Veranstaltungen

Beziehung und Interaktion in der Krippe gestalten

Nach dem quantitativen Ausbau der Krippenplätze steht jetzt die konsequente qualitative Weiterentwicklung der Einrichtungen an. Als eine der zentralen Qualitätsaspekte gilt gerade bei den Kleinsten die Qualität der Beziehung und der Interaktion – der Interaktion zwischen ErzieherInnen und Kindern, aber auch der Interaktion zwischen den Krippen-Kindern selber.

Auf der nifbe-Fachtagung im Schloss der Universität Osnabrück wird das Thema „Beziehung und Interaktion gestalten“ in zwei Hauptvorträgen und neun Workshops beleuchtet. Im ersten Hauptvortrag gibt Prof. Dr. Anke König einen Überblick zum Thema und zeigt auf, wie Interaktion die Partizipation und Bildungsteilhabe bei jungen Kindern unterstützt. Im abschließenden zweiten Hauptvortrag führt nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer das bisher wenig in den Fokus genommene Thema der Peer-Interaktionen in der Krippe aus und unterstreicht das hier schlummernde große Bildungspotenzial.  Im Zentrum der neun Workshops steht die Gestaltung von Querschnittthemen und Schlüsselsituationen im Krippenalltag – von der Selbstkompetenzförderung bei Kindern und ErzieherInnen über das Essen, Schlafen und Pflegesituationen bis hin zum Kratzen, Hauen und Beissen.

Ziel der Tagung ist es, Grundlagenwissen und (neue) Praxisansätze für die Verbesserung der Beziehungs- und Interaktionsqualität in der Krippe aufzuzeigen und Diskussions- und Reflexionsräume für die TeilnehmerInnen zu öffnen. Zielgruppe der Tagung sind Pädagogische Fachkräfte, FachberaterInnen, Aus- und WeiterbildnerInnen und andere am Thema interessierte Berufsgruppen.

Tagungsablauf:


10:00 – 10:15 Uhr Begrüßung
  • Prof. Dr. Renate Zimmer (nifbe-Direktorin)


10:15 – 11:15 Uhr Hauptvortrag

Sich die Welt zu eigenen machen. Wie Interaktion Partizipation und Bildungsteilhabe bei jungen Kindern unterstützt
  • Prof. Dr. Anke König (WiFFWiFF|||||WiFF ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e.V. Die drei Partner setzen sich dafür ein, im frühpädagogischen Weiterbildungssystem in Deutschland mehr Transparenz herzustellen, die Qualität der Angebote zu sichern und anschlussfähige Bildungswege zu fördern.-Leitung / Universität Vechta)


11:30 – 13:00 Uhr Workshopphase 1

13:00 – 14:00 Uhr Mittagspause

14:00 – 15:30 Uhr Workshopphase 2

15:30 - 15:45 Uhr Kaffeepause

15:45 – 16:30 Uhr Abschlussvortrag

Von Anfang an im Dialog – was Kinder von Kindern lernen.
  • Prof. Dr. Renate Zimmer (nifbe-Direktorin)




Vortragsbeschreibungen:



  • 10:15-11:15 Uhr Eingangsvortrag Prof. Dr. Anke König

Sich die Welt zu eigenen machen - Wie Interaktion Partizipation und Bildungsteilhabe bei jungen Kindern unterstützt

Kinder entwickeln sich von Anfang an über das Wechselspiel mit ihrer sozialen und materiellen Umwelt. Sie erfahren die Vielfalt der Welt im Austausch mit anderen und lernen, sich auf neue Perspektiven einzulassen. Bildungsteilhabe kann in der Kindertagesbetreuung verwirklicht werden, wenn es ihr gelingt, an diese Aneignungsprozesse anzuknüpfen. Diesem Aufbau von Weltbeziehung wird heute eine große Bedeutung zugeschrieben für Partizipation: Lässt sich diese Annahme anthropologisch begründen? Worin liegt das Bildungspotential der sozialen Interaktion? Wie wird aus Interaktion Kommunikation? Diesen Fragen wird im Vortrag nachgegangen.

