Wie geht es den Kindern?

11 Monate 1 Woche her #357 von Doro54
Ich glaube leider auch, dass die momentane Situation verheerende Folgen auf die Entwicklung unserer Kinder haben wird. In dem Alter gibt es kaum etwas wichtigeres als den regelmäßigen Austausch mit Kindern gleichen Alters. Klar, wir Eltern tun unser Bestes und werden kreativ, um sie zu Hause so viel wie möglich zu beschäftigen und zu fördern. Aber es ist nun mal nicht dasselbe wie die Erziehung in der KiTa. Auch können wir ihnen jobbedingt natürlich nicht 24/7 unsere Aufmerksamkeit schenken. Wirklich schade auch von meinen Kids immer wieder zu hören wie sehr sie ihre Freunde vermissen und wann sie denn endlich in den Kindergarten zurück dürfen...

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11 Monate 2 Wochen her #347 von JungAn
Ich sehe das ganz ähnlich wie die anderen. Es ist eine extrem schwere Zeit für die Kleinsten. Vor allem auch unter dem Aspekt, dass Eltern im Home-Office auch nicht 24std Spielkamerad sein können. Da kann man wirklich von Glück reden, wenn es Geschwister gibt mit denen sie spielen können.
Ich frage mich auch wie das sein wird für die Kinder, die gerade im letzten Jahr in die Phase gekommen sind in der sie anfangen Zusammenhänge in der Welt zu begreifen. Sie sind es nicht anders gewohnt als, dass man immer zuhause bleibt und auf ein mal sollen sie in den Kindergarten umringt von so vielen anderen. Ich befürchte, dass könnte bei einigen Probleme auslösen.

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11 Monate 4 Wochen her #312 von Mamabär77
Die Corona Situation ist absolut negativ für die Entwicklung der nachfolgenden Generation. Menschen sind Herdentiere. Kinder müssen unbedingt den Umgang miteinander lernen, Freundschaften pflegen dürfen. Eine Isolierung im frühen Alter finde ich absolut unbegreiflich. Die Zwerge verstehen doch noch gar nicht wirklich warum sie ihre Freunde nicht mehr sehen dürfen. Sie brauchen mehr Aufmerksamkeit und viele Familien sind durch die erhöhte Arbeitsbelastung in Corona Zeiten maßlos überfordert. Auch ohne ihre Kinder zusätzlich 24/7 bei sich zu haben, die ihre Freunde zusätzlich vermissen. Ich denke es sollte definitiv möglich sein feste Gruppen aus z.b. 5 Kindern die regelmäßig betreut zusammen spielen zusammen zu lassen. In vielen Corona relevanten Jobs müssen auch mehrere Personen am Tag zusammenarbeiten. Ich denke hier sollte mehr auf die Bedürfnisse der kleinen Menschen geachtet werden und die Folgen die durch Isolation auf so lange Zeit ausgelöst werden. Vlt sind auch wir dafür verantwortlich wenn sich die nächste Generation durch  überwiegend Bindungsgestörte besteht.

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1 Jahr 1 Monat her #286 von Julia86
Ich stimme den anderen absolut zu, dass das eine wichtige Frage ist, die des Öfteren untergeht! Vor allem jetzt, wo wir an einem ähnlichem Punkt stehen wie im Frühling. Ich finde dabei nicht nur den Aspekt wichtig, dass sich Kinder fragen, warum sie zuhause sind, warum sie ihre Freunde in der KiTa nicht sehen, etc. Gerade jetzt beschäftigt ja viele die Frage, wie das Weihnachtsfest dieses Jahr aussieht und warum man zum Beispiel nicht mit Oma und Opa feiern kann/ sollte.

Systemrelevant: Das sind unsere Kinder und ihre Zukunft.

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1 Jahr 8 Monate her #94 von suedost
Guten Tag!

Es ist sicher unstrittig, dass es vielen Kindern zur Zeit zu Hause auch gut geht und sie zugewandte Eltern sowie Geschwister zum spielen haben. Einige werden vielleicht auch traurig sein, wenn dies wieder vorbei ist.

