Veranstaltungen

Kinder und Familien mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung (9)

Regionalkonferenz Cloppenburg

Hintergrund:

Von 2016 bis 2017 finden im Rahmen der vom Niedersächsischen Kultusministerium aufgelegten Qualifizierungsinitiative „Vielfalt fördert! Vielfalt fordert!“ an zehn über ganz Niedersachsen verteilten Standorten Regionalkonferenzen zum Thema Kinder und Familien mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung statt. Sie richten sich an KiTa-Leitungskräfte, Fachberatungen in bzw. für KindertagespflegeKindertagespflege|||||Kindertagespflege oder Tagespflege umfasst eine zeitweilige Betreuung von Jungen und Mädchen bei Tagesmüttern oder Tagesvätern. Nach dem Tagesbetreuungsausbaugesetz von 2004 ist die Tagespflege neben der Tagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen eine gleichwertige Form der Kindertagesbetreuung.  und Kindertageseinrichtungen sowie an Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe. Ziel ist es, die TeilnehmerInnen grundsätzlich zu Handlungsanforderungen der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung zu informieren und sie zum fachlichen Austausch sowie zur Netzwerkbildung anzuregen.

Ablauf:

09:30 Uhr

Ankommen/ Stehkaffee

10:00-10:15 Uhr

Eröffnung

Begrüßung und Grußworte

10:15-10:25 Uhr

Ausführungen zur Qualifizierungsinitiative

„Vielfalt fördert! Vielfalt fordert! – Kinder und Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagesbetreuung“
(Niedersächsiches Kultusministerium)
10:25-11:05 Uhr

Vortrag 1

„Pädagogische Professionalität in der (Flucht-)Migrationsgesellschaft“
(Prof. Dr. Lisa Rosen, Universität Osnabrück )

11.05-11.45 Uhr




Vortrag 2

„Gelebte Mehrsprachigkeit unter den Bedingungen von
(Flucht-)Migration: Perspektiven für die frühpädagogische Praxis“
(Prof. Dr. Argyro Panagiotopoulou, Universität Köln)

11:45-12.45 Uhr

Mittagspause

12:45-14:15 Uhr

Workshops (1.Durchgang)

14:15-14:30 Uhr

Kurze Kaffeepause

14:30-16:00 Uhr

Workshops (2.Durchgang)


Die Regionalkonferenz wird in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium, dem Deutschen Kinderschutzbund, der Kinderschutz-Akademie in Niedersachsen, dem Niedersächsischen Kindertagespflegebüro, der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung, der Akademie Stapelfeld, dem Landkreis Cloppenburg, dem Landkreis Vechta, dem Lands- Caritasverband für Oldenburg und dem Bildungswerk Cloppenburg e.V. durchgeführt.


 

Veranstaltungsdetails

Nummer:Ko-2017-30
Typ:Tagung
Beginn:09.05.2017 um 09:30 Uhr
Ende:09.05.2017 um 16:00 Uhr
Straße:Stapelfelder Kirchstraße 13
Ort:49661 Cloppenburg
Veranstaltungsort:Katholische Akademie Stapelfeld
Anmeldeschluss:01.05.2017
 
WorkshopGruppe 1

Pädagogische Professionalität in der (Flucht-)Migrationsgesellschaft - WS 1a

Beginn:09.05.2017 um 12:45 Uhr
Ende:09.05.2017 um 14:15 Uhr
 
Im Workshop werden wir ein heuristisches Modell zur Analyse von Kommunikationssituationen in der (Flucht-)Migrationsgesellschaft anhand von konkreten Beispielen aus der pädagogischen Praxis erarbeiten. Dabei wird deutlich, dass ein pädagogisch-professioneller Umgang mit migrationsbedingter Diversität nicht in ‚Kulturwissen’ aufgeht. Zentraler ist die Reflexion von Machtasymmetrien und von Privilegien sowohl im gesellschaftlichen Kontext als auch in (frühkindlichen) Bildungsinstitutionen.

Im Workshop wird ein Einblick in die Kommunikationssituation, die Familien mit Fluchterfahrungen in unserer Migrationsgesellschaft erleben, gegeben. Dabei wird deutlich, dass ein pädagogisch-professioneller Umgang mit migrationsbedingter Unterschiedlichkeit notwendig ist, der darüber hinaus geht „etwas über die Kultur der anderen“ zu wissen.