Kurzvita Prof. Dr. Anke König: Leitung der Weiterbildungsinitiative frühpädagogischer Fachkräfte (WiFF) am Deutschen Jugendinstitut in München und Professorin für Allgemeine Pädagogik mit Schwerpunkt Frühpädagogik an der Universität Vechta. Arbeitsschwerpunkte: Pädagogik der frühen Kindheit; Berufs- und Weiterbildung; Interaktions-, Professions- und Inklusionsforschung 


  • 15:45 - 16:30 Uhr Abschlussvortrag Prof. Dr. Renate Zimmer

Von Anfang an im Dialog – was Kinder von Kindern lernen.

Kinder zeigen bereits früh ein großes Interesse an anderen Kindern, an den "peers". Der Vortrag lenkt den Blick auf die Interaktionen der Kinder untereinander und auf ihre Bedeutung für die sozial-emotionale Entwicklung und die sprachliche Entwicklung. Er befasst sich mit der Frage, wie Kinder ihre Beziehungen zu anderen gestalten und wie die Interaktionen durch die pädagogischen Fachkräfte begleitet und unterstützt werden können.

Kurzvita Prof. Dr. Renate Zimmer: Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Frühe Kindheit, nifbe-Direktorin




 

Veranstaltungsdetails

Nummer:KO-2016-26
Typ:Tagung
Beginn:14.11.2016 um 09:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 16:30 Uhr
Straße:Neuer Graben
Ort:49074 Osnabrück
Veranstaltungsort:Schlossaula der Universität Osnabrück
Gebühr:35.00 Euro
Anmeldeschluss:04.11.2016
 
Workshopgruppe 1

Förderung von Interaktions- und Beziehungsqualität im Kita-Alltag: Zusammenhänge mit der Selbstkompetenzentwicklung bei Kindern - WS1

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
Der Erwerb von Selbststeuerungsfähigkeiten bzw. Selbstkompetenzen ist ein zentraler Bestandteil der frühen sozio-emotionalen Entwicklung, für den sich weitreichende Zusammenhänge mit der Begabungsentfaltung und dem Lebensweg von Kindern nachweisen lassen. Selbstkompetenzen entwickeln sich ab dem Säuglingsalter, indem Kinder an gut regulierten Interaktionen teilhaben, die sowohl Ursache als auch Folge einer guten Beziehungsqualität sind. In diesem Workshop sollen anhand eines Videobeispiels aus dem Kita-Alltag Antworten auf die folgenden Fragen erarbeitet werden: Wie kann die Beziehungsqualität in alltäglichen Interaktionen mit Kindern verschiedener Altersstufen gestärkt werden? Welche Herausforderungen und Chancen bieten Gruppensituationen? Wodurch findet in diesem Rahmen Selbstkompetenzförderung statt?

  • Dr. Susanne Völker, Diplompsychologin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Transferwissenschaftlerin des nifbe. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Entwicklung und Förderung von Selbstkompetenzen bei Kindern verschiedener Altersgruppen; pädagogische Beziehungen und deren Bedeutung für die Begabungsentfaltung von Kindern

Selbstkompetent – aber wie? Die Bedeutsamkeit von Selbstkompetenzen der Fachkräfte für den pädagogischen Alltag - WS2

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
Wichtige Bedingungen für gelungene Entwicklungsprozesse von Krippenkindern sind die Beziehungsfähigkeit und die fachliche Handlungsfähigkeit von pädagogischen Fachkräften. Eine zentrale Voraussetzung diese Fähigkeiten in Alltag nutzen zu können, liegt im Zugang der PädagogInnen zu ihren eigenen Selbstkompetenzen. Der Workshop setzt bei der Stärkung der persönlichen Selbstkompetenzen als Schutz vor negativen Auswirkungen wie Stress und Belastung im Berufsalltag an, um Kinder bestmöglich unterstützen zu können.

