Soziale Benachteiligungen in frühen Bildungsprozessen als Frage des Umgangs mit Heterogenität und Bildungsgerechtigkeit

Eine kumulative Analyse von Erkenntnissen aus verschiedenen Forschungsprojekten

Projektbeschreibung:


Habilitionsprojekt von Dr. Birgit Behrensen 


 
Projektbeschreibung

Soziale Benachteiligung hat direkte und indirekte Auswirkungen auf die Bildungsprozesse von Kindern, die aufgrund der unterschiedlichen Ausprägung von resilienzfördernden Aspekten in Familie und öffentlichen Einrichtungen sehr unterschiedlich ausfallen können. Im Umgang mit sozial benachteiligten Kindern und Eltern bewegen sich ErzieherInnen ebenso wie LehrerInnen in einem Spannungsfeld zwischen der Akzeptanz von Verschiedenheit und der Wahrnehmung von Defiziten.

Das Projekt ist ein kumulatives Habilitationsvorhaben, das auf der Analyse von Erkenntnissen aus einer Reihe eigener Studien und Forschungsarbeiten basiert. Ausgangspunkt bilden die Studien zu individueller Förderung in der Kita und in der Grundschule, die in den Jahren 2009 bis 2011 im Rahmen der Arbeit der Forschungsstelle Begabungsförderung gemeinsam mit Prof. Dr. Claudia Solzbacher und anderen Kolleginnen erstellt wurden. Einbezogen werden ferner vorhergehende eigene Arbeiten aus den Jahren 2003 bis 2009.

Im Zentrum der kumulativen Habilitation stehen folgende Aspekte:

-       Dimensionen der Wahrnehmung sozialer Benachteiligung bei Kindern in
        elementar- und primarpädagogischen Kontexten

-       Pädagogisches Handeln im Umgang mit sozialer Benachteiligung im
        Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Verursachung und
        pädagogischen Kompensationsbemühungen

-       Anerkennung von Verschiedenheit im Kontext von Bildungsgerechtigkeit

-       Zusammenhänge von Bildung und ResilienzResilienz|||||Resilienz kann als "seelische Widerstandsfähigkeit" verstanden werden mit der Fähigkeit Krisen zu meistern und diese als Anlass für Selbstentwicklungen zu nutzen. In der Resilienzförderung geht es speziell darum die Widerstandsfähigkeit von Kindern und Erwachsenen in belasteten und risikobehafteten Lebenssituationen durch schützende Faktoren zu entwicklen, zu ermutigen und zu stärken. Ein verwandter Begriff ist der der Salutogenese. förderung.

 
Literatur

Behrensen, Birgit (2012): „Man muss satt sein, bevor man lernen kann“ – Überlegungen zum Umgang mit sozialen Benachteiligungen. In: Albers, Tim / Bree, Stefan / Jung, Edita / Seitz, Simone (Hg.): Vielfalt von Anfang an: InklusionInklusion|||||Inklusion beinhaltet eine wertschätzende Haltung in Bezug auf Diversität und Vielfalt in der Bildung und Erziehung. Heterogenität wird als normale Gegebenheit der Gesellschaft gesehen, und es geht darum den Rahmen und das Umfeld, dieser Heterogenität anzupassen und zu gestalten. Inklusion bezieht sich auf alle heterogenen Eigenschaften in einer Gesellschaft und wird nicht vorranging auf das Thema Migration oder Behinderung bezogen. in Krippe und Kita, Freiburg, S. 58-66.

Projektdetails

Projektart:Forschungsprojekt
Laufzeit:01.10.2012 - 31.12.2015
Träger:nifbe-Forschungsstelle Begabungsförderung
Straße:Heger-Tor-Wall 19
Ort:49078 Osnabrück