Zentral ist die Reflexion von gesellschaftlicher Machtungleichheit und von Privilegien sowohl im gesellschaftlichen Alltag als auch in (frühkindlichen) Bildungsinstitutionen.

Referentin: Prof. Dr. Lisa Rosen, Universität Osnabrück

Gelebte Mehrsprachigkeit unter den Bedingungen der (Flucht-) Migration: Perspektiven für die frühpädagogische Praxis - WS 2a

Beginn:09.05.2017 um 12:45 Uhr
Ende:09.05.2017 um 14:15 Uhr
 
Der inhaltliche Fokus liegt auf dem Umgang mit migrationsbedingter Mehrsprachigkeit in Bildungsinstitutionen frühkindlicher Erziehung und Bildung. Dabei soll (sprach-)pädagogische Praxis aus der Perspektive von Kindern, die in (neu) zugewanderten Familien mehrsprachig aufwachsen, betrachtet werden.

Grundlage sind Beispiele aus Feldstudien in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz. Diese sollen verdeutlichen, wie wir uns mit einsprachig konzipierten und kompensatorisch ausgerichteten Sprachfördermaßnahmen kritisch auseinandersetzen können, die die Sprachbildung und Sprachförderung konzeptionell leiten. Dem setzen wir neuere Ansätze entgegen, die Umfeld, Herkunft und Familiensprachengebrauch in die Förderung gezielt einsetzen.

Referentin: Prof. Dr. Argyro Panagiotopoulou, Universität Köln


Handlungsansätze: Ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Familien mit Fluchterfahrungen - WS 3a

Beginn:09.05.2017 um 12:45 Uhr
Ende:09.05.2017 um 14:15 Uhr
 

Der Workshop führt handlungsorientiert in den Wert einer Lösungs- und Ressourcenfokussierung ein. Auf der Basis dieses Fundaments geht es darum, Konsequenzen für den Alltag zu erarbeiten. In Form einer Ideenbörse erarbeiten die Teilnehmer­Innen praxistaugliche Lösungen, die sich schon am nächsten Arbeitstag im Kontakt mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Geschichte als brauchbar erweisen. Denn: Weil es „normal ist - verschieden zu sein“ - braucht es eine grundlegende Haltung aus der heraus Vielfältigkeit möglich wird.

Referentin: Katrin Trappe, Dipl. Sonderpädagogin, medizinisch akademische Sprachtherapeutin, systemisch – lösungsorientierte Kurzzeittherapeutin, Familientherapeutin, Supervisorin (SG), Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin (SG), Fachberaterin für Kitas



Flucht als traumatische Erfahrung- eine Herausforderung für die Kita. Die Kita als sicherer Ort - WS 4a

Beginn:09.05.2017 um 12:45 Uhr
Ende:09.05.2017 um 14:15 Uhr
 
Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen ist es, Kindern mit erlebten Traumata zunächst mit einem Wissen aus der Psychotraumatologie verständnisvoller zu begegnen, ihnen einen sicheren Ort zu bieten und sie individuell zu unterstützen. Damit pädagogische Fachkräfte ihr Handlungsrepertoire entsprechend erweitern können, benötigen sie Grundlagenwissen über die Auswirkungen von Traumata auf die Hirnfunktionen und das Verhalten, praxisnahe methodische Anregungen aus der Traumapädagogik sowie ein sozialpädagogisches Netzwerk.

Dieser Workshop soll eine erste Annäherung an das komplexe Thema bieten.

-          Zunächst sollen die Entstehung und die Auswirkungen von Traumata auf die kindliche Entwicklung näher betrachtet werden. Es soll auf die Bedeutung der pädagogischen Haltung und konkrete Handlungsansätze aus der Traumapädagogik im Arbeitsalltag eingegangen werden.

-          Abschließens sollen kurz die Ansätze und das Verständnis der Psychotraumatologie in Verbindung mit den Ansätzen der ressourcenorientierten Videoarbeit gezeigt werden, um das Schaffen von sicheren Orten in der Kita zu unterstützen.

-         
Ein wechselseitiger Austausch und Einbezug der Praxisperspektive zwischen der Referentin und den Teilnehmer_innen soll den Workshop bereichern und maßgeblich ergänzen.