  • Michaela Kruse-Heine M.A., Transferwissenschaftlerin des nifbe. Sie beschäftigt sich vor allem mit den Themen Selbstkompetenz in der Elementar- und Primarpädagogik (u.a. körperorientierte Zugänge), Dialog mit Eltern in frühkindlichen und schulischen Bildungseinrichtungen und der Ressourcen-orientierten Entwicklungsbegleitung. In ihrer Erstausbildung ist sie Erzieherin und sie war in unterschiedlichen Praxisbereichen tätig. Sie ist studierte Erziehungswissenschaftlerin und Kunstpädagogin.

Psychomotorik – Bewegung als Beziehungsangebot im Krippenalltag integrieren - WS3

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
In den Aussagen „aufeinander zugehen“ oder „in Kontakt treten“ wird deutlich, wie eng das Aufnehmen einer Beziehung mit Bewegungshandlungen in Zusammenhang steht. Bewegungshandlungen sind demnach unabdingbare Voraussetzungen des zwischen-menschlichen Miteinanders. Die Psychomotorik beschreibt kindliche Persönlichkeits-entwicklung als Entwicklung in und durch Bewegung, in welcher Bewegung, Wahrnehmung, Kognition und emotionales Erleben eine untrennbare Einheit bilden. Hierfür brauchen Kinder Eltern, Gleichaltrige und Bezugspersonen, sowie Zeit und Raum für gemeinsame Aktivitäten. Im Workshop werden wir uns theoretisch und praktisch damit befassen, welche Bewegungssituationen sich anbieten, um im Krippenalltag ausgewählten Beziehungsthemen Raum zu geben.

  • Fiona Martzy, Dipl.-Motologin, Transferwissenschaftlerin im nifbe. Dozentin und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Akademie für Psychomotorik. Ihre Themen- und Arbeitsschwerpunkte sind psychomotorische Entwicklungsförderung in Theorie und Praxis, Motodiagnostik, Elternarbeit, Effekte psychomotorischer Förderangebote, Selbstkonzeptforschung, Evaluation

Wie kultursensibel ist Krippe? - WS4

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
Unterschiedliche Kulturen treffen im Kita- bzw. Krippenkontext aufeinander. Wie pädagogisches Fachpersonal unterschiedlichen Lebenswelten professionell und kultursensibel begegnen kann, wird im Workshop wissenschaftlich fundiert veranschaulicht und mit den TeilnehmerInnen diskutiert anhand von typischen Entwicklungsaufgaben, und deren kulturspezifischen Lösungsmustern.

  • Anna Dintsioudi, Dipl.-Psychologin, Transferwissenschaftlerin im nifbe, ihre Themen- und Arbeitsschwerpunktesind Entwicklung und Kultur, Migration und Akkulturation, Sozialisationsziele von Zugewanderten, Sprachkultur in der Kita – Alltagsbasierte und kultursensitive Sprachbildung im Kita-Alltag

Die Quelle der Freude ist das Essen. - WS5

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
Wie muss das Essen in Krippe und Kindergarten gestaltet werden, damit diese Aussage der Pikler Pädagogen umgesetzt werden kann. Welche Veränderungen sind nötig und wie kann man Team und Eltern dafür begeistern. Dieser Workshop bietet tiefgreifende Informationen und regt zum Austausch über dieses wichtige Entwicklungsthema an.

  • Andrea Schreiber, Erzieherin, Kindergartenleiterin in St. Nicolai Kindergarten in Coppenbrügge seit 30 Jahren Krippenberaterin, Mentorin für Psychomotorik

Beißen, Kratzen, Hauen - Kinder verstehen und einfühlsam begleiten - WS6

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 

Was wir wissen und (auch im Vorfeld) tun können


Wenn Kinder beißen, kratzen und hauen, ist es im Rahmen von institutioneller Kinderbetreuung für Fachpersonen wie auch für die Kinder und deren Eltern eine häufige und ernst zu nehmende Herausforderung, die immer wieder auch persönlich Druck und Sorge bereitet. Der bisherige Umgang mit den daran Beteiligten ist oft unbefriedigend. In dem Workshop sollen die Bedingungen für einen professionellen, responsiven Umgang in diesem Kontext erörtert und für ein verändertes einfühlsames Bewusstsein im Kontakt mit allen Beteiligten geworben werden.

