel und Sport ausgehen.

UNICEF: Mindeststandards für Qualität und Quantität oft nicht erfüllt / Deutschland nur Mittelmaß unter 25 Industrieländern

Viele Industrieländer vergeben nach Einschätzung von UNICEF die Chance, allen Kindern von klein auf die bestmögliche Förderung zu ermöglichen. Dies ist das Ergebnis der ersten internationalen Vergleichsstudie von UNICEF zu Kindern in Kindergärten und anderen Kindertageseinrichtungen in 25 Industrieländern. Demnach erfüllt nur Schweden, als einziges von 25 untersuchten Industrieländern, alle zehn von UNICEF formulierten Mindeststandards für die jüngsten Kinder. Deutschland erreicht auch nach Einführung des Elterngeldes lediglich maximal fünf der Kriterien und ist damit erneut nur Mittelmaß im Vergleich von 25 Ländern. In den OECD-Ländern werden heute über 80 Prozent der drei bis 6-Jährigen täglich viele Stunden außerhalb der Familie betreut. Gleichzeitig steigt der Anteil der unter 3-Jährigen in Einrichtungen kontinuierlich.

Best-Practice-Wettbewerb für KiTas

Unter dem Titel „Klasse KiTas“ hat das nifbe jetzt den Startschuss zu einem landesweiten Wettbewerb für Kindertagesstätten rund um das Thema Gesundheit und Bewegung gegeben.

„Klasse KiTas“ ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Christian Wulff.

„Mit unserem attraktiv dotierten Wettbewerb“ so die nifbe-Vorsitzende Prof. Dr. Renate Zimmer, „möchten wir verborgene Schätze in den niedersächsischen Kitas heben und deren tagtäglich geleistete Bildungsarbeit bewusst würdigen."

Die kulturellen Aspekte von Kinderzeichnungen standen im Fokus eines internationalen nifbe-Workshops, an dem ForscherInnen aus den USA, Italien, Ungarn und Deutschland teilnahmen. Gemeinsam diskutierten sie den aktuellen Forschungsstand zu diesem Thema und stellten eigene Forschungsergebnisse vor. Über die Ergebnisse sprachen wir mit Prof. Dr. Heidi Keller von der nifbe-Forschungsstelle „Entwicklung, Lernen und Kultur.“

„Glück ist, wenn die Schule ausfällt!“ Nimmt man diese Aussage eines jungen Schülers aus Göttingen als repräsentativ, dann scheinen Glück und Bildung heute nicht viel miteinander zu tun zu haben. Ob dies wirklich so ist, beleuchtete der IX. Kongress für Bildung und Erziehung in Göttingen, an dem rund 1200 (Fachschul-) LehrerInnen, ErzieherInnen und andere Bildungsinteressierte teilnahmen.

„Heidelberger Erklärung“ an Staatssekretär Gerd Hoofe überreicht

„Deutschland tut gut daran, sich verstärkt auf seine Kinder als höchstes Gut und bedeutendste Ressource zu besinnen und den Schatz früher Jahre bestmöglich zu behüten und zu fördern.“ Mit diesem eindringlichen Appell überreichten Prof. Dr. Jeanette Roos und Prof. Dr. Hermann Schöler jetzt die „Heidelberger Erklärung zur Frühkindlichen und Elementarbildung“ an Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bilder sagen oftmals mehr als 1000 Worte – diese Weisheit trifft auch auf die Darstellung von Selbst und Familien in Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen zu. Denn in diesen Zeichnungen manifestieren sich komplexe kulturelle Modelle.