intelligenz 150Die Frage nach der Intelligenz ist ein Thema, das jeden Menschen betrifft und das entsprechend heiß diskutiert wird: Ist Intelligenz erblich oder umweltabhängig, gibt es nur eine oder gleich mehrere Intelligenzen, wie es zum Beispiel Howard Gardner postuliert? Und wie kann Intelligenz insbesondere auch in der frühen Kindheit gefördert werden?
In ihrem Buch „Intelligenz. Große Unterschiede und ihre Folgen“ geben die renommierten PsychologInnen und IntelligenzforscherInnen Elsbeth Stern  und Aljoscha Neubauer stichhaltige und auf vielen wissenschaftlichen Studienergebnissen basierende Antworten zu diesen Fragen und versuchen auch mit einer Reihe von Vorurteilen beispielsweise im Hinblick auf Hochbegabte aufzuräumen.

anschwung
Machen Sie mit, die Bildung, Betreuung und Erziehung der Jüngsten vor Ort zu gestalten. Anschwung für frühe Chancen unterstützt Ihre Ideen!



Wollen Sie den Übergang von der Kita in die Schule für die Kinder im Ort verbessern? Möchten Sie ein Familienzentrum mit vielen verschiedenen Partnern aufbauen? Planen Sie ein Netzwerk für Tagesmütter und -väter in Kooperation mit dem Jugendamt? Setzen Sie sich dafür ein, die Qualität in der Kinderbetreuung zu verbessern? Welches Anliegen haben Sie?

„Treffen sich zwei Erzieher in der Kita...“ – was wie der Anfang eines Witzes klingt, wäre für viele Männer, die in Kindertagesstätten arbeiten, tatsächlich eine ungewöhnliche Begegnung. Sie sind seltene Exemplare. In einem von Frauen dominierten Berufsfeld arbeiten sie meist als Einzelkämpfer und haben kaum Kontakt untereinander. Unter dem Motto „Tausch dich aus!“ bietet das Anfang Februar gestartete Internetforum www.kitamänner.org nun eine Plattform, auf der die Erzieher im deutschsprachigen Raum ihre Erfahrungen teilen und sich gegenseitig Tipps und Ideen für den Alltag in der Kita geben können. An Motivation für ihren Job und an Ideen mangelt es ihnen nicht, wohl aber an Gelegenheiten, sich mit anderen männlichen Erziehern auszutauschen. So klein die Zielgruppe bisher noch ist, so groß ist ihr Bedarf: Noch bevor kitamänner.org offiziell vorgestellt wurde, entwickelte sich bereits ein reger Austausch auf der Webseite.

nifbe-Modellprojekt zieht Bilanz und schaut nach vorne


„Die Besten für die Kleinsten!“ – unter diesem Motto stand ein vierjähriges Modellprojekt des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) zur Professionalisierung des elementarpädagogischen Praxis- und Ausbildungsfeldes. Ziel des vom Bundesfamilienministerium und dem Land Niedersachsen geförderten Projektes war es, Ansätze zu einem abgestimmten und durchlässigen System der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich der Frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung zu entwickeln und zu erproben. Auf einer Abschlusstagung in der Ständigen Vertretung Niedersachsens in Berlin wurden jetzt die Ergebnisse des Projektes präsentiert und auch die notwendigen weiteren Schritte auf dem Weg zur Professionalisierung des Feldes diskutiert. nifbe-Geschäftsführer Reinhard Sliwka wertete die Veranstaltung dabei als „eine Brücke zwischen dem offiziellen Projektende und der nachhaltigen Weiterführung des Professionalisierungsprozesses in den vernetzten Strukturen des nifbe“.
Unter dem Motto „Bildungsgerechtigkeit sichern - Übergänge aktiv gestalten“ hat der Bund der Arbeitgeber den Deutschen Arbeitgeberpreis 2013 für den Bereich Bildung in folgenden vier Kategorien ausgelobt:

  • Frühkindliche Bildung
  • Schulische Bildung
  • Berufliche Bildung
  • Hochschulische Bildung
Rund 2.000 ErzieherInnen und Eltern aus ganz Niedersachsen demonstrierten am 27. April in Hannover für bessere Rahmenbedingungen in Kitas. Die Kita-Volksinitiative und Gewerkschaften hatten zu der Demo aufgerufen, der ein bunter und lauter Kita-Flashmob vorausging.