  • Barbara Huhn lebt in Bonn, Diplom Sozialpädagogin, zertifizierte Pikler Pädagogin, Familienberaterin nach Jesper Juul und arbeitet seit 2010 als Fortbildnerin und Beraterin im frühpädagogischen Kontext. Ihr Schwerpunkt liegt in der Begleitung von Prozessen zur Weiterentwicklung von Kindertagesstätten und in der prozessorientierten Familienberatung.

Schlafen und Ruhen als Interaktions- und Beziehungsthematik verstehen - WS7

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
Das Schlafengehen gehört zu den Schlüsselsituationen in der Krippenpraxis, sowohl in der Herausforderung einer gelingenden Alltagsgestaltung als auch in der Zusammenarbeit mit Eltern. Wie viel Schlaf braucht ein Kind? Brauchen alle Kinder einen Mittagschlaf und darf man eigentlich wecken? Neben der Erörterung dieser u. ä. Fragen steht der Übergang (z.B. vom Mittagessen) in den Schlaf im Rahmen einer gelingenden Interaktions- und Beziehungsgestaltung im Fokus des Workshops.

  • Maren Kramer, KindheitspädagogIn M.A. leitet hauptberuflich eine Kinderkrippe in Heilbronn. Zudem arbeitet sie als Gastdozentin an der Evangelischen Hochschule in Freiburg und als freischaffende Referentin (Fortbildnerin) im Bereich der Frühpädagogik, mit dem Schwerpunkt: Schlafen in der Kinderkrippe. Zu diesem Thema hat sie mehrere Fachartikel und ein Buch mit Frau Prof. Dr. Gutknecht beim Herder-Verlag veröffentlicht: "Schlafen in der Kinderkrippe. Achtsame und konkrete Gestaltungsmöglichkeiten".

Freude an der Pflege von jungen Kindern - WS8

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
(nach dem Konzept „Kinder bis drei - geborgen und frei“)

Der Workshop beschäftigt sich mit folgenden Aspekten:

  • Warum sich die Qualität der Pflege verbessern muss!
  • Welche Beziehungs- und Bildungsaspekte in der Pflege zu verwirklichen sind.
  • Wie sich beziehungsvolle Pflege in der Kita in den Alltag implizieren lässt.

Der Workshop bietet eine erfahrungsorientierte Didaktik, Bild- und Filmmaterial zur Anschauung und ist offen für die Anliegen der Teilnehmerinnen.

  • Annette Drüner, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin, Fortbildungsreferentin, Coach. Berufliche Tätigkeiten: 10 Jahre Bereichsleitung eines Psychologischen Jugendheims, 5 Jahre Leitungsassistenz und Geschäftsführerin eines Ausbildungsinstituts, 10 Jahre Leitung Sozialer und Begleitender Dienst eines Altenpflegezentrums. Sie ist seit vielen Jahren selbstständig tätig in den Bereichen Fortbildung, Coaching und Supervision, Beratung, Vorträge. Eigenes Aus- und Fortbildungskonzept zur Frühpädagogik „Geborgen und frei – Kinder bis drei“, „Dialogisch Arbeiten“ Prozessbegleitung von Teams, Kindzentriertes Arbeiten in der Kita

Die Garderobensituation im Krippenalltag - Viel mehr als nur ein Übergang! - WS9

Beginn:14.11.2016 um 11:30 Uhr
Ende:14.11.2016 um 13:00 Uhr
 
Viele Male am Tage wird die Garderobe zum Ort des Geschehen: Ankommen und Abholen, An- und Ausziehen vor und nach Aktivitäten wie Spaziergängen, Ausflügen oder Spielen im Garten. Nicht selten wird die Zeit in der Garderobe aber als stressig und herausfordernd erlebt: Vielen Beteiligte, eine Vielzahl an Aktivitäten, ein begrenzter Bereich. Wie eine (stressreduzierende) Gestaltung der Situation aussehen kann, was eine gelingende Interaktion beim An- und Ausziehen auszeichnet und welche Schritte für eine Planung und Reflexion nötig sind wird in diesem Workshop näher beleuchtet.

