Veranstaltungen

Religion(en) im Kindergartenalltag

Herausforderungen und Chancen in der pädagogischen Praxis

Eine kindgerechte und lebensnahe Erziehung bedeutet, Kinder in ihren Bedürfnissen und Gefühlen liebevoll zu begegnen, sie in ihrer Wahrnehmung und Entwicklung positiv zu bestätigen und sie in der Gestaltung von Beziehungen zu unterstützen. Die Religionsentwicklung ist ein Aspekt der kindlichen Persönlichkeitsbildung und im Nds. Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich verankert.
Eltern und Kinder verschiedener Religionszugehörigkeiten gehören zum Alltag in der Kindertageseinrichtung und fordern Fachkräfte auf mehreren Ebenen. Kinder erleben die Vielfalt von Kulturen und Religionen in der KiTa. Diese Begegnung führt zum Entdecken der eigenen und dem Kennenlernen von anderen Religionen und Werten. Verschiedene Feste und Rituale werden in der KiTa gemeinsam erlebt. Sie fordern pädagogische MitarbeiterInnen in ihrer religiösen Auskunftsfähigkeit. So kann Kindern eine Orientierung im Leben gegeben werden und sich mit religiösen und weltanschaulichen Fragen und Traditionen auseinander zu setzen. Das meint, die Wurzeln der Kinder zu achten und Missverständnissen vorzubeugen. Konzeptionell fundierte interreligiöse Bildung im Kindergarten leistet einen wichtigen Beitrag für einen freien und friedlichen Umgang mit gesellschaftlichen Themen. Damit unterstützt eine frühe Pädagogik mit einer interreligiösen Kommunikation Kinder und den Eltern.
Welche Fragen ergeben sich daraus für Fachberatungen?
Wie kann Fachberatung die einrichtungsspezifischen Anliegen unterstützen?

Im Workshop wird die Ausstellung „Religionen im Dialog besucht. Dauerausstellung: Tafeln informieren über die Religionen Hannovers: Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum, Islam und die Gemeinschaft der Bahai. Jugendliche erzählen, was ihnen ihre Religion bedeutet. Auch „Anfassen“ ist erlaubt und Besucher können Abendmahlskelch, Sabbatleuchter oder Klangschale aus den Vitrinen nehmen und so „handgreiflich“ erleben, wie Menschen verschiedener Religionen ihren Glauben vollziehen.“ Auf sechs Computern lädt die virtuelle Stadt Religiopolis zu einem Rundgang ein. Die Religiopolitaner öffnen die Türen ihrer Bethäuser, Kirchen oder Tempel. Sie laden in ihre Wohnungen ein. Ein Gang zum Muezzin aufs Minarett ist ebenso möglich wie der Besuch einer Kirche oder Synagoge.

Referentin:
Prof. Erna Zonne-Gätjen (FH Hermannsburg), BA-Studium in Education (Rotterdam), MA-Studium Religious Studies (Amsterdam), Promotion zum Thema interreligiöses und interkulturelles Lernen (2006). Beruflicher Werdegang: Dozentin Youth Ministry an der Protestants Theologische Universiteit, Niederlande (2006-2009), Juniorprofessorin Fachdidaktik Evangelische Religion an der Universität Osnabrück (2009-2013), Professorin für Soziale Arbeit in interkultureller Perspektive an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (seit Oktober 2013)


 

Veranstaltungsdetails

Nummer:KO-2019-10-01
Typ:Workshop
Beginn:01.10.2019 um 10:00 Uhr
Ende:01.10.2019 um 16:30 Uhr
Straße:Böhmerstr. 8
Ort:30173 Hannover
Veranstaltungsort:Haus der Religionen
Gebühr:30.00 Euro
Anmeldeschluss:17.09.2019

Es sind noch Plätze frei.

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Kontakt

Name: Maria Korte / Sandra Pfohl
Institution: nifbe
Telefon:0541-58 054 57-0
Email: info@nifbe.de

Veranstaltungsrahmen

"Vielfalt leben und erleben! Chancen und Herausforderungen der Heterogenität" 2019/2020

nifbe-Workshopreihe für Fachberater*innen und Weiterbildner*innen

Mit der Workshop-Reihe bietet das nifbe im sechsten Jahr ein erprobtes Format für den Transfer... Weiterlesen