Bewegte Kinderkrippe

Inhaltsverzeichnis

  1. Bewegung – ein Querschnittsthema
  2. Bewegung aus der Entwicklungsperspektive
  3. Bildungsraum Kinderkrippe
  4. Das Zusammenspiel von Raum und Bewegung
  5. Das pädagogische Konzept der Bewegungskrippe
  6. Bewegungsfreude der pädagogischen Fachkräfte
  7. Analyse der Ist-Situation
  8. Gemeinsam bewegen und handeln
  9. Impression aus der Praxis
  10. Literatur

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Impression aus der Praxis


PaulineIm Gruppenraum hängen Ketten mit runden Perlen von einer Hochebene herunter und schwingen ein wenig hin und her. Pauline hat diese für sich entdeckt, sie fängt die Ketten ein, betastet und befühlt sie konzentriert. Mit den Fingerspitzen und den Handrücken streicht sie an den Perlen entlang, versetzt die Ketten in Schwingungen. Pauline erschließt sich über diese feinmotorischen Aktivitäten die Form der Perlen, indem sie die Ketten ertastet. Nach einer Weile hört Pauline wiederholt auf das Geräusch, welches die Ketten beim Anschlagen an das Holz erzeugen. Ihre Erzieherin beobachtet Paulines Aktivitäten und fragt Pauline, ob sie Musik mache. Pauline bejaht das. Daraufhin bringt die Erzieherin neue Impulse, indem sie mit einem Löffel an den Ketten entlangstreift und damit andere Töne erzeugt. Sie spricht mit ihr darüber, dass das Metall auf den Ketten anders klingt als das Holz. Später sucht Pauline weitere Gegenstände und macht mit diesen an den Ketten „Musik" – Pauline erkundet, experimentiert und probiert aus, durch den bewegten Dialog mit ihrer Erzieherin wird diese Aktion aktiv mit dem Kind weiterentwickelt – dies ist „bewegtes Lernen".

 

Das Konzept „Bewegte Kinderkrippe" erhielt 2012 das Qualitätssiegel „besonders entwicklungsfördernd" der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. (BAG). Das Zertifikat zeichnet Produkte, Initiativen und Konzepte aus, bei denen entwicklungsanregende Wirkungen im Vordergrund stehen.

 



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