  • Kira Daldrop, BA. Kindheitspädagogin, wissenschaftliche Abschlussarbeit über die Garderobensituation in der Krippe, Lehrbeauftrage im Studiengang Kindheitspädagogik Evangelische Hochschule Freiburg, Hochschule Niederrhein.


Workshopgruppe 2

Förderung von Interaktions- und Beziehungsqualität im Kita-Alltag: Zusammenhänge mit der Selbstkompetenzentwicklung bei Kindern - WS1b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
Der Erwerb von Selbststeuerungsfähigkeiten bzw. Selbstkompetenzen ist ein zentraler Bestandteil der frühen sozio-emotionalen Entwicklung, für den sich weitreichende Zusammenhänge mit der Begabungsentfaltung und dem Lebensweg von Kindern nachweisen lassen. Selbstkompetenzen entwickeln sich ab dem Säuglingsalter, indem Kinder an gut regulierten Interaktionen teilhaben, die sowohl Ursache als auch Folge einer guten Beziehungsqualität sind. In diesem Workshop sollen anhand eines Videobeispiels aus dem Kita-Alltag Antworten auf die folgenden Fragen erarbeitet werden: Wie kann die Beziehungsqualität in alltäglichen Interaktionen mit Kindern verschiedener Altersstufen gestärkt werden? Welche Herausforderungen und Chancen bieten Gruppensituationen? Wodurch findet in diesem Rahmen Selbstkompetenzförderung statt?

  • Dr. Susanne Völker, Diplompsychologin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Transferwissenschaftlerin des nifbe. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Entwicklung und Förderung von Selbstkompetenzen bei Kindern verschiedener Altersgruppen; pädagogische Beziehungen und deren Bedeutung für die Begabungsentfaltung von Kindern

Selbstkompetent – aber wie? Die Bedeutsamkeit von Selbstkompetenzen der Fachkräfte für den pädagogischen Alltag - WS2b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
Wichtige Bedingungen für gelungene Entwicklungsprozesse von Krippenkindern sind die Beziehungsfähigkeit und die fachliche Handlungsfähigkeit von pädagogischen Fachkräften. Eine zentrale Voraussetzung diese Fähigkeiten in Alltag nutzen zu können, liegt im Zugang der PädagogInnen zu ihren eigenen Selbstkompetenzen. Der Workshop setzt bei der Stärkung der persönlichen Selbstkompetenzen als Schutz vor negativen Auswirkungen wie Stress und Belastung im Berufsalltag an, um Kinder bestmöglich unterstützen zu können.

  • Michaela Kruse-Heine M.A., Transferwissenschaftlerin des nifbe. Sie beschäftigt sich vor allem mit den Themen Selbstkompetenz in der Elementar- und Primarpädagogik (u.a. körperorientierte Zugänge), Dialog mit Eltern in frühkindlichen und schulischen Bildungseinrichtungen und der Ressourcen-orientierten Entwicklungsbegleitung. In ihrer Erstausbildung ist sie Erzieherin und sie war in unterschiedlichen Praxisbereichen tätig. Sie ist studierte Erziehungswissenschaftlerin und Kunstpädagogin.