Wir haben uns als Gesellschaft aber daran gewöhnt, dass Kinder institutionell betreut sind und dies für sie die "Normalität" ist, die ihnen nun häufig auch fehlt. Den Raum, die professionelle Ansprache und Anregung und die Möglichkeiten, die die Kitas in der Regel bietet, können Eltern so nicht leisten. Insbesondere dann nicht, wenn sie zeitgleich im home office sind oder sich um vielfältige andere Dinge kümmern müssen.

Wir machen uns völlig zurecht Sorgen darum, wie es Kindern zu Hause geht, oder finden es als Erzieherin schwer auszuhalten, wenn in der riesigen Kita plötzlich nur drei Kinder sind.

Wie immer werden Kinder unterschiedlich damit umgehen und diese Zeit gut und gestärkt erleben - oder aber auch belastend und traumatisierend. Der individuelle Blick auf jede Familie und jedes Kind ist in dieser Zeit wichtig und wird nach dieser Zeit sicher noch mehr Raum in der pädagogischen Arbeit einnehmen.

Es müssen nicht nur Hygiene-Konzepte her, sondern auch pädagogische Ideen wie wir mit Kindern und Familien in der Kita in der ersten Zeit nach der Pandemie umgehen. Der Ruf nach schneller Normalität, Leistung und Prüfung (Schule) ist einerseits verständlich, andererseits nicht immer hilfreich! Wie kann sich Kita hier als "Pädagogische Institution für die ganze Familie" verstehen und positionieren - auch gegenüber der Politik?!


Erfahrungen oder gar Forschungsergebnisse werden erst in einigen Monaten und Jahren vorliegen!
Bitte beteiligen Sie sich an Online-Forschungsprojekten und teilen Sie Ihre Erlebnisse weiter mit uns als nifbe.

Iris Hofmann
nifbe SüdOst

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1 Jahr 8 Monate her #91 von KathrinB
Hallo Anna, 
eine gute & zu gleich sehr wichtige Frage. In unserer pädagogischen Arbeit stehen die Kinder immer hin an erster Stelle.
Ich kann dir meine Erfahrung und meine Sichtweise dazu gerne kurz beschreiben.
In den ersten Tagen der Corona Pandemie war es so, dass wir nur ein Kind in der ersten Woche hatten. Die erste Frage die das Mädchen stellte war: "Warum bin ich alleine hier? - "Ich möchte auch zuhause bleiben." . Die Verzweiflung und die Enttäuschung dieses Kindes war kaum zu übersehen. In der zweiten Wochen kam dann zwei Geschwisterkinder dazu. 
Die Kinder fragen beinah täglich, wann die anderen Kinder wieder kommen. Einige sprechen bereits von Vermissen und Wiedersehen. 
Ich glaube die Kinder die in die Kita gehen, erleben ein Stück mehr die momentane Situation und lernen gut damit umzugehen und diese zu verstehen. Die Kinder genießen meistens diese "Mehr-Aufmerksamkeit". 
Ich glaube anders sieht es für die Kinder aus, die nicht in die Kita gehen. Dort findet gerade ein ganz anderer Alltag, eine ganz andere Routine statt. Nach 5 Wochen Pandemie, fehlen die sozialen Kontakte und die Kreativität der Eltern erreicht wohl gerade den Höhepunkt. 
Ich habe selber einen 4 jährigen Sohn, dem man nun von Tag zu Tag mehr anmerkt, wie ihm seine Freunde aus dem Kindergarten fehlen. Nicht nur die hohe Konfliktbereitschaft- sowie Disskusionsbereitschaft zeigt sich, sondern auch das er absolut nicht mehr Alleine spielen möchte. Ab jetzt brauch er ständige Begleitung im Spiel und vermeidet es alleine zu spielen. 
Es ist eine sehr spannende Frage. Ich könnte noch so viel schreiben, aber das würde wahrscheinlich den Rahmen sprengen.
Dennoch bin ich gespannt auf andere Erfahrungen !

Einen schönen Tag und alles gute.
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