„Heute machen wir Musik“ – und alle machen mit?

Überlegungen zu einer inklusiven musikalischen Praxis mit Babys und (Klein-)Kindern

Inhaltsverzeichnis

  1. „Heute machen wir Musik“ – und alle machen mit?
  2. Vorüberlegungen
  3. Kinder, Musik und Inklusion
  4. Umsetzungsformen: Wo und wie können Kinder musikalische Angebote wahrnehmen?
  5. Zusammenfassung
  6. Literatur und Quellen

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         „Inklusion ist letztendlich eine Vision und zugleich eine Handlungsorientierung, die uns leitet, unser Miteinander so zu gestalten, dass die Verwirklichung aller Menschenrechte für alle Menschen Schritt für Schritt gelebte Realität wird. Und jeder Schritt zählt.“
(Gummich 2017, S. 46)



Einleitung

Musik ist in ihren vielfältigen Erscheinungsformen ein bedeutender Bestandteil und menschlicher Kultur(en). Die Möglichkeit zu musikalischer Aktivität wird als Menschenrecht verstanden.

Bereits Babys und (Klein-)Kinder haben Freude am Umgang mit Musik: In der Regel reagieren sie stark auf Musik, sei es beim Anblick von Musikinstrumenten, sei es bei gesungenen Liedern, bei Bodypercussion oder bei Musik, die von einem Tonträger abgespielt wird.

Derzeit haben nicht alle Kinder die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu musikalischen Angeboten zu erlangen. Auch im Rahmen von musikalischen Angeboten selbst ist der inklusive Umgang mit allen Kindern nicht abschließend gewährleistet.

Als Folge dessen ergeben sich zwei Ebenen, auf denen eine gesamtgesellschaftliche Leitidee der Inklusion im Zusammenhang mit Musik verwirklicht werden kann: Zum einen können die Rah-menbedingungen für musikalische Angebote inklusiv gestaltet werden. Zum anderen kann sich im Rahmen von musikalischen Angeboten selbst unter bestimmten Voraussetzungen inklusive Wirkung entfalten.

Der folgende Text bezieht sich auf musikalische Gruppen-Angebote im deutschsprachigen Kulturraum. Mit Babys und (Klein-)Kindern sind Kinder von null bis sechs Jahre gemeint. Dass in diesem Alter die Entwicklung in beträchtlichem Maß voranschreitet und in der Praxis zwischen musikalischen Angeboten zwischen Ein- und Fünf-Jährigen aufmerksam differenziert werden muss, versteht sich von selbst.


 



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