Psychomotorik – Bewegung als Beziehungsangebot im Krippenalltag integrieren - WS3b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
In den Aussagen „aufeinander zugehen“ oder „in Kontakt treten“ wird deutlich, wie eng das Aufnehmen einer Beziehung mit Bewegungshandlungen in Zusammenhang steht. Bewegungshandlungen sind demnach unabdingbare Voraussetzungen des zwischen-menschlichen Miteinanders. Die Psychomotorik beschreibt kindliche Persönlichkeits-entwicklung als Entwicklung in und durch Bewegung, in welcher Bewegung, Wahrnehmung, Kognition und emotionales Erleben eine untrennbare Einheit bilden. Hierfür brauchen Kinder Eltern, Gleichaltrige und Bezugspersonen, sowie Zeit und Raum für gemeinsame Aktivitäten. Im Workshop werden wir uns theoretisch und praktisch damit befassen, welche Bewegungssituationen sich anbieten, um im Krippenalltag ausgewählten Beziehungsthemen Raum zu geben.

  • Fiona Martzy, Dipl.-Motologin, Transferwissenschaftlerin im nifbe. Dozentin und Kuratoriumsmitglied der Deutschen Akademie für Psychomotorik. Ihre Themen- und Arbeitsschwerpunkte sind psychomotorische Entwicklungsförderung in Theorie und Praxis, Motodiagnostik, Elternarbeit, Effekte psychomotorischer Förderangebote, Selbstkonzeptforschung, Evaluation

Wie kultursensibel ist Krippe? - WS4b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
Unterschiedliche Kulturen treffen im Kita- bzw. Krippenkontext aufeinander. Wie pädagogisches Fachpersonal unterschiedlichen Lebenswelten professionell und kultursensibel begegnen kann, wird im Workshop wissenschaftlich fundiert veranschaulicht und mit den TeilnehmerInnen diskutiert anhand von typischen Entwicklungsaufgaben, und deren kulturspezifischen Lösungsmustern.

  • Anna Dintsioudi, Dipl.-Psychologin, Transferwissenschaftlerin im nifbe, ihre Themen- und Arbeitsschwerpunktesind Entwicklung und Kultur, Migration und Akkulturation, Sozialisationsziele von Zugewanderten, Sprachkultur in der Kita – Alltagsbasierte und kultursensitive Sprachbildung im Kita-Alltag

Die Quelle der Freude ist das Essen. - WS5b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
Wie muss das Essen in Krippe und Kindergarten gestaltet werden, damit diese Aussage der Pikler Pädagogen umgesetzt werden kann. Welche Veränderungen sind nötig und wie kann man Team und Eltern dafür begeistern. Dieser Workshop bietet tiefgreifende Informationen und regt zum Austausch über dieses wichtige Entwicklungsthema an.

  • Andrea Schreiber, Erzieherin, Kindergartenleiterin in St. Nicolai Kindergarten in Coppenbrügge seit 30 Jahren Krippenberaterin, Mentorin für Psychomotorik

Beißen, Kratzen, Hauen - Kinder verstehen und einfühlsam begleiten - WS6b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 

Was wir wissen und (auch im Vorfeld) tun können


Wenn Kinder beißen, kratzen und hauen, ist es im Rahmen von institutioneller Kinderbetreuung für Fachpersonen wie auch für die Kinder und deren Eltern eine häufige und ernst zu nehmende Herausforderung, die immer wieder auch persönlich Druck und Sorge bereitet. Der bisherige Umgang mit den daran Beteiligten ist oft unbefriedigend. In dem Workshop sollen die Bedingungen für einen professionellen, responsiven Umgang in diesem Kontext erörtert und für ein verändertes einfühlsames Bewusstsein im Kontakt mit allen Beteiligten geworben werden.

  • Barbara Huhn lebt in Bonn, Diplom Sozialpädagogin, zertifizierte Pikler Pädagogin, Familienberaterin nach Jesper Juul und arbeitet seit 2010 als Fortbildnerin und Beraterin im frühpädagogischen Kontext. Ihr Schwerpunkt liegt in der Begleitung von Prozessen zur Weiterentwicklung von Kindertagesstätten und in der prozessorientierten Familienberatung.

