Der Niedersächsische Städtetag (NST) hat enorme Versorgungsengpässe bei der Versorgung mit Kindergarten- und Krippenplätzen ab dem 01.08.2018 festgestellt. In einer Abfrage bei seinen Mitgliedsstädten ergab sich ein erschreckendes Bild. So haben 60 Städte und Gemeinden an der Umfrage teilgenommen. Alleine diese Rückmeldungen ergaben 3658 fehlende Krippenplätze. „Das sind mindestens 244 fehlende Krippengruppen“ erklärte der Geschäftsführer des NST, Dirk-Ulrich Mende, und ergänzte „Die vom Land angestrebte Versorgungsquote von 35 % bei den unterdreijährigen Kindern reicht bei weitem nicht aus. Auf diese Entwicklung haben wir das Land immer hingewiesen“
Um die Kindertagespflege im Themenfeld „Kinder mit Fluchthintergrund“ zu unterstützen, führt der Bundesverband Kindertagespflege bereits seit Juni 2016 ein Projekt durch. In diesem Rahmen werden sowohl Angebote und Maßnahmen für Kindertagespflegepersonen und Fachberater/-innen als auch für Eltern mit Fluchterfahrungen und ihre Unterstützer/-innen umgesetzt.

Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe


In der Kindertagesbetreuung spiegelt sich die Vielfalt unserer Gesellschaft bei den Kindern wider. Hier kommen Kinder aus verschiedenen familiären Konstellationen, mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten zusammen. Sie lernen und leben gemeinsam und werden dabei von pädagogischen Fachkräften entwicklungsförderlich begleitet.
+++ Kultusminister Tonne: „Einrichtungen müssen keine Zahlungsengpässe befürchten"

Ab dem 1. August 2018 werden die Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen für Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung gebührenfrei. Dies gilt für einen Umfang von bis zu acht Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche je nach Angebot der jeweiligen Kita und unabhängig davon, ob das Kind schon in einer Kindergartengruppe oder noch in einer Krippengruppe betreut wird. Von der Beitragsfreiheit umfasst sind auch Früh- und Spätdienste, sofern diese zeitlich innerhalb einer täglichen individuellen Betreuungszeit von acht Stunden liegen.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2017 bundesweit im Jahresdurchschnitt rund 11.000 unbesetzte Arbeitsstellen für Fachkräfte in der Kindererziehung und -betreuung gemeldet.

Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/2928) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/2504) mit. Auf 100 gemeldete freie Stellen seien durchschnittlich 104 Arbeitslose mit entsprechendem Zielberuf gekommen. Im vergangenen Jahr arbeiteten nach Angaben der Regierung 593.683 pädagogische Fachkräfte einschließlich Praktikanten und Freiwilligen im sozialen Jahr (FSJ) in Kindertagesstätten. Der Männeranteil sei in den vergangenen zehn Jahren von 3,1 auf 5,8 Prozent gestiegen.

Quelle: Presseinfo Deutscher Bundestag

Neues Kooperationsprojekt der Plattform Ernährung und Bewegung


Mit dem Kooperationsprojekt „QueB – Qualität entwickeln mit und durch Bewegung“ untersucht der Forschungsverbund Capital4Health in Zusammenarbeit mit der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile in Kitas. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie die Kita-Organisation gestaltet sein müsste, dass sowohl die Kinder als auch die pädagogischen Fachkräfte ihre Handlungsmöglichkeiten für einen gesunden Lebensstil nachhaltig erweitern.
519zNx3DLKinder wachsen heute in einer Welt der digitalen Medien und man könnte sogar sagen in einer digitalen Kultur auf. In vielen Familien bestimmen und strukturieren digitale Medien den Lebensalltag und machen einen großen Teil der Freizeitbeschäftigung aus. In diesem Sinne erscheint ein medienfreier Raum für Kinder sowohl in der familialen Lebenswelt wie auch in der KiTa weitestgehend illusionär und unter dem Aspekt einer kritischen Medienkompetenz auch kontraproduktiv.

Kostenlose Publikationen beim didacta-Verband


Digitale Medien und das Internet verantwortungsvoll und gewinnbringend zu nutzen, sind Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts. Sie müssen früh gelernt werden – in den Familien und den Bildungseinrichtungen. Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und der Didacta Verband der Bildungswirtschaft tragen mit dem gemeinsamen Projekt „Bildung braucht digitale Kompetenz“ dazu bei. In vier frei verfügbaren Bänden liefern sie umfangreiche, fundierte Informationen, die Raum für neue Entwicklungen schaffen.

Große Unterschiede zwischen Ost und West bei konfessionellen Trägern


Gut ein Drittel (34,2%) der Kita-Beschäftigten arbeiteten im Jahr 2017 bei einem öffentlichen Träger. Das sind 202.817 der rund 593.700 Personen, die in Kindertageseinrichtungen bundesweit tätig sind. Neben den öffentlichen Trägern sind auch konfessionelle Wohlfahrtsträger wichtige Akteure auf diesem Teilarbeitsmarkt – allerdings mit großen Unterschieden zwischen östlichen und westlichen Bundesländern. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung.

Aufschlag von 2 Milliarden gegenüber ursprünglichen Planungen

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat den Haushaltsplan des Bundesfamilienministeriums im Deutschen Bundestag als „ein klares Signal für starke Familien, starke Demokratie und eine Politik, auf die sich die Menschen verlassen können“ gelobt. Sie sagte weiterhin: „Familien und Kinder stehen im Mittelpunkt - im Koalitionsvertrag steht dieses Thema ganz vorn. Die Menschen in Deutschland verlassen sich darauf, dass die Regierung das anpackt. Das Elterngeld ist ein Erfolgsschlager, und zwar im doppelten Sinne: Es hilft bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und es hilft Vätern, sich mehr Zeit für die Familie zu nehmen. Die 6,67 Milliarden Euro sind gut investiertes Geld. Eine bessere Vereinbarkeit bringt auch das Gute-KiTa-Gesetz, das in der Ressortabstimmung ist. Bisher waren hierfür 3,5 Milliarden Euro vorgesehen. Wir haben uns in der Koalition darauf verständigt, an dieser Stelle noch einmal nachzulegen. Bis 2022 werden wir insgesamt 5,5 Milliarden Euro für Verbesserungen in der Kindertagesbetreuung investieren – das ist ein gutes Signal für alle Familien und Kinder in unserem Land. Und wir kümmern uns um die Zukunft unserer Demokratie: Daher habe ich nach meinem Amtsantritt entschieden, das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ zu entfristen. Mit dem vorliegenden Haushalt stellen wir 120 Millionen Euro für die Förderung von Demokratie und Vielfalt und zur Extremismusprävention bereit.“