Osnabrücker KiTa St. Michaelis erhält 2. Preis des Klasse KiTa-Wettbewerbs

In einer bunten Feierstunde ist die Osnabrücker Kindertagesstätte St. Michaelis mit dem mit 2.500 Euro dotierten 2. Preis des landesweiten Klasse KiTa-Wettbewerbs des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) ausgezeichnet worden. In ihrer Laudatio zeigte sich die Jury-Vorsitzende und nifbe-Forscherin Prof. Dr. Heidi Keller begeistert vom „Engagement und der pädagogischen Haltung des KiTa-Teams“. In einem ganzheitlichen Ansatz würde hier die die Entwicklung, Bildung und Gesundheit der Kinder gefördert und eine Pädagogik der Vielfalt gelebt.

KiTa Sonnenland in Neuenkirchen-Vörden ist Sieger des landesweiten Klasse KiTa-Wettbewerbs

Die Kindertagesstätte Sonnenland in Neuenkirchen-Vörden ist Sieger des landesweiten und mit insgesamt 10.000 Euro dotierten „Klasse KiTa“-Wettbewerb des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Im Fokus des zum zweiten Mal durchgeführten Wettbewerbs stand das Thema „Vielfalt als Chance“ und damit die Integration und Inklusion.

KiTa Sonnenland in Neuenkirchen-Vörden ist Sieger
des landesweiten Klasse KiTa-Wettbewerbs

Die Kindertagesstätte Sonnenland in Neuenkirchen-Vörden ist Sieger des landesweiten und mit insgesamt 10.000 Euro dotierten „Klasse KiTa“-Wettbewerb des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe).

Im Fokus des zum zweiten Mal durchgeführten Wettbewerbs stand das Thema „Vielfalt als Chance“ und damit die Integration und Inklusion.

Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka, hob bei der Preisübergabe hervor, dass die Kindertagesstätten als erste Bildungseinrichtung im Leben der Kinder von ganz besonderer Bedeutung seien. Daher sei es die gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten, die Kleinsten auf ihrem Weg zu begleiten und ihnen von Anfang an alle Chancen beim Zugang zu Bildung zu eröffnen. Das Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung, mit unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft sei nicht nur Herausforderung, sondern vor allem als Chance zu sehen. Daher lohne sich jeder in die frühkindliche Bildung investierte Euro sowohl für den Einzelnen wie für die Gesellschaft.  

Neu erschienen ist jetzt die WIFF-Expertise "Kulturelle Vielfalt bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren. Anforderungen an frühpädagogische Fachkräfte." Verfasst wurde sie von Jörn Borke, Paula Döge und Jörn Kärtner, die in der nifbe-Forschungsstelle Entwicklung, Lernen und Kultur tätig sind.

In der pädagogischen Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren nimmt, wie in vielen anderen Bereichen des Bildungswesens auch, das Erleben von kultureller Vielfalt stetig zu. Treffen Kinder und Familien mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinander, ergeben sich neue Anforderungen für den Alltag frühpädagogischer Fachkräfte. Eine offene Haltung und das entsprechende Wissen ermöglichen es ihnen, in einer Weise mit diesen Situationen umzugehen, die für alle Seiten befriedigend und angemessen ist. In dieser Expertise werden der aktuelle Wissensstand der kulturvergleichenden Säuglings- und Kleinkindforschung dargestellt sowie mögliche Ableitungen für die praktische Arbeit von frühpädagogischen Fachkräften diskutiert.

Zur WIFF-Expertise

In enger Kooperation mit dem nifbe wird im Frühjahr des nächsten Jahres in unmittelbarer Nähe zur nifbe-Forschungsstelle Bewegung und Psychomotorik eine neue KiTa in Osnabrück ihren Betrieb aufnehmen. Nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer unterzeichnete jetzt einen entsprechenden Vertrag mit dem Osnabrücker Studentenwerk als Träger der KiTa.