Schlafen und Ruhen als Interaktions- und Beziehungsthematik verstehen - WS7b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
Das Schlafengehen gehört zu den Schlüsselsituationen in der Krippenpraxis, sowohl in der Herausforderung einer gelingenden Alltagsgestaltung als auch in der Zusammenarbeit mit Eltern. Wie viel Schlaf braucht ein Kind? Brauchen alle Kinder einen Mittagschlaf und darf man eigentlich wecken? Neben der Erörterung dieser u. ä. Fragen steht der Übergang (z.B. vom Mittagessen) in den Schlaf im Rahmen einer gelingenden Interaktions- und Beziehungsgestaltung im Fokus des Workshops.

  • Maren Kramer, KindheitspädagogIn M.A. leitet hauptberuflich eine Kinderkrippe in Heilbronn. Zudem arbeitet sie als Gastdozentin an der Evangelischen Hochschule in Freiburg und als freischaffende Referentin (Fortbildnerin) im Bereich der Frühpädagogik, mit dem Schwerpunkt: Schlafen in der Kinderkrippe. Zu diesem Thema hat sie mehrere Fachartikel und ein Buch mit Frau Prof. Dr. Gutknecht beim Herder-Verlag veröffentlicht: "Schlafen in der Kinderkrippe. Achtsame und konkrete Gestaltungsmöglichkeiten".

Freude an der Pflege von jungen Kindern - WS8b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
(nach dem Konzept „Kinder bis drei - geborgen und frei“)

Der Workshop beschäftigt sich mit folgenden Aspekten:

  • Warum sich die Qualität der Pflege verbessern muss!
  • Welche Beziehungs- und Bildungsaspekte in der Pflege zu verwirklichen sind.
  • Wie sich beziehungsvolle Pflege in der Kita in den Alltag implizieren lässt.

Der Workshop bietet eine erfahrungsorientierte Didaktik, Bild- und Filmmaterial zur Anschauung und ist offen für die Anliegen der Teilnehmerinnen.

  • Annette Drüner, Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin, Fortbildungsreferentin, Coach. Berufliche Tätigkeiten: 10 Jahre Bereichsleitung eines Psychologischen Jugendheims, 5 Jahre Leitungsassistenz und Geschäftsführerin eines Ausbildungsinstituts, 10 Jahre Leitung Sozialer und Begleitender Dienst eines Altenpflegezentrums. Sie ist seit vielen Jahren selbstständig tätig in den Bereichen Fortbildung, Coaching und Supervision, Beratung, Vorträge. Eigenes Aus- und Fortbildungskonzept zur Frühpädagogik „Geborgen und frei – Kinder bis drei“, „Dialogisch Arbeiten“ Prozessbegleitung von Teams, Kindzentriertes Arbeiten in der Kita

Die Garderobensituation im Krippenalltag - Viel mehr als nur ein Übergang! - WS9b

Beginn:14.11.2016 um 14:00 Uhr
Ende:14.11.2016 um 15:30 Uhr
 
Viele Male am Tage wird die Garderobe zum Ort des Geschehen: Ankommen und Abholen, An- und Ausziehen vor und nach Aktivitäten wie Spaziergängen, Ausflügen oder Spielen im Garten. Nicht selten wird die Zeit in der Garderobe aber als stressig und herausfordernd erlebt: Vielen Beteiligte, eine Vielzahl an Aktivitäten, ein begrenzter Bereich. Wie eine (stressreduzierende) Gestaltung der Situation aussehen kann, was eine gelingende Interaktion beim An- und Ausziehen auszeichnet und welche Schritte für eine Planung und Reflexion nötig sind wird in diesem Workshop näher beleuchtet.

  • Kira Daldrop, BA. Kindheitspädagogin, wissenschaftliche Abschlussarbeit über die Garderobensituation in der Krippe, Lehrbeauftrage im Studiengang Kindheitspädagogik Evangelische Hochschule Freiburg, Hochschule Niederrhein.


Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Sie können sich jedoch auf die Warteliste setzen lassen.

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Kontakt

Name: Sandra Pfohl
Institution: nifbe
Telefon:0541-5805457-0
Email: info@nifbe.de