Referentin: Kerstin Gloger- Wendland, Ausbilderin /Supervision SPIN, SAFE- Mentorin, FAchpäd. für Psychotraumatologie



Lebensrealität von Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen - WS 5a

Beginn:09.05.2017 um 12:45 Uhr
Ende:09.05.2017 um 14:15 Uhr
 
Überall in Deutschland sind eine wachsende Zahl von Geflüchteten angekommen, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. Sie werden neue Nachbarn, besuchen die Schulen, lernen die deutsche Sprache, nehmen Angebote von Jugend(hilfe)einrichtungen wahr und knüpfen Kontakte zu einheimischen Gleichaltrigen. Dennoch weist die komplexe Lebensrealität junger Flüchtlinge und ihrer Familien Spezifika auf: Traumatische Erfahrungen in den Herkunftsländern und auf der Flucht, spezifische Alltagserfahrungen in der neuen Heimat incl. rassistischer Diskriminierung, aufenthaltsrechtliche Besonderheiten, Fragen der schulischen, beruflichen und sozialen Integration, der biographischen Zukunftsperspektiven etc.

In dem oben genannten Workshop sind Sie eingeladen, sich in das Leben von Flüchtlingen hineinzudenken, Gründe für eine Flucht zu verstehen, eine ungewisse Reise auf sich zu nehmen und in einer neuen Welt anzukommen.

Referent: Norbert Thyen, Diplom- Sozialpädagoge, Erziehungs- und Familienberater (bke), Therapeut für Psychotraumatologie und Traumatherapie (zptn), Mitarbeiter der Psychologischen Beratungsstelle in Cloppenburg



WorkshopGruppe 2

Pädagogische Professionalität in der (Flucht-)Migrationsgesellschaft - WS 1b

Beginn:09.05.2017 um 14:30 Uhr
Ende:09.05.2017 um 16:00 Uhr
 
Im Workshop werden wir ein heuristisches Modell zur Analyse von Kommunikationssituationen in der (Flucht-)Migrationsgesellschaft anhand von konkreten Beispielen aus der pädagogischen Praxis erarbeiten. Dabei wird deutlich, dass ein pädagogisch-professioneller Umgang mit migrationsbedingter Diversität nicht in ‚Kulturwissen’ aufgeht. Zentraler ist die Reflexion von Machtasymmetrien und von Privilegien sowohl im gesellschaftlichen Kontext als auch in (frühkindlichen) Bildungsinstitutionen.

Im Workshop wird ein Einblick in die Kommunikationssituation, die Familien mit Fluchterfahrungen in unserer Migrationsgesellschaft erleben, gegeben. Dabei wird deutlich, dass ein pädagogisch-professioneller Umgang mit migrationsbedingter Unterschiedlichkeit notwendig ist, der darüber hinaus geht „etwas über die Kultur der anderen“ zu wissen.

Zentral ist die Reflexion von gesellschaftlicher Machtungleichheit und von Privilegien sowohl im gesellschaftlichen Alltag als auch in (frühkindlichen) Bildungsinstitutionen.


Referentin: Prof. Dr. Lisa Rosen, Universität Osnabrück

Gelebte Mehrsprachigkeit unter den Bedingungen der (Flucht-) Migration: Perspektiven für die frühpädagogische Praxis - WS 2b

Beginn:09.05.2017 um 14:30 Uhr
Ende:09.05.2017 um 16:00 Uhr
 
Der inhaltliche Fokus liegt auf dem Umgang mit migrationsbedingter Mehrsprachigkeit in Bildungsinstitutionen frühkindlicher Erziehung und Bildung. Dabei soll (sprach-)pädagogische Praxis aus der Perspektive von Kindern, die in (neu) zugewanderten Familien mehrsprachig aufwachsen, betrachtet werden.

Grundlage sind Beispiele aus Feldstudien in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz. Diese sollen verdeutlichen, wie wir uns mit einsprachig konzipierten und kompensatorisch ausgerichteten Sprachfördermaßnahmen kritisch auseinandersetzen können, die die Sprachbildung und Sprachförderung konzeptionell leiten. Dem setzen wir neuere Ansätze entgegen, die Umfeld, Herkunft und Familiensprachengebrauch in die Förderung gezielt einsetzen.

Referentin: Prof. Dr. Argyro Panagiotopoulou, Universität Köln


Handlungsansätze: Ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Familien mit Fluchterfahrungen - WS 3b

Beginn:09.05.2017 um 14:30 Uhr
Ende:09.05.2017 um 16:00 Uhr
 
Der Workshop führt handlungsorientiert in den Wert einer Lösungs- und Ressourcenfokussierung ein. Auf der Basis dieses Fundaments geht es darum, Konsequenzen für den Alltag zu erarbeiten. In Form einer Ideenbörse erarbeiten die Teilnehmer­Innen praxistaugliche Lösungen, die sich schon am nächsten Arbeitstag im Kontakt mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Geschichte als brauchbar erweisen. Denn: Weil es „normal ist - verschieden zu sein“ - braucht es eine grundlegende Haltung aus der heraus Vielfältigkeit möglich wird.