Laut den OrganistorInnen wird die Kita-Volksinitiative landesweit gut aufgenommen und bekommt viel Zuspruch. Aktuell sind rund 46.000 Unterschriften in der Sammelstelle eingegangen. Umfragen zufolge seien aber viele bereits ausgefüllte Listen noch nicht bei den Einwohnermeldeämtern eingereicht worden. Grundsätzlich zeigt sich das Bündnis der Kita-Volksinitiative optimistisch, die notwendigen 70.000 Unterschriften noch vor dem Sommer zu erhalten.

Neuer Band der nifbe-Schriftenreihe erschienen

inter 150Die Interkulturelle Kompetenz wird in unserer globalisierten Welt mit ihren vielfältigen Migrationsbewegungen und damit auch in Deutschland als einem Zuwanderungsland zunehmend zu einer Schlüsselkompetenz. Gerade auch im Hinblick auf die frühkindliche Bildung und Entwicklung in Krippe und Kindertageseinrichtung und eine gelingende Integration von Anfang an ist das Wissen um den prägenden Einfluss von Kultur heute unerlässlich – und leider doch bisher fast sträflich vernachlässigt worden. Das neue nifbe-Buch „Interkulturelle Praxis in der KiTa“ schließt nun eine wichtige Lücke in der Fachliteratur und verbindet dabei wissenschaftliche Grundlagen mit praxisorientierten Fachbeiträgen sowie konkreten Beispielen aus der Praxis.


Das Bund-Länder-Programm „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS) nimmt Fahrt auf: Ab sofort können sich Kitas und Schulen für die Teilnahme bewerben. In den nächsten fünf Jahren werden bundesweit bis zu 120 Praxisverbünde aus Schulen, Kitas und außerschulischen Partnern ihre Sprachfördermaßnahmen aufeinander abstimmen. Ziel ist es, Kinder in ihrer sprachlichen Entwicklung vom Kindergarten bis zum Schulabschluss optimal zu fördern. Dafür werden Verfahren und Instrumente zur Sprachförderung und -diagnostik sowie zur Leseförderung auf ihre Wirkung und Effizienz hin überprüft und weiterentwickelt. Ein weiterer Bestandteil des Programms ist die Fortbildung und Weiterqualifizierung  pädagogischer Fachkräfte.

WiFF veröffentlicht Praxishandbuch zur Gestaltung kompetenzorientierter Weiterbildungen


In der Kita treffen Kinder mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen aufeinander. Als erste außerfamiliäre Bildungsinstitution hat sie die Aufgabe, diese Heterogenität zu berücksichtigen und allen Kindern gleiche Chancen auf Teilhabe und Bildung zu ermöglichen. Das Konzept der Inklusion bietet dafür neue Ansätze: Jedes Kind steht in seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt, seine Zugehörigkeit zu verschiedenen Gruppen wird wahrgenommen und kulturelle Herkunft als eines unter vielen Merkmalen betrachtet. Mit Offenheit und Neugierde aufeinander zuzugehen und in Kontakt zu kommen, ermöglicht Teilhabe. Welche Anforderungen an die Fachkräfte damit verbunden sind und wie Weiterbildungen so gestaltet werden können, dass sie die Kompetenzen der Fachkräfte erweitern, zeigt Band 5 der Reihe Wegweiser Weiterbildung „Inklusion – Kulturelle Heterogenität in Kindertageseinrichtungen“, den die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik erarbeitet hat.

Prof. Dr. Maria-Eleonara Karsten im Interview


  • Der Beruf der ErzieherInnen steht sowohl unter qualitativen wie auch rein quantitativen Aspekten in der Diskussion und angesichts des Krippenausbaus droht uns ein akuter ErzieherInnen-Mangel. Was muss sich ändern, um den ErzieherInnen-Beruf attraktiver zu machen?

karsten 150Die zwei wichtigsten Punkte vorweg: Um den ErzieherInnen-Beruf attraktiver zu machen, müssen sich Gesellschaft und Politik erstens endlich nicht nur in Worten, sondern auch in Taten für eine öffentlich verantwortete und qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung in den ersten Lebensjahren von Jungen und Mädchen entscheiden. Dies erfordert ein deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen und damit eine deutliche Steigerung der Investitionen in diesem Bereich. Ziel sollte skandinavisches Niveau: Während z.B. Dänemark insgesamt 8,7% des BIP für Bildung investiert, sind es in Deutschland 5,3% und im frühkindlichen Bereich stehen den dänischen 2,5 % nur 0,6% in Deutschland gegenüber.