Positive Bilanz zum Projektabschluss von "selbst sicher lernen"

Wie können Kinder gerade in ihren ersten Jahren das Lernen so „lernen“, dass sie ein selbstbestimmtes Lernvermögen entwickeln, um im weiteren Leben Bildungsangebote bestmöglich für sich nutzen zu können? Mit dieser Frage hat sich eine Projektgruppe aus Erzieherinnen, in Schule und Erwachsenenbildung Tätigen sowie Wissenschaftlern im Rahmen des von Haus Ohrbeck ins Leben gerufenen nifbe-Projektes „selbst sicher lernen“ seit September 2009 beschäftigt.

Als vierter Band der im Herder-Verlag erscheinenden nifbe-Schriftenreihe ist jetzt das Buch „Bildung braucht Beziehung: Selbstkompetenz stärken - Begabungen entfalten“ erschienen. Herausgeber sind Julius Kuhl, Susanne Müller-Using, Claudia Solzbacher und Wiebke Warnecke aus der interdisziplinär arbeitenden nifbe-Forschungsstelle Begabungsförderung.

In diesem Buch wird die grundlegende Bedeutung des Themas „Beziehung“  für die Diskussion um bessere Bildung und Begabungsförderung hervorgehoben.  Zunächst wird so der Zusammenhang von Beziehung und Selbstkompetenzförderung erläutert. Weitere Beiträge geben Einblick in die Praxis von Kitas und Grundschulen und schildern Wege und Möglichkeiten, "Beziehungspflege" in den institutionellen Alltag zu integrieren und die Selbstkompetenz von Kindern nachhaltig zu stärken.
 
 
  • Julius Kuhl, Susanne Müller-Using, Claudia Solzbacher und Wiebke Warnecke (Hg.): Bil­dung braucht Be­zie­hung.Selbstkompetenz stärken - Begabungen entfalten. Herder 2011, 192 S., 19,90 Euro

 

Die KiTa 2020 stand im Fokus des zweiten Treffens der AG-Praxis des vom Bund geförderten nifbe-Modellprojektes zu „Professionalisierung, Transfer und Transparenz im elementarpädagogischen Praxis- und Ausbildungsfeld“. In ihrer Begrüßung der KiTa-LeiterInnen und FachberaterInnen hob Projektleiterin Maria Thünemann-Albers heraus, dass es ihr Ziel in den anstehenden Reformprozessen sei „der Praxis eine stärke Stimme zu geben“. Es gelte die hier vorhandenen „ungeheuren Erfahrungs- und Wissensschätze zu heben und für die Zukunftsgestaltung nutzbar zu machen.“

Interview mit Prof. Dr. Maria Eleonora Karsten zu den aktuellen Herausforderungen in der Elementarpädagogik

  • Kindertageseinrichtungen stehen heute vor der großen Herausforderung, die Entwicklungs- und Lernprozesse der Kinder auf bestmögliche Weise zu begleiten und zu unterstützen. Dies hat auch zu einer teilweise hitzig geführten Debatte um die weitere Professionalisierung und auch Akademisierung der pädagogischen Fachkräfte in den KiTas geführt. Droht die Fachschulausbildung für ErzieherInnen dabei zum Auslauf-Modell zu werden?

Schon rein quantitativ sind die Fachschulen und andere vollzeitschulische sozialpädagogische Bildungsgänge zum Beispiel zur Sozialassistenz keineswegs ein Auslaufmodell. Insgesamt haben die Fachschulen rund 16.000 Absolventinnen pro Jahr im Bundesgebiet und knapp 1.650 in Niedersachsen. Damit stellen sie den größten Anteil aller Fachkräfte in der Elementarpädagogik und sind auch für die Zukunft unverzichtbar – umso mehr, als alleine für Niedersachsen ein zusätzlicher Bedarf von rund 5.500 Fachfrauen und -männern für den Ausbau der Krippenplätze in Niedersachsen nachgewiesen ist.

Die Bedeutung der Kultur für die frühkindliche Bildung, Entwicklung und Erziehung stand im Fokus der Tagung „Kulturelle Kindheit“ der nifbe-Forschungsstelle Lernen, Entwicklung und Kultur. Forschungsstellen-Leiterin Prof. Dr. Heidi Keller pointierte die Kultur „als unbewussten Filter, durch die wir die Welt sehen und verstehen“ – mit weitreichenden Konsequenzen auch für die KiTas, in denen mittlerweile fast ein Drittel der Kinder aus anderen Kulturen kommen.