Referentin: Katrin Trappe, Dipl. Sonderpädagogin, medizinisch akademische Sprachtherapeutin, systemisch – lösungsorientierte Kurzzeittherapeutin, Familientherapeutin, Supervisorin (SG), Lehrtherapeutin und Lehrsupervisorin (SG), Fachberaterin für Kitas

Flucht als traumatische Erfahrung- eine Herausforderung für die Kita. Die Kita als sicherer Ort - WS 4b

Beginn:09.05.2017 um 14:30 Uhr
Ende:09.05.2017 um 16:00 Uhr
 
Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen ist es, Kindern mit erlebten Traumata zunächst mit einem Wissen aus der Psychotraumatologie verständnisvoller zu begegnen, ihnen einen sicheren Ort zu bieten und sie individuell zu unterstützen. Damit pädagogische Fachkräfte ihr Handlungsrepertoire entsprechend erweitern können, benötigen sie Grundlagenwissen über die Auswirkungen von Traumata auf die Hirnfunktionen und das Verhalten, praxisnahe methodische Anregungen aus der Traumapädagogik sowie ein sozialpädagogisches Netzwerk.

Dieser Workshop soll eine erste Annäherung an das komplexe Thema bieten.

-          Zunächst sollen die Entstehung und die Auswirkungen von Traumata auf die kindliche Entwicklung näher betrachtet werden. Es soll auf die Bedeutung der pädagogischen Haltung und konkrete Handlungsansätze aus der Traumapädagogik im Arbeitsalltag eingegangen werden.

-          Abschließens sollen kurz die Ansätze und das Verständnis der Psychotraumatologie in Verbindung mit den Ansätzen der ressourcenorientierten Videoarbeit gezeigt werden, um das Schaffen von sicheren Orten in der Kita zu unterstützen.

-         
Ein wechselseitiger Austausch und Einbezug der Praxisperspektive zwischen der Referentin und den Teilnehmer_innen soll den Workshop bereichern und maßgeblich ergänzen.



Referentin: Kerstin Gloger- Wendland, Ausbilderin /Supervision SPIN, SAFE- Mentorin, FAchpäd. für Psychotraumatologie

Lebensrealität von Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen - WS 5b

Beginn:09.05.2017 um 14:30 Uhr
Ende:09.05.2017 um 16:00 Uhr
 
Überall in Deutschland sind eine wachsende Zahl von Geflüchteten angekommen, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. Sie werden neue Nachbarn, besuchen die Schulen, lernen die deutsche Sprache, nehmen Angebote von Jugend(hilfe)einrichtungen wahr und knüpfen Kontakte zu einheimischen Gleichaltrigen. Dennoch weist die komplexe Lebensrealität junger Flüchtlinge und ihrer Familien Spezifika auf: Traumatische Erfahrungen in den Herkunftsländern und auf der Flucht, spezifische Alltagserfahrungen in der neuen Heimat incl. rassistischer Diskriminierung, aufenthaltsrechtliche Besonderheiten, Fragen der schulischen, beruflichen und sozialen Integration, der biographischen Zukunftsperspektiven etc.

In dem oben genannten Workshop sind Sie eingeladen, sich in das Leben von Flüchtlingen hineinzudenken, Gründe für eine Flucht zu verstehen, eine ungewisse Reise auf sich zu nehmen und in einer neuen Welt anzukommen.

Referent: Norbert Thyen, Diplom- Sozialpädagoge, Erziehungs- und Familienberater (bke), Therapeut für Psychotraumatologie und Traumatherapie (zptn), Mitarbeiter der Psychologischen Beratungsstelle in Cloppenburg


Es sind noch Plätze frei.

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Kontakt

Name: Inga Doll
Institution: Regionale Transferstelle SüdWest
Telefon:0541-580 54 575
Email: inga.doll@nifbe.de

Veranstaltungsrahmen

Kinder und Familien mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung

Regionalkonferenzen im Rahmen der Qualifizierungsinitiative "Vielfalt fördet! Vielfalt fordert!"

Ein Drittel aller nach Deutschland einreisender Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Dort, wo... Weiterlesen